Jagdreisen Jagd und Wildlexikon

Jagd und Wildlexikon


Elefant


Körpermerkmale und Verbreitung

Körperlänge: Weibchen: 4 - 6 m, Männchen: 5 - 7,5 m (mit Rüssel)
Gewicht: Weibchen: 1800 - 3500 kg, Männchen: 3000 - 6000 kg
Lebenserwartung: 50 - 70 Jahre
Verbreitung: in Afrika, fast nur noch in Nationalparks
Lebensraum: Savanne, Regenwald
Artbestand: gefährdet

Aussehen

Die grauen Giganten sind in Größe und Gewicht einzigartig in der Welt der Landlebewesen, wobei der Waldelefant kleiner und leichter ist als der Steppenelefant. Ihre runzelige, graue Haut kann bis zu vier Zentimeter dick werden und ist trotzdem sehr empfindlich. Junge Elefanten haben meist noch ein dünnes Haarkleid, das aber mit dem Alter bei den Steppenelefanten verschwindet; nur an Maul und Augen bleiben Borsten zurück und am Schwanzende ein Haarbüschel. Die Waldelefanten behalten ein wenig mehr Körperbehaarung. Die riesigen nach oben gebogenen Stoßzähne der Steppenelefanten sind bei beiden Geschlechtern zu sehen; bei den Bullen erreichen sie eine gewaltige Länge von bis zu drei Metern. Die der Waldelefanten sind dünner, kleiner und kaum gebogen. Auch die Ohren sind ein Unterscheidungsmerkmal, denn die der Steppenelefanten sind größer und eckiger als die kleinen rundlichen ihrer waldlebenden Verwandten. Ein weiteres besonderes Merkmal beider Spezies ist der lange Rüssel mit zwei lippenähnlichen Fortsätzen, der vor allem zum Tasten, Greifen und natürlich zum Riechen und Atmen dient.

Fortpflanzung und Entwicklung

Sowohl Weibchen als auch Männchen, man nennt sie Elefantenkühe und -bullen, haben bestimmte Brunftzeiten, die allerdings nicht an eine Jahreszeit geknüpft sind. Bei den Männchen ist während dieser Tage eine Drüse hinter dem Auge zu sehen, die eine stark riechende Flüssigkeit absondert. Während dieser so genannten "Musth" sind die Dickhäuter sehr aggressiv und kampflustig. Zur Paarung suchen sie Anschluss an eine weibliche Herde. Etwa 21 Monate danach bringt die Elefantenkuh in den meisten Fällen ein einzelnes Junges zur Welt, das bereits bei der Geburt über 100 Kilogramm wiegen und bis zu einem Meter groß sein kann. Nach etwa zehn Jahren sind Elefantenkühe geschlechtsreif, die Bullen erst später. Sie verlassen ihre Familie. Ihre volle Größe erreichen die Tiere  erst sehr spät mit etwa 15 bis 25 Jahren, und selbst danach wachsen sie bis zu ihrem Lebensende immer noch langsam weiter.

Lebensweise und Verhalten

Afrikanische Elefanten sind sehr gesellige Tiere und leben in Herden, die hauptsächlich aus Elefantenkühen und ihren Sprösslingen bestehen. Durchschnittlich sind es etwa zehn Tiere in einem Familienverband, aber zu bestimmten Zeiten wurden auch über 100 gemeinsam umherziehende gesichtet. Die Bullen streifen, nachdem sie ihre Mutter verlassen haben, entweder alleine durch die Steppen oder bilden Bullen-Herden, in denen eine Rangfolge ausgefochten wird.

Sinnesleistungen

Das Gehirn der Elefanten ist enorm groß und leistungsfähig. Zusammen mit Delfinen und Menschenaffen werden sie zu den intelligentesten Tieren der Welt gezählt. So stammt die Redewendung "ein Gedächtnis wie ein Elefant haben" (für einen nachtragenden Menschen) vermutlich daher, dass die gutmütigen Riesen oft noch Jahre später wissen, wenn ihnen einmal Schmerz oder Leid zugefügt wurden. Besonders ausgeprägt sind ihr Gehör sowie Tast- und Geruchssinn. So können die Dickhäuter zum Beispiel auch Töne wahrnehmen, die sehr tief und für das menschliche Ohr nicht hörbar sind.

Ernährung

Auch wenn der Elefant das größte Landsäugetier der Welt ist, seine Verdauung ist nicht gerade rekordverdächtig: etwa die Hälfte der aufgenommen Nahrung verlässt den Körper unverdaut wieder. Um trotzdem genug Nährstoffe zu bekommen, ist er jeden Tag etwa 18 bis 20 Stunden mit Fressen beschäftigt, und nimmt dabei oft über 200 Kilogramm Gras, Wurzeln und Rinden zu sich. Besonders gern haben die Dickhäuter auch Früchte - vor allem wenn sie schon überreif sind. Bereits vor mehr als 100 Jahren beobachtete man, wie die robusten Riesen sich daran satt aßen und anschließend (durch den beim Faulen entstandenen Alkohol) betrunken herumtorkelten. Die tägliche Wasseraufnahme steht den Mengen an festem Futter in nichts nach: Insgesamt rund 80 Liter Wasser saugen Elefanten über den Tag verteilt mit dem Rüssel auf, um es sich dann in den Mund zu spritzen. Jagdart, Ausüstung und Länder Elefanten zählen zu den stark geschützten Wildarten und die Bejagung erfolgt nur unter strengen Auflagen. Es gibt wenige Länder in denen heutzutage die Elefantenjagd auf Grund der stabilen Population unter Aufsicht (meist von Nationalparkrangern) noch möglich ist, unteranderem in Simbabwe und Südafrika. Hierbei werden gemäß der vorgegebenen Quoten der CITES jährlich sowohl Trophäenelefanten als auch zahnlose Elefanten erlegt, deren Fleisch der lokalen Bevölkerung zu Gute kommt. Die Jagdart ist nahezu ausschließlich die Pirsch auf der Fährte bei der einer frischen Elefantenfährte solange gefolgt wird bis der entsprechende Bulle erreicht ist. Für Elefanten ist das Mindestkaliber 375 H&H stärkere Kaliber sind empfehlenswert. Die Geschosse sollten hart sein (Swift Aframe, Barnes TTX) und mit Solids kombiniert werden um eine bessere Eindringtiefe zu garantieren.

Jagdreiseländer

Südafrika
Simbabwe


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