Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog Der Jagdblog rund um die Auslandsjagd Sat, 04 Sep 2021 14:49:37 +0000 de hourly 1 https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/wp-content/uploads/2017/02/logo_jagdreisen_quadrat-150x150.jpg Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog 32 32 Jagd auf die grazile Rappenantilope (Sable) in Südafrika https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2020/03/02/jagdblog-jagd-auf-die-grazile-rappenantilope-sable-in-suedafrika/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2020/03/02/jagdblog-jagd-auf-die-grazile-rappenantilope-sable-in-suedafrika/#respond Mon, 02 Mar 2020 13:13:00 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=490 Die Rappenantilope (Hippotragus niger) oder auch Sable genannt zählt zu einer der begehrtesten großen Antilopen in Afrika. Dank dem Boom der letzten Jahre hat sich die Population stark erhöht was sich auch positiv auf die Jagdmöglichkeiten und auch auf den Preis für uns Jäger ausgewirkt hat. Sable kommen in den meisten Ländern im südlichen Afrika vor. Nachdem ich bereits viele Sable in Simbabwe gesehen hatte wollte ich zunächst dort auf Sable jagen. Nachdem ich jedoch einige Recherchen angestellt hatte, stellte sich heraus dass Südafrika eigentlich noch bessere Sable Möglichkeiten bietet, so dass am Ende die Wahl auf Südafrika viel. In Südafrika werden Sable in nahezu allen Provinzen bejagt von NorthernCape, über Limpopo, KZN bis nach Freestate. Insbesondere im Freestate und Limpopo sind hier sehr gute Bestände vorhanden. Für meine Sable Jagd hatte ich 4 Tage eingeplant was mehr als ausreichend ist um eine der begehrten Trophäen zu erlegen.

  

Im Juli ging es dann los gen Süden zu meiner zweiten Heimat Südafrika, nach der Erledigung der Waffenformularitäten am Flughanfen Stand eine etwas längere Fahrt in das Camp bevor, so dass wir erst gegen Abend ankamen. Während des großen Abendessens besprachen wir den Ablauf des nächsten Tages und gingen nach dem anstrengenden Tag mit 10h Flug und Anreise früh ins Bett. Am nächsten morgen fuhren wir nach dem Frühstück direkt in das Revier in dem wir unsere Sablejagd durchführen wollten. Im Vergleich zu anderen Wildarten wie Büffel oder Eland, welche meist auf der Fährte bejagt werden, ist die Jagd auf Sable eher an normale Antilopen angelehnt und es wird viel Gefahren, abgeglast und an aussichtsreiche Stellen gepirscht, womit sich diese Jagd auch für weniger fitte Jäger hervorragend eignet. Zudem können Sable auch an Wasserlöcher bejagt werden, was sogar eine Bejagung mit dem Bogen ermöglicht, da wir Jäger sehr nah an das Wild herankommen.

Meine Jagd sollte als Pirschjagd stattfinden und so fuhren wir zunächst weit in das Revier hinein von wo aus wir dann verschiedene Täler anpirschen wollten, welche als bekannte Stellen der Sable gelten. Von unserer Parkposition aus hatten wir verschiedene kleine Gebirgszüge/Hügel in Laufreichweite, welche uns einen super Überblick über die dahinterliegenden Ebenen geben sollten. Wir pirschten uns an den ersten Beobachtungspunkt an und gingen vorsichtig an die Felskannte um die Ebene abzuglasen. In der Ebene konnten wir mehrere Herden Impalas einige Warzenkeiler sowie Kudus sehen jedoch noch keine Sables, daher beschlossen wir auf den Hügel auf der gegenüberliegenden Seite zu wechseln. Jedoch hatten wir auch hier kein Glück, zunächst dachten wir eine kleine Gruppe erspäht zu haben, welche im dichten Busch grasten, bei näherem Hinschauen entpuppten sich die vermeintlichen Sables aber als Roan (Pferdeantilopen). Diese haben ähnliche jedoch kleinere Gehörne und sind sandfarben anstatt Schwarz gefärbt. Da sich in keiner der Ebenen Sable zeigen wollten fuhren wir mit dem Pickup etwas weiter Richtung Osten in das Revier, hier sollten ebenfalls gute Punkte für Sable sein.

   

Bereits auf dem Weg Richtung unserem neuen Beobachtungspunkt konnten wir nun endlich einige Sables sehen, allerdings waren diese alle zu jung, so dass wir sie passieren ließen. Ermutigt von der ersten Begegnung stoppten wir den Wagen am Fuße der nächsten kleinen Hügelkette, um erneut einen Aufstieg zu wagen und die dahinterliegenden Ebenen abzuglasen. Zunächst das gleiche Spiel wie zuvor einige Impalas und Kudus in der Ebene aber keine Sable. Da es bereits um die Mittagszeit war, entschieden wir uns hier eine kleine Rast einzulegen und hofften später doch noch Sable in der ebene zu entdecken. Während wir unsere Sandwiches aßen glasten wir regelmäßig die Ebene ab. Plötzlich entdeckten wir aus dem Dickbusch zwei schwarze Antilopen in unsere Richtung marschieren, jedoch noch verdeckt, so dass wir nicht sagen konnten was genau es war. Gespannt blieben unsere Ferngläser auf den Dickbusch gerichtet und dann taten die beiden Antilopen uns den gefallen in die Ebene auszutreten. Diesmal hatten wir glück es handelte sich um zwei starke Sable, ein Abnormer mit unterschiedlichen Hörnern und ein typischer Sable. Dieser war nun unser Ziel der Jagd. Von hier aus war an einen Schuss nicht zu denken, die Sable waren noch ca. 600m entfernt sind aber im Begriff langsam in unsere Richtung zu marschieren.

 

Der Plan war schnell gemacht PuTTY download command , wir wollten in die Ebene hinabsteigen und dann vorsichtig geschützt von den Büschen in Richtung der Sable pirschen. Unser Tracker, der Berufsjäger und ich machten uns an den mühevollen Abstieg. Vorsichtig ging es Meter für Meter den steilen Abhang hinunter bis wir schließlich in der Ebene angekommen waren. Da es von hier keinen Sichtkontakt mehr zu den Sable gab orientierten wir uns an den Wegen und Bäumen, welche wir uns bereits vor dem Abstieg gemerkt hatten. Langsam pirschten wir uns von Busch zu Busch bis wir schließlich in die Nähe der Sable kamen. Durch das enge Buschwerk konnten wir sehen, wie die Sable immer weiter in die offene Fläche liefen. Dies machte unser anpirschen entsprechend schwieriger, da weniger Deckung vorhanden war. Aus diesem Grund ließen wir unseren Tracker zurück und mein PH und ich pirschten jetzt von Baum zu Baum immer weiter in Richtung der Sable. Als wir noch ca. 150m von den Sablen entfernt an einer kleinen Dornbuschgruppe angekommen waren, wollten wir unser Glück probieren. Wir bauten vorsichtig das Dreibein auf und ich ging mit meiner R93 in 8x68s in Anschlag. Die Sable zogen immer noch langsam aber breit vor uns her. Mein Fadenkreuz hatte die Kammer fest im Blick und als der Sable kurz verhoffte mega-pizzeria.com , war meine Chance da und ich ließ die Kugel fliegen. Auf den Schuss hin brach der Sable sofort zusammen und eine lange Pirsch ging für uns erfolgreich zu Ende. Ich erhielt meinen Dornbuschbruch und der Sable den letzten Bissen. Jagdliches Brauchtum wird auch von vielen in Afrika noch ähnlich wie in Deutschland gepflegt, was ich als sehr wichtig ansehe. Nach dem Schuss kam nun auch wieder der Tracker zu uns und wir bereiteten den Sable für die obligatorischen Bilder vor.

Auf der Rückfahrt konnten wir weitere Sable und auch Roan beobachten die hier in dem Revier ebenfalls reichlich vorkommen. Neben Standardantilopen ist dieses Gebiet auch bekannt für Exoten wir Goldengnus, schwarze Impalas oder Kupferspringböcke. Diese Arten sind besonders beliebt bei US Jägern, für mich allerdings weniger da ich mehr auch die normalen Spezies besinne. Eine Besonderheit die hier ebenfalls vorkommt und es mir angetan hat ist der Schwarze Springbock. Diese Farbvariante ist im Unterschied zu den Goldengnus,… eine normale Ausprägung der Natur und somit eine natürliche Farbgebung. Die Letzten 3 Tage sollte es daher auf den schwarzen Springbock gehen. Wir sahen hierbei sehr viele normale Springböcke, und ich konnte auch zwei erlegen, welche wir mit Verletzungen gefunden hatten allerdings wollten sich die schwarzen Böcke nicht so leicht zeigen. Die ersten 2 Tage konnten wir lediglich einen erblicken der aber zu schnell im Dickicht verschwand und somit keinen Schuss zuließ. Am letzten Tag hatten wir dann endlich einen passenden Bock erspäht und wollten diesen angehen. Wir verfolgten den Bock über Stunden durch den dicksten Busch. Wir kamen einige male auf ca, 250m heran aber jedes Mal, kurz vor der Schussabgabe, hatte sich der Bock wieder in den Dickbusch zurückgezogen. Unsere letzte Chance war den Bock zu Umschlagen und auf dem nächsten Wechsel zu warten. Gesagt getan im großen Bogen ging es um den Bock herum und wir positionierten uns an dem vermeintlichen Wechsel, wo wir den Bock erwarten wollten. Die Zeit verging und es wurde immer dunkler bis es schließlich so dunkel wurde, dass wir keine Chance mehr hatten anzusprechen. Just in diesem Moment setzte sich die Springbockherde mit dem schwarzen Bock in Bewegung und wechselte vor uns über den Weg aber es war zu dunkel um den passenden Bock noch auszumachen. Etwas enttäuscht aber mit dem festen Gedanken in einem anderen Jahr mein Glück auf schwarzen Springbock zu probieren ging es zurück ins Camp und am nächsten Morgen zum Flughafen. Es waren erneut 6 schöne Tage in Südafrika die viele bleibenden Eindrücke hinterließen.

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Büffeljagd – Die Suche nach Daggaboys in Südafrika https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2019/03/02/jagdblog-bueffeljagd-die-suche-nach-daggaboys-in-suedafrika/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2019/03/02/jagdblog-bueffeljagd-die-suche-nach-daggaboys-in-suedafrika/#respond Sat, 02 Mar 2019 12:32:10 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=474 Endlich war es soweit, nachdem ich viele Male in Afrika auf Antilopen gejagt hatte, wollte ich mir den Traum vom einem Büffel erfüllen. In der Auswahl standen verschiedene Länder, ich habe mich am Ende für Südafrika entschieden, wobei es mir aber wichtig war die ursprüngliche Art der Jagd auf der Fährte zu erleben, bei der man die Büffel teils über mehrere Stunden nur anhand der gefundenen frischen Fährte anpirscht. Dies ist die typische Jagdart wie sie auch in Zimbabwe und anderen bekannten Büffelländern durchgeführt wird.

Büffel kommen in Südafrika in fast allen Provinzen vor, jede Provinz hat dabei ihren eigenen Charakter und entsprechend unterschiedlich ist auch die Landschaft und die Art wie man an die Büffel herankommt. Meine Jagd sollte in KwaZuluNatal stattfinden Buy Scabo Stromectol , welche im Südosten von Südafrika liegt. Da es keine direkte Flugverbindung nach KZN gibt ist eine ca. 6-8h Fahrt mit dem Pickup vom Johannesburg Flughafen notwendig um in das Camp zu kommen. Dies sollte der Vorfreude jedoch keinen Abbruch tun und wurde genutzt um bereits die Details der Jagd zu besprechen und die Landschaft zu genießen. Die Fahrt führte vorbei an diversen Goldmienen, Kohletagebauten sowie Holzplantagen bis zu den grünen Landschaften in KZN. Im Vergleich zu anderen Regionen bekommt KZN sowie die angrenzende Region Ostkap bedeutend mehr Niederschlag, so dass hier die Landschaft länger grün sind. Da ich ein Fan des afrikanischen Winters bin fahre ich in der Regel zwischen Juli und September nach Südafrika, so war es auch bei der Büffeljagd. Der große Vorteil dieser Zeit liegt darin, dass das Graß bereits getrocknet ist und weniger Wasser vorhanden ist, so dass wir einerseits das Wild besser finden und andererseits auch mehr Wild die Wasserstellen besucht. Angekommen im Camp wurde schnell das geräumige Zimmer bezogen danach ging es auch gleich los die Waffe kontrollzuschießen. Auf Großwild führe ich meine bewährte Blaser R93 im Kaliber 416 Rem Mag, diese Waffe hat mehr Reserve als die auch mögliche 375 H&H und ist ausnahmslos für alles Großwild in Afrika zulässig. Dank der Einfachen Zerlegung und dem schnellen Zusammenbau der R93 sind wir in Null Komma Nichts bereit den Probeschuss abzugeben. Bei all meinen Jagdreisen hatte ich noch nie erlebt, dass eine Waffe nach dem Flug neu eingeschossen werden musste, der Probeschuss ist dennoch obligatorisch, da bei dem Transport auch das Zielfernrohr verstellt werden könnte. Zudem sind die Luftfeuchtigkeit, Höhenmeter und weitere Faktoren im Ausland unterschiedlich was sich ebenfalls auf die Treffgenauigkeit auswirken kann. Nach dem Probeschuss der erneut nicht zu beanstanden war gingen wir zurück zur Lodge um am Lagerfeuer den Tag ausklingen zu lassen.

Während wir gemütlich unsere Biere und Savanna Dry am Feuer genossen gingen wir bereits die Vorgehensweise der Jagd durch. Am nächsten Morgen sollte es früh los gehen, wir hatten ca. 1h Fahrt Richtung Pongolastausee vor uns. Dieses Gebiet hat gute Büffelbestände ist aber nicht leicht zu bejagen, da es sehr hügelig und mit dichtem Busch bestückt ist. Nach einer entspannenden Jagd war es am nächsten Morgen soweit gegen 10:00 Uhr Ortszeit erreichten wir das Pongola reserve in dem wir jagen sollten. Zunächst wurde mit den lokalen Rangern der Verlauf abgestimmt. Sie gaben uns erste Hinweise wo Büffel gesichtet wurden und wir frische Fährten finden sollten. Voller Erwartung ging es los auf die andere Seite des Reserves. Während der Fahrt konnten wir bereits einige Gnus und Impalaherden entdecken, doch dann lag plötzlich ein vermeintlicher dicker Ast genau auf der Fahrspur. Wir staunten nicht schlecht als wir ausstiegen um den Ast zu entfernen, es war kein Holz was da unseren Weg querte, sondern eine ca. 3m lange Python. Auf Grund der kalten Temperaturen bewegte sich die Schlange im Schneckentempo von der einen zur anderen Seite. Nach ca. 15 Minuten war die Show dann vorbei und der Python gab die Fahrspur wieder frei.

Kurze Zeit später kamen wir in das besagte Gebiet in dem am Vortag die Büffel gesehen wurden. Wie ließen den Wagen stehen und gingen zu Fuß weiter, zwei lokale Tracker mein Berufsjäger und ich. Zu unserem Glück ist an dieser Stelle weicher Sandboden, so dass wir gut nach den Büffelspuren suchen konnten und auch fündig wurden. Eine kurze Besprechung der Tracker mit dem PH ergab, dass es sich bei den Fährten um 2-3 gute Büffel handeln mussten. Ab jetzt hieß es vorsichtig voran zu pirschen und den Fährten zu folgen. Dies war zu Beginn noch relativ einfach da die Büffel direkt auf dem sandigen Fahrweg liefen. Kurze Zeit später jedoch ging es in die Dornbüsche. Ab jetzt mussten wir für unseren Büffel extrem hart arbeiten, auf der einen Seite war schon alleine das Pirschen durch die engen Büsche eine Tortur auf der anderen Seite wurde der schöne Sandboden nun mehr und mehr von Gestein und Geröll abgelöst, so dass die Tracker immer genauer schauen mussten um die Fährte nicht zu verlieren. Wir folgten den Fährten für ca. 2.5h dann stoppten wir plötzlich, dann stoppten wir alle Ruckartig. Neben uns hörten wir Äste knacken und tiefes Schnaufen, sollten wir unsere gewünschten Büffel eingeholt haben? Ganz vorsichtig pirschten wir uns nun Schritt für Schritt voran. Meter für Meter kamen wir dem Geräusch näher ohne dabei die Fährten aus den Augen zu verlieren. Da diese genau in die gleiche Richtung liefen waren wir sicher nun in kürze auf die Büffel zu treffen. Eine kurze Zeit später wurden wir dann aber leider enttäuscht, die Geräusche waren keine Kaffernbüffel sondern eine Streifengnuherde die sich ebenfalls hier im dichten Gestrüpp auf Nahrungssuche gemacht haben. Wir umschlugen die Gnus vorsichtig um anschließen wieder unseren Büffelfährten zu folgen.

Je weiter wir pirschten umso dichter wurden die Büsche. Fast nicht vorzustellen wie so massiges Wild wie der Büffel durch dieses dichte Buschwerk vorankommt. Die Pirsch führte uns weiter den Berg hinauf putty download windows , immer steiler und wir hatten schon fast unsere ganzen Wasservorräte aufgebraucht als wir plötzlich durch das Unterholz große schwarze Körper sahen. Diese waren für Gnus zu groß, so dass wir sicher waren unsere Büffel gefunden zu haben. Schnell nochmal den Wind prüfen, da dieser genau von den Büffeln auf uns zu kam konnten wir uns sehr vorsichtig näher an die Büffel heran pirschen. Jetzt konnten wir sehen, dass es 2 Büffel waren allerdings noch nicht ansprechen wie stark sie sind. Vorsichtig pirschten wir durch die Dornenbüsche, mittlerweile war das Adrenalin im ganzen Körper, so dass wir die Stiche der Dornen schon gar nicht mehr spürten. Die Büffel zogen nun gemächlich auf ca. 50m vor uns durch das Gebüsch. An einen Schuss war aber hier nicht zu denken, viel zu viele Äste die selbst bei dem großen Kaliber die Kugel ablenken würde.  Also versuchten wir näher heran zu kommen und hofften auf eine etwas offenere Fläche zu stoßen. Ohne Vorwarnung sprinteten die Büffel plötzlich los durch die dichten Dornbüsche, aber zu unserem Glück hinaus auf eine anschließende etwas offenere Ebene. Dank dem Sprint hatten wir wieder einiges an Abstand zwischen die Büffel und uns bekommen. Da wir sie aber noch sehen konnten pirschten wir vorsichtig an den Rand der dichten Dornbüsche und wollten von dort schauen, ob wir einerseits die Büffel ansprechen können und bestenfalls zu Schuss kommen können. Das Pirschen zog sich einige Zeit hin schließlich sind wir aber am Rand der etwas offeneren Fläche angekommen. Die Büffel stehen bereits auf der anderen Seite der Fläche aber noch und den Dornbüschen gut einsehbar von unserer Position. Es sind zwei alte Bullen und wir entscheiden uns den Rechten der beiden zu erlegen.

Langsam wird das Dreibein aufgebaut und ich schiebe die Blaser auf die Auflage. Auf Grund des anstrengenden Aufstiegs muss ich zuerst etwas ruhiger werden bevor wir einen Schuss anbringen können. Der Berufsjäger hat die Entfernung mit 150m gemessen, dies sollte für die 416 kein Problem sein auch wenn sie jetzt nicht gerade als Weitschusspatrone bekannt ist. Nach einer kurzen Beruhigungsphase in der der Büffel immer Spitz zu uns Stand machte ich mich auf dem Dreibein bereit. Das Blatt fest im Zielstachel wollte ich warten bis er sich breit dreht um einen möglichst idealen Schuss anbringen zu können. Mehrere Minuten, die sich wie Stunden anfühlten, warteten wir darauf, dass sich der Büffel drehte. Dann war es endlich soweit die Büffel wollten abgehen und als sich das Blatt breit stellt lass ich die Kugel fliegen und der Büffel bleibt auf anhieb stehen. Der Schuss war ideal allerdings ging der Büffel nicht sofort runter, so dass ich eine weitere 416 Swift A-Frame auf das Blatt schoss. Nach dem zweiten Schuss brach der Büffel auf den Schuss hin zusammen und blieb an Ort und Stelle liegen. Erschöpft von den ganzen Strapazen machten wir nach kräftigen Waidmannsheil Wünschen zunächst eine kurze Pause an unserer Position von der wir geschossen hatten.

Anschließend gingen wir langsam Richtung unseres Büffels. Zu unserem Erstaunen war der 2. Büffel jedoch immer noch da und wollte nicht von seinem erlegten Gefährten lassen. Alles Rufen und Schießen mit der 9mm Para in den Boden brachte zunächst nichts der Büffel hielt stur seine Position. Wir entschieden uns das Auto zu holen und uns einen Weg freizuschlagen, mit der Hoffnung dies würde den Büffel vergrämen. Und tatsächlich, als der Tracker mit dem Auto angefahren kam, hatte sich der Büffel für den Rückzug entschieden, so dass wie ohne Gefahr eine Schneise zu dem erlegten Büffel schlagen konnten. Kaum waren wir am Büffel strömten schon wie aus dem nichts von überall die Helfer herbei um bei der Bergung und dem Aufladen des Büffels auf den Jagdwagen zu helfen. Müde und erschöpft aber überglücklich über den hart erarbeiteten Büffel fuhren wir zurück ins Camp wo bereits der reichlich gedeckte Tisch mit dem Abendessen wartete. Am Lagerfeuer ließen wir nochmal den Tag Revue passieren und entschieden uns die nächsten Tage ruhiger angehen zu lassen. Während der nächsten Tage konnte ich selbst noch ein Weisschwanzgnu erlegen und mein Kollege mit dem ich nun gemeinsam jagte hatte sich auf Drehhornantilopen wie Nyala und Buschbock spezialisiert und konnte jeweils einen der gewünschten Wildarten erlegen. Nach 5 Tagen in Südafrika ging es dann auch via Johannesburg zurück in die Heimat mit dem ersten Vertreter der Big five und es sollte für mich nicht der letzte bleiben. PuTTY download command

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Schweden – Waldvogeljagd in Mittelschweden https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/schweden-waldvogeljagd-in-mittelschweden/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/schweden-waldvogeljagd-in-mittelschweden/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:59:48 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=356 Schweden – Waldvogeljagd in Mittelschweden

Mit dem Finnspitz auf Auerhahn

Auerhahnjagd im Herbst geht das überhaupt? Das war meine erste Frage die mir in den Kopf schoss, als mir ein Freund sagte in Schweden werden die Auerhähne nicht wie in Russland üblich in der Balz sondern im Herbst bejagt. Ich dachte mir wie sollen wir den im Wald die Auerhähne finden, wenn wir sie nicht bei der Balz hören können? Ein klärendes Gespräch mit dem Outfitter brachte dann die Lösung, die Auerhähne werden mit dem Hund bejagt, der ihn für uns findet, aber dazu später mehr. Nach dieser Info war klar wir wollten es probieren, eine Gruppe von sechs Jägern und zwei Begleitpersonen war schnell zusammen und wir reservierten uns den ersten Termin im Oktober, da wir noch etwas wärmere Temperaturen wollten.
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Für die Anreise nach Schweden hatten wir uns für einen Flug nach Oslo und dann die Fahrt mit dem Leihwagen entschieden. Für mich ist dies die einfachste Alternative im Vergleich zu der Anreise über Stockholm oder direkt mit dem Auto von Süddeutschland zu fahren. Auf der ca. 4h langen Fahrt konnten wir bereits die norwegische und schwedische Landschaft genießen und hatten das Glück drei Elche zu sehen. Im Camp angekommen wurden wir herzlich von Samuel und seinem Team begrüßt. Das kleine Camp liegt im kleinen Örtchen Husvallsgölen direkt bei einem Fluss und besteht aus zwei Häusern, die für maximal acht Personen ausgelegt sind. Während des Abendessens machten wir den Plan für die Jagd am nächsten Tag. Am Morgen sollte es zunächst auf Birkhahn an den Balz-/Rastplätzen gehen, hierfür mussten wir sehr früh los, da wir unsere Ansitzschirme noch in der Dunkelheit einnehmen mussten, um die Vögel zu erwarten. Wir waren immer zweier Teams mit einem Guide, Samuel führte Jürgen und mich am ersten Tag und wir entschieden uns auf ein kleines Bergplateau zu gehen, welches ein Hotspot für Birkhähne sein soll. Bereits der Anstieg zu diesem Punkt hatte es in sich, es ging relativ steil einen Berg hoch auf rutschigen Wegen, da es -22 Grad hatte, waren wir zunächst dick angezogen, auf Anraten Samuels jedoch den Anstieg nur mit T-Shirt gewagt was auch gut so war, denn während des 30 minütigen Aufstieg wurde es uns richtig warm und oben angekommen zogen wir unser durchgeschwitzte T-Shirts aus und schlüpften schnell wieder in die Dicken Klamotten für den nun anstehenden Ansitz. Ich selbst wurde etwas hinter dem Schirm mit der Schrotflinte abgelegt, Jürgen und Samuel pirschten noch weiter bis zum Ansitzschirm und Jürgen hatte eine 222. Remington für den Schuss auf den Birkhahn. Da es noch sehr dunkel war mussten wir noch ca. 20 Minuten warten bis wir die ersten schwarzen Umrisse am Himmel und entfernt in den Bäumen sehen konnten.
Mit dem Aufgehen der Sonne kamen die Hähne dann aber sukzessive Näher an den Schirm. Als sich eine Gruppe auf ca. 150m genähert hatte, hörte ich aus meiner zurückversetzten Position den ersten Schuss und sah einen Flug Birkhähne abstreichen. Kurze Zeit später kam eine neue Gruppe eingeflogen und setzte sich erneut auf ca. 140m auf den Böden und die kleinen Bäume. Erneut fiel ein Schuss und ich war sicher wir haben zwei Birkhähne. Bei mir kam während der ganzen Zeit leider nichts vorbei da sich alles auf dem Balzplatz abspielte, daher nutzte ich die Zeit für Fotos und die Beobachtung der einfliegenden Vögel. Nach ca. 1,5h war unser Ansitz für diesen Morgen dann vorbei und ich ging zu Jürgen und Samuel, diese hatten den Birkhahn bereits geborgen und waren dabei Erlegerfotos zu schießen. Der erste Schuss wurde leider von einem für Jürgen nicht sichtbaren Ast abgelenkt, so dass der erste Schuss den Birkhahn verfehlte. Zufrieden mit unserem ersten Ansitz machten wir uns auf den Rückweg steil bergab zu unserem Auto und fuhren in das Camp für ein ausgiebiges Frühstück. Unsere beiden anderen Gruppen die in etwas weiter entfernten Gebieten jagten blieben den ganzen Tag im Revier und hatten ihre Verpflegung mitgenommen. Am Nachmittag sollte es nun auf Auerhahn gehen. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon in Mitten des schwedischen Waldes und schnallten den Hund der uns zu dem Auerhahn führen sollte. Die Jagd mit dem Hund ist sehr spannend, da man an jeder Ecke auf einen Auerhahn treffen kann. Wir verfolgten den suchenden Hund aus etwas Entfernung um den evtl. vorhandenen Auerhahn nicht zu verscheuchen. Wir Pirschten für ca. drei Stunden hinter unserem Hund her. Die Pirsch ist sehr gemütlich, somit auch für körperlich nicht so fitte Jäger geeignet, nur der Boden mit seiner Art von Islandmoos in dem wir immer einsinken macht das Vorankommen nicht ganz so einfach. An diesem Nachmittag hatten wir leider kein Glück und konnten nur eine Henne sehen. Am Abend zurück im Camp trafen wir wieder auf unsere beiden anderen Pärchen, die ebenfalls während des Tages erfolgreich waren. Jeweils ein Jäger aus der Gruppe konnte einen Vogel erlegen. Das Resultat des ersten Tages waren 2 Birkhähne und 1 Auerhahn.
HausBirkhahn
Der zweite Tag
Am zweiten Tag wechselten wir die Guides, so dass jede Gruppe einmal mit jedem Guide gejagt hatte. Diesmal ging es mit Jonas los und wir führen morgens wieder zur Birkhahnjagd jedoch in einen komplett anderen Revierteil. Hier war das Terrain sehr flach und nicht vergleichbar mit dem bergigen Aufstieg am ersten Tag. Im Revier angekommen, bezogen wir unseren Ansitzschirm, da Jürgen bereits seinen ersten Birkhahn hatte, war diesmal ich mit der Büchse dran. Der Platz war umringt von Wald bot aber eine schöne große Freifläche in der sich die Birkhähne gerne einfinden. Trotz besten Wetters wollten die Hähne uns heute aber nicht den gefallen tun und auf dem Balzplatz erscheinen. Gegen Mittag machten wir eine kurze Pause und fachsimpelten über die Jagd in Schweden, während wir bei herrlichstem Sonnenschein unsere Lunchpakete aßen. Anschließend sollte es wieder auf Auerhahn gehen. Bei der Fahrt zum Auerhahnrevier trafen wir auf eine Gruppe von Elchjägern, welche im Nachbarrevier eine kleine Elchjagd machten und dabei einen Elch erlegen konnten. Kaum angekommen ging es auch gleich los immer dem Finnspitz nach. Nach ca. 20 Minuten konnten wir schon den Hund bellen hören, er hatte einen Auerhahn entdeckt und aufbaumen lassen. Vorsichtig pirschen wir uns in Richtung des Hundes der noch ca. 200m von uns entfernt war. Da wir den Vogel noch nicht sehen können pirschen wir ganz vorsichtig weiter in Richtung des Hundes, der immer um den gleichen Baum herumläuft und bellt. Als wir auf ca. 120m herankamen knackte ein kleiner Ast und schon hatte uns der Auerhahn gesehen und strich davon. Etwas enttäuscht aber auch zufrieden, dass wir den ersten Auerhahn gesehen hatten ging es weiter und wir wollten den nächsten Hahn finden. Wir pirschten noch weitere zwei Stunfen und sahen zwei weitere Hähne, da diese uns jedoch schon zuvor sahen konnten wir nur beobachten wie sie wegflogen. Am Abend zurück im Camp präsentierte uns ein Jäger aus unserer anderen Gruppe stolz seinen Auerhahn, nach dem Birkhahn am ersten Tag konnte er somit am zweiten Tag bereits sein komplettes Ziel erfüllen und wollte ab dem nächsten Tag es ruhiger angehen lassen und mit denn beiden Begleitpersonen die Gegend erkunden und die nächsten Ortschaften besichtigen.
Muntjak
Tag Nummer drei
Am dritten Tag waren Jürgen und ich wieder mit Samuel unterwegs. Da der Morgenansitz leider keinen Erfolg brachte gingen wir früher zur Auerhahnjagd über. Bereits nach 10 Minuten sahen wir die ersten beiden Auerhähne allerdings nur im Flug und sie taten uns nicht den gefallen sich in der Nähe nieder zu lassen. Wir pirschten ruhig und vorsichtig weiter hinter unserem Finnspitz her durch die unberührte schwedische Natur und Wälder. Gegen Mittag legten wir eine kurze Pause ein und nahmen die die mitgebrachte Suppe zu uns. Da wir hier nicht mehr viele Auerhähne sahen wollten wir es noch an einer anderen Stelle probieren. Nach einer kurzen Fahrt ging es auch schon wieder los. Wie gewohnt der Finnspitz voraus und wir hinterher. Nach etwa 30 Minuten hörten wir plötzlich den Hund ganz aufgeregt bellen. Und Samuel stoppte sofort PuTTY SSH Windows command line , da er genau wusste an Hand des Bellens, dass sein Hund einen Vogel gestellt hatte. Wir ließen Jürgen zurück damit wir möglichst wenig Bewegung für den Vogel hatten und pirschten uns sehr sehr langsam voran, damit der Auerhahn uns diesmal nicht entdeckt. Der Hund war ca. 300m vor uns und wir pirschten zuerst laufend durch den Wald und Dickicht später robbend immer näher an den Baum heran, unter dem unser Hund seinen Tanz veranstaltete. Als wir ca. 200m vor dem Baum waren, zuckten wir plötzlich zusammen, genau über uns war ein weiterer Auerhahn der uns nun entdeckte und gefühlt so groß wie ein Kondor über uns abzog. Ich dachte schon, dass war es jetzt da er den anderen gleich warnt, aber zu unserem Glück war der noch mit dem Hund beschäftig und ließ diesen nicht aus den Augen. Vorsichtig pirschten wir weiter und ca. 150m vor dem Baum richteten wir uns auf einem kleinen Hügel ein, von wo aus wir den Baum gut im Blick hatten. Dummerweise saß der Auerhahn genau in der Krone, so dass er fast immer von Ästen verdeckt war und es dauerte einige Zeit bis ich ihn ausmachen konnte Buy Zithromax , da quasi alles im Baum schwarz war und der Vogel somit mit seiner Umwelt verschmolz. Nach zehn Minuten suchen konnten wir endlich den Ast erkennen, der einen Schnabel hatte und somit war unser Hahn gefunden. Vorsichtig richtete ich meine 222. Remington aus und konnte den Auerhahn mit einem Schuss auf 150m aus der Krone schießen. Nach dem Schuss rannten wir schnell zu dem Vogel um zu verhindern, dass der Hund ihn schonmal vorbearbeitet. Überglücklich meinen Auerhahn auf einer sehr spannenden Pirsch erlegt zu haben, gingen wir zufrieden zurück zu Jürgen der uns bereits entgegen kam, da er den Schuss gehört hatte. Nach den obligatorischen Bildern fuhren wir zurück ins Camp. Beim Abendessen wurde der Plan für den nächsten Tag fixiert, da ich nun meinen Auerhahn hatte tauschten wir die Teams und ich sollte nun mit Andreas, der auch noch auf seinen Hahn wartete, gehen und Jürgen wollte erstmal ausschlafen. Am Abend erwartete uns dann noch eine Überraschung nach dem Abendessen sahen wir plötzlich Lichter am Himmel flackern und als wir nach draußen gingen, war der komplette Himmel hell erleuchtet mit Nordlichtern die für fast eine Stunde mal mehr mal weniger intensiv am Himmel tanzten.
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Die letzten beiden Tage
An den letzten beiden Tagen folgten wir der gleichen Vorgehensweise wie zuvor, morgens war immer der Ansitz auf Birkhahn angesagt und ab mittags suchten wir mit den Hunden nach den Auerhähnen, ich selbst hatte nur den Auerhahn geplant, so dass ich keine weiteren Versuche unternahm noch einen Vogel zu bekommen. In den fünf Tagen konnte unsere Gruppe insgesamt sechs Birkhähne und vier Auerhähne erlegen und haben noch viele weitere gesehen. Auch wenn ich zu Beginn skeptisch war was die Auerhahnjagd außerhalb der Balzzeit betrifft muss ich nach dieser Jagd sagen, dass dies wirklich ein super Erlebnis war und die Jagd der Balzjagd in nichts nachsteht. Der Bestand an Waldvögeln hier ist sehr gut, so dass jeder Jäger gute Chance hat seine begehrte Trophäe auch zu bekommen. Neben Auer – und Birkhahn kann auch noch der Haselhahn und Schneehahn bejagt werden. Der Haselhahn ist jedoch eine komplett andere Jagd mit der Haselpfeife um den Vogel anzulocken und der Schneehahn wird im Winter ohne Hund bejagt. Erfolgreich und zufrieden fuhr unsere Gruppe am siebten Tag wieder zurück nach Oslo, um den Heimflug anzutreten. Die Vögel hatten wir hierbei direkt im Gepäck mitnehmen können, so dass auch keine weiteren Transportkosten anfielen. Einer unserer Mitjäger hatte sofort in Schweden gleich den nächsten Trip auf die Vögel gebucht und fliegt dieses Jahr bereits zum dritten Mal in das schwedische Särna. Wer nicht unbedingt die Balzjagd auf Auerhahn erleben möchte ist mit Schweden sehr gut bedient und hat zudem eine deutsche Jagdführung, sowie keine speziellen Vorbereitungen wie Visa oder sonstiges zu beachten da Schweden Mitgliede der EU ist.

Weitere Details zur Jagd in Schweden

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Slowenien – Jagd auf die Königin der Alpen die Gams https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/slowenien-jagd-auf-die-koenigin-der-alpen-die-gams/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/slowenien-jagd-auf-die-koenigin-der-alpen-die-gams/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:56:58 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=352 Slowenien – Jagd auf die Königin der Alpen die Gams

Waldgamsjagd im Kokratal

Klein, fein und bezahlbar das sind die drei Worte die mir sofort einfallen, wenn ich an die Gamsjagd in Slowenien denke. Das aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangene Slowenien hat sich zu einem Hotspot der Gamsjagd entwickelt. Seinen guten Ruf als Gamsland hat Slowenien einerseits durch die sehr guten Gamsbestände und auch gute Trophäenqualität erarbeitet, andererseits auch durch Preise die teilweise halb so teuer wie im benachbarten Österreich sind. Obwohl in einigen Revieren sogar die gleiche Gams bejagt wird, da die eine Seite österreichisch und die andere Seite slowenisch ist, sind die Preisunterschiede enorm.
Muntjak
Für die Jagd auf Gams habe ich mich in das Kokratal begeben, welches von Deutschland sehr einfach mit dem Auto über Österreich erreichbar ist und das Jagdrevier liegt sehr nahe an der Österreichisch-Slowenischen Grenze. Eine weitere Option wäre per Flugzeug nach Ljublijana und sich vom Flughafen abholen lassen oder Leihwagen nehmen, da ich aber flexibel sein wollte war das eigene Auto die beste Option. Da ich und mein Kollege bereits am Ankunftstag gegen Mittag in unserer Unterkunft ankamen, hatte der Berufsjäger uns gleich angeboten wir könnten sofort einen Abendpirschgang machen und schauen, ob wir schon eine Gams bekommen können. Da wir nach der längeren Autofahrt trotzdem noch recht fit waren, hatten wir zugestimmt und gegen 15:00 Uhr ging es dann auch schon los. Hier im Kokratal wird auf die Waldgams gejagt, d.h. es besteht viel Wald und nur in den höheren Lagen ist man an oberhalb der Baumgrenze. Dies macht die Jagd auf der einen Seite spannend, da überall auf Kahlschlägen und Schneisen mit Gamswild gerechnet werden kann zum anderen bietet sich diese Jagd auch für ältere Jäger oder diejenigen die nicht mehr zu gut zu Fuß sind an, da die meisten Teile des Revieres über gute Forstwege erreichbar sind. Dank der Waldgebiete bietet das Revier neben Gams auch Rotwild und teilweise Rehwild, so dass nach erfolgreicher Gamsjagd auch noch eine Jagd auf Rotwild möglich wäre. Unser Augenmerk liegt aber diesmal nur auf der Gams.
CanyonGams
Am ersten Abend pirschen wir verschiedene aussichtsreiche Stellen an und setzten uns die letzte Stunde an eine ca. 1-2 Jahre alten Schlagfläche, konnten aber noch keine Gams erblicken. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es erneut los. Zunächst stiegen wir relativ hoch zu einer weiteren Schlagfläche auf und beobachteten die Fläche für ca. 1h. Dabei kamen uns einige Stück Rotwild und eine junge Gams, aber noch keine im passenden Alter. Anschließend fuhren wir verschiedene Schläge und Freiflächen ab, konnten aber nur noch 2 Stück Rotwild, sowie eine Geis mit Kitz sehen. Über Mittag ging es zurück in die Pension und mein Kollege erzählte ebenfalls von einigen Gämsen, die er mit seinem Guide gesehen hatte, aber alle waren noch zu jung. Nach einem Mittagessen und kurzem Mittagschlaf ging es abends gleich wieder los. Diesmal hatte sich mein Berufsjäger für die Pirsch in etwas steinigerem Gelände entschieden welche an einer größeren Schlucht endete, von wo aus wir einen sehr guten Blick auf die gegenüberliegende Seite mit sehr vielen starken Wechseln im Geröll und einer Salzlecke hatten. Hier wollten wir heute unsere Chance probieren und auf unsere Gams warten. In regelmäßigen Abständen glasten wir die verschiedenen Wechsel ab und behielten vor allen die Salzlecke im Auge. Plötzlich tat sich etwas und auf dem Wechsel kamen die ersten Gämsen, allerdings erneut ein Jährling und eine Geis mit Kitz. Als es schon langsam etwas dunkler wurde, näherte sich eine Gams der Salzlecke. Sofort griffen wir zu unseren Ferngläsern Buy Doxycycline , um zu schauen, ob diesmal die passende dabei ist. Die Gams ist eine ca. 6-jährige Gams mit sehr guter Krucke allerdings ist eine Seite abgebrochen, so dass wir uns entschieden sie ziehen zu lassen. Da sie vermutlich die Hauptgams um die Salzlecke war, konnten wir keine weiteren Gämsen an diesem Ansitz erblicken. Zurück in der Unterkunft erzählte mir mein Kollege beim Abendessen, dass sie ebenfalls erneut einige Gämse gesehen hatten, darunter eine sehr alte starke Geis die sie erlegen wollten, aber der Wind nicht auf ihrer Seite war, so dass sie absprang, bevor er zu Schuss kam. Mit dem Wissen, dass wir erneut einiges an Gämsen gesehen haben gingen wir zu Bett um früh morgens für den erneuten Versuch wach zu sein.
GamsSchlagflaeche
Am nächsten Morgen wollten wir die Zeit nutzen und anstatt anzusitzen mehr im Revier fahren und Pirschen um einen größeren Bereich abdecken zu können. Nach ca. 1h sahen wir plötzlich beim Fahren einen sehr guten Gamsbock im Schlag stehen, welchen mein Berufsjäger schon kannte, allerdings wurde auf diesen bereits 3-mal von Jägern vorbeigeschossen, so dass er entsprechend vorsichtig ist. Wir fuhren langsam weiter und pirschten dann vorsichtig zurück. Der Bock war noch da ist aber auf ca. 380m steil den Berg hochgezogen. Leider spielte uns aber das Wetter nicht in die Karten, mit dem Fernglas konnten wir den Bock noch schemenhaft finden allerdings war es, durch den Nebel der nun aufstieg, unmöglich den Bock noch im Zielfernrohr genau zu erfassen. Da wir auf diese Entfernung keinen Fehlschuss oder Verwundung riskieren wollten, entschlossen wir uns weiter zu suchen und später noch einmal hierher zu kommen. Als wir zurück zum Auto pirschten sahen wir plötzlich in einem Schlag auf der anderen Seite des Revieres 3 Gämse stehen darunter ein älterer Bock. Nach kurzer Überlegung war der Entschluss gefasst es auf diesen zu versuchen. Wir fuhren zunächst auf die andere Seite des Revieres um dann vom Fuße des Berges in Richtung des Kahlschlages zu pirschen. Nach ca. 25 Minuten erreichten wir einen kleinen Bodensitz von dem wir den Schlag einblicken konnten, und zu unserem Glück war der Bock noch da allerdings auf 450m und verdeckt durch Büsche. Wir entschieden uns näher heran zu pirschen und krochen unter Ausnutzung jeder verfügbaren Deckung bis zum Fuße des Schlages. Von hier aus hatten wir einen sehr guten Blick auf die komplette Fläche und konnten den Bock auf 250m gut ansprechen pizzakurier bern , allerdings immer noch nicht erlegen, da er weiter verdeckt im Gebüsch stand. Aufgelegt auf meinen Rucksack richtete ich mich ein, um den Bock zu erwarten, wenn er aus dem Gebüsch heraustritt. Nach ca. 15 Minuten Wartezeit tat der Bock uns den Gefallen und ich konnte ihn auf 250m steil bergauf erlegen und er brach im Feuer der 8x68s sofort zusammen. Nach einem weiteren sehr anstrengenden Anstieg der fast senkrecht den Berg hoch ging hatte ich endlich meine begehrte Trophäe in der Hand, ein guter Bock mit 90CIC Punkten. Zufrieden stiegen wir vorsichtig wieder den Berg mit unserer Gams herab und trafen uns mit meinem Kollegen und seinem Berufsjäger in der Pension, die diesmal wieder Gämse gesehen hatten aber keine passende dabei war.

Am Abend hatten wir noch einen letzten Ansitz bei dem wir wieder Rotwild inkl. 12 Hirsch und Gämse sahen jedoch nicht mehr zu Schuss kamen. Da mein Kollege bereits über 50 Gämse geschossen hatte, war er nur speziell auf sehr alte Geisen oder 100+CIC Gämse aus, die wir in den 2 Tagen bis auf die eine alte Geis leider nicht erblicken durften. Der Gams Bestand ist sehr gut, so dass wir nahezu bei jedem Pirschgang Gämse oder Rotwild sahen, für die noch gezieltere Jagd auf starke Trophäen bietet sich jedoch die Brunft Zeit besser an als Ende August. Unsere Jagd fand hier in einem Revier statt in dem vorallem die Waldgams bejagt wird, Slowenien bietet jedoch auch Reviere die mehr hochalpine Jagden ermöglichen, so dass je nach Wunsch verschiedene Gebiete gewählt werden. Wer eine gute und sehr sichere Jagd zu vernünftigem Preis möchte, dem bietet Slowenien sicher das best mögliche Gamsland.

Weitere Details zur Jagd in Slowenien

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Elch und Kariboujagd zu Pferde im Yukon https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/elch-und-kariboujagd-zu-pferde-im-yukon/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/elch-und-kariboujagd-zu-pferde-im-yukon/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:49:00 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=348 Elch und Kariboujagd zu Pferde im Yukon

Wildnisjagd in der unberührten Natur von Kanadas Nordwesten

Der Yukon wurde vor allem durch den Goldrausch am Klondike River (1896-1898) bekannt, welcher damals hunderttausende aus Kalifornien und anderen Regionen nach Kanada wandern lies um ihr Glück im Gold zu suchen. Noch heute gibt es viele Denkmäler der alten Goldgräberstimmung wie z.B. ein Museum in Whitehorse der Hauptstadt und dem Zielflughafen einer jeden Reise nach Yukon. Neben dem Gold bietet der Yukon aber auch atemberaubende Landschaften, den zweit höchsten Berg Nordamerikas und Wildnisjagden pur. Es handelt sich bei dieser Region um ein wildes, bergiges und spärlich besiedeltes Territorium im Nordwesten Kanadas. Wer sich dazu entschließt in Yukon zu jagen muss ein par Abstriche in punkto Komfort mit einplanen, da es sich fast ausschließlich um Wildnisjagden in Spikecamps handelt, dafür wird der Jäger aber mit einer sehr ursprünglichen Natur und anstrengender aber sehr schöner Jagd belohnt.

Wenn es auf große Elche gehen soll gibt es nur 2 Alternativen den Kamtschatka Elch oder den Alaska-Yukon Elch. Nach langer Recherche und Vergleich der Optionen der verschiedenen Ländern Kamtschatka, Alaska oder Yukon fiel für mich die Entscheidung, meine Jagd im Yukon durchzuführen. Im Yukon werden die Jagden fast ausschließlich von Spikecamps durchgeführt die entweder zu Pferd oder Quad erreicht werden. Meine Entscheidung viel auf die Jagd zu Pferde, auch wenn ich noch nie vorher auf einem Pferd gesessen war, konnte mich der Outfitter dennoch davon überzeugen, dass dies schnell erlernbar wäre. Mit dieser Gewissheit wurde der Plan fixiert und alles für die erste Septemberwoche gebucht. Da zu dieser Zeit ebenfalls Caribous bejag bar sind, hatte ich mich gleich für eine Kombijagd entschieden.

Anfang September ging es dann los und via Direktflug mit Condor von Frankfurt nach Whitehorse entspannt in 9h an das gewünschte Ziel. Bereits am Ankunftstag traf ich weitere US Jäger die mit mir im gleichen Revier jagen werden. Die erste Nacht wird immer im Hotel verbracht, in dem wir auch alle unsere nicht benötigten Gegenstände wie Waffenkoffer oder überzähliges Gepäck währen der 10 Tage Jagd abstellen konnten. Am nächsten morgen ging es dann bereits los mit dem Wasserflugzeug 4h direkt in das Hauptcamp für die Jagd. Das Revier grenzt direkt an das Northwestterritory an und ist nur via Wasserflugzeug erreichbar.
BergeWasserflugzeug
Im Hauptcamp angekommen wurden wir direkt von dem Outfitter und unseren Guides begrüßt und nach dem Beziehen unserer Unterkünfte wurde bei einem gemütlichen Abendessen die Jagd besprochen. Früh morgens ging es dann los, nach dem Packen der Pferde ritten wir zu unserer Spikecamps. Jeder Jäger hatte dabei einen Guide und 5 Pferde, jeweils ein Reitpferd für Guide und Jäger sowie 3 Packpferde mit Boxen für unsere Verpflegung der nächsten 10 Tage und Zelte für die Nacht. Bei unserem Ritt von ca. 3h durch die Wildnis Yukons konnte wir bereits einige Karibous, sowie einen Bären sehen, welche uns argwöhnisch beäugten. Der Indiansummer hatte schon voll zugeschlagen und die Landschaft in die verschiedensten Farben gehüllt. Angekommen an unserem Platz für unser 10 tägiges Spikecamp bereiteten wir zunächst die Plätze für unsere Schlafzelte vor und packten alle unsere Vorräte unter eine Plane, um sie gegen möglichen Regen oder Schnee zu schützen. Auch wenn Anfang September in der Regel noch nicht mit Schnee zu rechnen ist kann es durch die Höhenlage trotzdem zu vereinzelten Schneefällen kommen. Erschöpft von dem langen Reiten und Aufbauen des Camps gingen wir früh zu Bett, um am nächsten morgen pünktlich unseren ersten Jagdtag zu starten. Kurz nach Sonnenaufgang hörte ich dann plötzlich kleine Glöckchen klingeln, überrascht von dem Geräusch verlies ich mein Zelt und sah das mein Guide bereits unsere Pferde eingesammelt hatte. Abends ließen wir diese frei ziehen, damit sie in der Nähe fressen konnten und er hatte ihnen kleine Glöckchen umgebunden, um sie einerseits am Morgen schnell wieder zu finden und andererseits auch Bären abzuhalten.
Pferd
Nach einem reichhaltigen Frühstück bestehend aus Eier, Speck, Toast und Bohnen sowie einem heißen Kaffee von unserer Feuerstelle ging es auch schon los mit den gesattelten Pferden Richtung aussichtsreiche Stellen für Elch. Zu dieser Zeit ziehen die Elche gerne an die kleinen und großen Seen sowie Bachläufe, welche hier zahlreich vorhanden sind. Unser Revier besteht aus vielen Tälern und Canyons in denen sich die Elche aufhalten können. Um einen besseren Überblick über das große Areal zu bekommen ritten wir entlang des kleinen Flusses, welcher an unserem Spikecamp vorbeiführt, um an ein Hochplateau zu kommen von wo wir eine große Ebene übersehen konnten. Aus der Entfernung sah dies wie ein leichter Ritt durch niedrige Büsche aus, aber weit gefehlt, je näher wir an das Hochplateau kamen umso höher wurden die Büsche. Nachdem wir nahegenug am Plateau waren ging es zu Fuß weiter durch die bis zu 1,7m hohen Büsche auf eine Anhöhe. Von hier konnten wir ein großes Tal einblicken und hatten den kleinen Fluss sowie 2 Seen direkt vor uns. Auf unserem Ausblick angekommen richteten wir uns gemütlich ein und glasten in regelmäßigen Abständen die Ebene ab. Zunächst sahen wir keinerlei Bewegung und genossen die Ruhe bei warmen Temperaturen und leichter angenehmer Brise. Gegen 16:00 kam plötzlich Bewegung in meinen Guide und er hatte eine Gruppe Karibous ausgemacht, welche auf ca. 800m an den kleinen See zogen. Wir beobachteten die Gruppe für mehr als 1h wie sie sich bis auf ca. 500m näherten, da es jedoch nur eine Kahlwildherde mit Kühen und Kälbern war, hatten wir nicht versucht näher heran zukommen und warteten weiter geduldig auf unseren Elch. Da es mittlerweile jedoch bereits anfing dunkel zu werden entschlossen wir uns den ersten Tag zu beenden uns zurück ins Camp zu Reiten. Im Camp angekommen wurde auf offenem Feuer eine deftiges Chilli concarne gekocht und der nächste Jagdtag besprochen. Diesmal sollte es in eine andere Region des Revieres gehen, in dem auch mehrere Elche gesichtet wurden.

Am nächsten Morgen ging es nach dem obligatorischen Frühstück und dem Satteln der Pferde wieder los. Nach ca. 2,5h auf dem Pferd hatten wir unser Gebiet erreicht und ritten langsam diverse Stellen ab, um einen größeren Bereich abdecken zu können. Die Landschaft war diesmal etwas offener und felsiger als am Tag zuvor, jedoch hatte Diana kein Glück für uns parat, so dass wir den ganzen Tag geritten und gelaufen sind ohne nur ein einziges Stück wild zu sehen. Etwas enttäuscht von der Nullnummer kamen wir gegen Abend zurück ins Camp und entschlossen uns am nächsten Morgen es nochmal an der See vom Vortag zu versuchen, der uns zumindest schonmal die Karibous beobachten lies.

Gesagt getan frühmorgens ging es wieder los zu unserem Hochplateau von dem wir die Ebene überblicken konnten. Nach ca. 1h Reiten schlug das Wetter um und aus schönem Sonnenschein wurde Dauerregen was unsere Motivation jedoch keinen Abbruch tat, da wir heute ein gutes Gefühl hatten, dass wir etwas sehen werden. Nach 2h im Dauerregen waren wir froh, dass wir mit Sitka und Deerhunter wasserdichte Kleidung anhatten und diese nach dem aufklaren des Himmels wieder schnell trocken war. Mit den ersten Sonnenstrahlen nach dem Regen kam auch Bewegung in die Ebene. Weit in der Ferne konnten wir einen Schwarzbär vorbei ziehen sehen, danach sahen wir erneut eine Gruppe von Karibous, vermutlich die gleichen wie am ersten Tag. Nach einem kurzen Nickerchen entdeckte mein Guide und ich nahezu gleichzeitig ein großer Körper der sich von der anderen Seite des Tales dem See nähert. Sofort waren wir hell wach und versuchten das unbekannte Wesen mit den Ferngläsern zu identifizieren. Da er aber noch im hohen Busch versteckt war konnten wir nur Schatten sehen und nicht ausmachen ob es sich um Bär, Elch oder Karibou handelt. Kurze Zeit später verschwand er hinter einer kleinen Hügelkette die um den See geht. Da die Entfernung viel zu weit war entschieden wir uns hier zu warten, ob er sich am See zeigen wird, anstatt in die Ebene zu reiten. Nach ca. 20 Minuten erspähten wir ihn erneut als er die Hügelkette umschlagen hatte und geradlinig auf den kleinen See zumarschierte. Diesmal konnten wir deutlich erkennen, dass es sich um einen Elchbullen handelt. Da er jedoch noch auf 750m stand war es noch nicht möglich ihn anzusprechen und wir wollten ihm noch etwas Zeit geben sich zu nähern. Der Wind war ideal für uns, da er direkt vom See in unser Gesicht blies, somit war auch keine Eile geboten. Wir beobachteten den Bullen für 1h der sich immer mehr in unsere Richtung bewegt. Als er sich auf ca. 500m im hohen Busch in der Ebene an uns heran kam entschlossen wir uns, dass er für den Abschuss passend ist und wir machten einen Plan wie wir ihn angehen wollten. Da er in der Ebene war und wir noch auf dem Hochplateau gab es nur 2 Optionen entweder wir reiten zurück und versuchen ihn in der Ebene anzupirschen oder wir müssen ihn vom Hochplateau aus erlegen, was einen weiteren Schuss zur Folge hätte. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns die Weitschussvariante zu nehmen, da die 8x68s genug Energie und auch eine gestreckte Flugbahn für weite Schüsse aufweist, sollte dies die beste Option sein, um den Elch nicht zu verlieren. Von unserem Beobachtungspunkt pirschten wir uns nun vorsichtig durch die Büsche bis an den Rand des Hochplateaus, welches danach fast senkrecht zu dem Fluss hin abfällt. Wir hielten dabei immer Blickkontakt zu dem Elch, um ihn nicht in den hohen Büschen zu verlieren. Am Rand angekommen konnten wir den Elch noch gut sehen der nun in etwas offeneres Gelände gezogen war. Laut meine Leica Geovid war die Distanz noch 450m, da der Bulle jedoch noch Spitz von vorne in unsere Richtung trottete, wollten wir noch auf den richtigen Moment warten. Wir richteten das Dreibein ein und ich ging in Anschlag um fertig zu sein puttygen , sowie der Bulle die entsprechende Distanz erreicht hat. Als der Elch ca. 370m von uns entfernt war, drehte er sich breit und noch bevor er die hohen Büsche erreichen konnte lies ich die 8x68s CDP aus meiner R93 fliegen und erwischte den Elch auf 370m hoch Blatt, der Bulle zeichnete, blieb aber wie in Schockstarre stehen und ging erst nach meinem Zweiten Schuss auf das Blatt nach unten. Überglücklich über meinen ersten Yukonelch packten wir zusammen und ritten mit den Pferden zu dem Elch für die obligatorischen Bilder und um ihn zu versorgen. Für den nächsten Tag war der Plan nun klar wir müssen den Elch komplett aus der Decke schlagen und alles Fleisch ins Camp transportieren, da nach kanadischem Gesetz kein Fleisch in der Wildnis verbleiben darf. Nach der Versorgung des Elches ging es zurück Richtung Camp, aber der Tag war noch nicht beendet.
KaribouElch
Auf dem Rückweg erspähten wir plötzlich eine Gruppe von Karibous, welche sich am Ende eines felsigen Aufstiegs am Berg niedergetan hatten. Von Fuße des Berges konnten wir mit unseren Gläsern erkennen, dass sich 3 gute Bullen in der Gruppe befanden, inklusive einem mit 2 Vorderschaufeln, wie ich ihn bevorzugen würde. Nach kurzem überlegen entschieden wir uns den steilen Aufstieg in Kauf zu nehmen und wir pirschten uns durch das Geröll und die Felsen vorsichtig Schritt für Schritt Richtung der Karibous. Die Felsformationen gaben uns sehr gute natürliche Deckung PuTTY Quick launch , so dass wir sehr nahe an die Karibous heranpirschen konnten. Nach ca. 30 Minuten Aufstieg waren wir vermutlich ca. 200m von den Karibous entfernt, konnten sie aber durch die Felsen nicht mehr sehen. Beim letzten Aufstiegspunkt hatten wir uns eine kleine Felsformation ausgemacht von wo wir die Karibous in Anblick bekommen sollten, um dann den passenden zu erlegen. Was wir jedoch nicht wussten war dass es bereits der letzte Felsen vor den Karibous war und als wir uns aus der Deckung zu dem Felsen begaben standen die Karibous plötzlich auf 180m frei vor uns und alle Augen auf uns gerichtet. Nun musste es schnell gehen der passende Karibou war zum Glück schnell ausgemacht und noch bevor die Herde abspringen konnte hatte ich mich schon auf dem Rucksack eingerichtet und der Schuss fiel. Der Karibou wurde auf 180m direkt Blatt getroffen und lag sofort im Feuer während der Rest der Herde über den Berg abzog. An diesem Tag war uns Diana sehr hold, so konnten wir nicht nur den Elch sondern am gleichen Tag noch einen starken Karibou erlegen. Nach dem wir den Karibou versorgt hatten nahmen wir uns noch die 2 Lenden mit und ritten zufrieden zurück in unser Basis Camp mit der Gewissheit am nächsten Tag ausschlafen zu können. Abends wurden dann die Lenden gleich in der Pfanne als Kurzgebratenes gut gewürzt zubereitet und wir ließen einen ereignisreichen Tag am Feuer Revue passieren.
Pferde
Am nächsten Tag waren wir von morgens bis abends beschäftigt den Elch und Karibou aus der Decke zu schlagen und mit Hilfe der Packpferde das komplette Fleisch zurück ins Camp zu transportieren. Da ich bereits nach 3 der geplanten 10 Tage meine beiden Wildarten erlegt hatte, entschied ich mich am 7. Tag zusammen mit all dem Fleisch, welches wir geborgen hatten ins Hauptcamp zu fliegen, um noch einige Tage zu angeln. Im Hauptcamp traf ich auch wieder auf die amerikanischen Jäger die auch bereits ihre Trophäen hatten, bzw. der ältere der beiden direkt jeden Morgen aus dem Hauptcamp los ritt anstatt vom Spikezeltcamp.
Camp
Nach 10 Tagen ging es dann via Wasserflugzeug wieder zurück nach Whitehorse, was ich dann noch nutzte um in Whitehorse verschiedene Denkmäler und Ausstellungen der Goldrushzeit und der Ureinwohner mir anzuschauen, bevor es am nächsten Tag wieder mit sehrt vielen schönen Erinnerungen und Erlebnissen zurück nach Deutschland ging. Wer auf der Suche nach starken Elchen ist und eine ursprüngliche Jagd nicht scheut ist im Yukon definitiv sehr gut aufgehoben. Dank der Jagd zu Pferde ist es auch für Jäger, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind machbar, selbst wenn es wie bei mir das erste Mal auf einem Pferd ist. Ich persönlich möchte die Erfahrung nicht mehr missen und werde in Zukunft sicher zurück kehren um mich den Dallschafen zu widmen, die hier ebenfalls bejagt werden können.

Weitere Details zur Jagd in Kanada

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Kanada Alberta – Jagen im Bärenparadies https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/kanada-alberta-jagen-im-baerenparadies/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/kanada-alberta-jagen-im-baerenparadies/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:43:44 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=343 Kanada Alberta – Jagen im Bärenparadies

Frühjahrsjagd mit nahezu Erfolgsgarantie

Kanada ist sehr bekannt für die Frühjahrsjagd auf Schwarzbär. Diese weit verbreitete Bärenart kann in ganz Kanada bejagt werden. Nachdem ich bereits in Britisch Columbia in den Bergen auf Schwarzbär jagen durfte verschlug es unsere Gruppe für diese Jagd in die Prärie von Alberta im Westen Kanadas. Das Landschaftsbild ist von Bergen puttygen , Prärie, kargen Schlag- und Wasserflächen sowie ausgedehnten Nadelwäldern geprägt. Die Provinz hat über 600 Seen und ist reich an Rohstoffen hier insbesondere Gas und Öl welches aus Ölsand gewonnen wird und Alberta zur reichsten Provinz in ganz Kanada gemacht hat. Unsere Reise führte uns über Toronto nach Fort McMurray, eine Stadt die vor allem durch den Ölsand boom stark gewachsen ist und auch heute noch von der Gas- und Ölgewinnung beeinflusst ist.
Quad
Ursprünglich war geplant die erste Nacht in Fort McMurray zu verbringen, auf Grund diverser Unwetter hatten unsere Flüge jedoch soviel Verspätung, dass wir erst einen Tag später morgens landeten und daher gleich am Flughafen von unserem Outfitter abgeholt wurden und mit ihm nach Norden zum Camp fuhren. Dank der gut ausgebauten Straßen der Ölfirmen dauert es nur ca. 2h bis zum Wendepunkt, wo uns bereits zwei weitere Guides mit Quads erwarteten mit denen es eine weiter Stunde in die Wildnis zum Basiscamp ging. Hierzu stehen vier Yamaha Quads inklusive Anhänger bereit, mit welchen das komplette Gepäck und die Verpflegung in das Camp transportiert werden. Auf dem Weg in das Camp konnten wir schon erste Wolf- und Bärenspuren sehen, was unsere Vorfreude noch weiter steigen ließ. Jeder aus der Gruppe wollte zwei Bären erlegen und falls möglich zusätzlich noch auf Wolf waidwerken. In den Wintermonaten ist dieses Gebiet bekannt für viele Wölfe die insbesondere die verschiedenen Straßen nach fressbarem absuchen. Im Mai ist die Wahrscheinlichkeit allerdings um einiges geringer PuTTY SSH connection timed out , da sich die Wölfe in der Zeit der Aufzucht der Jungen in andere Teile des Gebietes zurückziehen. Angekommen im Camp bezogen wir die neu aufgebauten zwei Mann Zelte die jeweils mit Holzboden, Holzbett mit dicker Matratze und einem eigenen Holzofen ausgestattet sind. Anschließend wurde bei einem reichhaltigen Abendessen aus dem Kochzelt der Jagdablauf für die nächsten Tage am Lagerfeuer besprochen. Der Plan ist jeweils morgens und abends an den diversen vorhandenen Baitstellen anzusitzen und auf die Bären zu warten. Jetzt im Frühjahr nach dem Winterschlaf sind die Bären besonders aktiv und auf Nahrungssuche, so dass sie im Prinzip den ganzen Tag an die Kirrungen gehen.
Zelt interiorZelt
Am nächsten Morgen ging es bereits früh los nach einem kurzen Frühstück führen wir jeweils ein Jäger mit Guide zu den vorher vereinbarten Baits. Angekommen an den Baits bezogen wir die vorbereiteten Hochstände oder Bodenstände je nach Platz und warten auf die Bären. Während des ersten Ansitzes war an meinem Bait noch keine Aktivität außer ein par Vögel die sich an den Bärfuttermix bedienten. Gegen Mittag fuhren wir zurück ins Camp und sahen bereits aus der Ferne den ersten Bären der auf einem der Quadanhänger lag. Der erste Jäger, Torsten, aus der Gruppe konnte direkt morgens seinen ersten Bären strecken und wir haben ihn direkt abgezogen und das Fell eingesalzen, um es für den späteren Transport optimal vorzubereiten. Der erste Erfolg am ersten Ansitz ließ auch die Zuversicht in uns beiden anderen steigen, die wir beide noch nichts gesehen hatten. Nach einem Mittagessen und kurzem Schläfchen ging es auch schon wieder los „auf die Piste“ wie wir unsere Anfahrten zu den Baits nannten. Mein Guide und ich entschlossen uns es erneut an der gleichen Stelle wie morgens zu probieren, diese Stelle hat zwei Baits bestehend aus einmal zwei Tonnen mit speziellem Bären/ Hundefuttermix, sowie eine mit Fleisch gefüllt, zudem etwas weiter weg ein spezielles Bait für Wolf, da hier im Winter eine der Hauptwanderlinien der Wölfe liegt. Beim Anfahren an das Bait konnten wir schon aus der Entfernung etwas Schwarzes an dem Bait entdecken. Ein kurzer Blick durch das Fernglas bestätigte es handelt sich um einen Schwarzbären. Da es unmöglich ist an den Hochsitz zu gelangen, entschlossen wir uns die Quads zu parken und gegen den Wind den Bären anzupirschen. Ca. 600m vor der Kirrung pirschten wir los, im Schutze der Bäume kamen wir auf ca. 300m an den Bären ran, dann hatte er jedoch etwas bemerkt, so dass er langsam abzog. Wir glaubten schon den Bären verloren zu haben, aber als wir am Bait ankamen, von wo der Bär geflohen war, sahen wir ihn in ca. 130m langsam im Unterholz ziehen. Schnell war die Waffe im Anschlag und als er sich hinter einem Baum hervorbewegt und das Blatt frei war, konnte ich ihn stehend freihändig auf ca. 100m erlegen. Nach dem Schuss ging er noch 5 Meter bevor er im Unterholz zusammenbrach. Nach der schnellsten Bärenjagd meines Lebens, machten wir zunächst ausgiebig Fotos und schlugen anschließend eine Schneise für das Quad in das Unterholz, um den Bär aus dem dichten Bewuchs heraus zu holen und ins Camp zurück zu bringen.
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Im Camp angekommen wurde der Bär von uns versorgt und wir warteten gemütlich bis auch meine beiden Jagdkollegen für das Abendessen eintrafen. Diesmal konnte keiner der beiden einen Bären erlegen. Als wir abends dann am Feuer saßen konnten wir dann noch ein besonderes Ereignis erleben, über unseren Zelten konnten wir für fast eine Stunde Nordlichter am Himmel beobachten. Nachdem das Schauspiel zu Ende war gingen wir zufrieden schlafen, da wir bereits nach dem ersten Tag zwei Bären erlegen konnten. Am nächsten Morgen war ich wiederum auf meinem Standardplatz und konnte an dem einen Ansitz vier verschiedene Bären, unteranderem einen starken älteren Bären, mit der Kamera aufnehmen. Da ich noch vier Tage hatte und einer unserer Jagdkollege Oliver noch keinen, hatte ich mich entschlossen den Bären nicht zu erlegen und für Oliver aufzuheben, falls er an diesem Morgen keinen bekommen würde. Nach der Rückkehr ins Camp sahen wir erneut einen Bären am Abbalgplatz hängen und es war wieder Torsten, wie am ersten Tag, der bereits seinen zweiten Bären erlegen konnte. Oliver hatte erneut kein Glück daher vereinbarten wir, er solle abends an meinen Platz sitzen und auf den älteren Bären warten. An meinem neuen Platz sah ich abends erneut zwei Bären allerdings kleinere, so dass ich diese nur mit der Kamera knipste. Diesmal war es aber endlich soweit und der bisher als Schneider zurückgekommene Oliver hat an meinem ursprünglichen Platz den alten Bären erlegen können und war überglücklich am zweiten Tag endlich seinen ersten Bären erhalten zu haben. Nachdem nun alle zumindest einen Bären hatten mega pizza , war für den nächsten Tag ausschlafen angesagt.
Muntjak
Am nächsten Tag ging es nach einem guten Mittagessen erneut los und diesmal sollte Diana es mit unserem Oliver sehr gut meinen, an einem neuen Platz den er ausprobiert kommt ihm der größte Bär den wir während der 5 Tage gesehen haben. Dieser war sehr vorsichtig und hatte das Bait zunächst umschlagen, aber als er sich dann auf die Hinterfüße stellte um ein letztes mal Wind zu holen, bevor er verschwindet, nahm der Oliver beherzt die Waffe und schoss ihm direkt im stehen von vorne auf den Stich und der Bär rannte nach dem Schuss einen kleinen Abhang hinunter, wo er im Wald liegen blieb und von dort geborgen werden konnte. Damit war der Jagdkönig für die Woche gekrönt. Freudestrahlend kam er mit seinem Guide und dem größten unserer Bären zurück ins Camp. An diesem Abend feierten wir bis spät in die Nacht die Erlegung seines Bären. Während den nächsten beiden Tagen konnte ich noch einen kleineren Schwarzbär erlegen und alle von uns suchten noch nach Anzeichen von Wölfen, aber außer ein par halbfrischen Fährten sahen wir keine Wolfanzeichen, jedoch sahen wir diverse weitere Bären bei den Fahrten mit den Quads und den Pirschgängen im Revier. Am Ende konnten wir in fünf Tagen ca. 15-20 verschiedene Bären zählen, die wir bei unseren Ansitzen und Fahrten gesehen hatten. Nach fünf ereignisreichen Tagen verließen wir das Camp Richtung Fort McMurray, wo wir eine letzte Nacht im Hotel in Kanada verbrachten und uns noch etwas die Stadt anschauten, bevor es am nächsten Tag von Fort McMurray via Toronto zurück nach Deutschland ging. Wir waren in diesem Trip bereits in der ersten Jagdwoche vor Ort, hier sind bereits viele Bären vom Winterschlaf zurück allerdings kommen die größeren Bären in der Regel etwas später aus ihrer Höhle, so dass die Chance auf größere Bären etwas später insbesondere während der Paarungszeit steigt. Neben Schwarzbär und Wolf bietet das Revier auch sehr gute Elchjagden im Herbst sowie in einem weiteren Teil Jagden auf den Bison im Winter an. Dies ist eine gute Option für einen weiteren Trip unserer Gruppe in die Prärie von Alberta.

Weitere Details zur Jagd in Kanada Alberta

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Jagen in Argentinien – Kurztrip zu den Blackböcken https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/jagen-in-argentinien-kurztrip-zu-den-blackboecken/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/jagen-in-argentinien-kurztrip-zu-den-blackboecken/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:39:06 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=339 Jagen in Argentinien – Kurztrip zu den Blackböcken

Jagd auf die Antilope Südamerikas

Argentinien ist bekannt für seine Weine und Rinder, aber für uns Jäger hat es noch viel mehr zu bieten. Dieser südamerikanische Staat hat sehr unterschiedliche Landschaftsformen wie Teile der Anden, Gletscherseen und die Pampas, traditionelles Weideland der berühmten Rinder. Diese geografische Lage und Landschaft können auch wir Jäger uns zu Nutze machen und eine große Varietät an Wildarten bejagen. Die Gebiete rund um die Pampas bieten Rothirschen, Axishirschen und Hirschziegenantilopen (auch Blackbuck genannt) einen idealen Lebensraum und eignen sich auch perfekt für die Flugwildjagd unteranderem Taubenjagd. Die Berge in Patagonien hingegen bieten viele weitere Wildarten wie Pumas, Mehrhornschafe, Rothirsche, Peer Davids Hirsche und weitere. Unsere Gruppe wollte sich diesmal ausschließlich auf die Hirschziegenantilope konzentrieren und auf Grund der sehr guten Bestände hatten wir dafür zwei Tage veranschlagt.

Unsere Vierergruppe flog mit einem Zwischenstopp nach Buenos Aires(BA) dem Eintrittsflughafen nahezu jeder Jagdreise nach Argentinien. Zu unserem Glück hat der Outfitter Gebiete für Hirschziegenantilopen bzw. Blackböcke in der Nähe von Buenos Aires Buy Doxycycline without Prescription , so dass wir uns einen weiteren Inlandsflug sparen konnten, was nach 24h Anreise über Rom wie ein Geschenk wirkte. Angekommen in BA waren die Waffenformalitäten schnell erledigt und unser Outfitter Patricio wartete bereits am Ausgang auf uns. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es auch gleich los. Die Fahrtzeit beträgt ohne Verkehr ca. 2h, da Buenos Aires aber Tag und Nacht geschäftig ist, zog sich der erste Teil durch die Stadt etwas danach konnten wir schon die Landschaft Argentiniens auf dem Weg zu Lodge genießen. Während der Fahrt erfuhren wir von Patricio, dass er hier verschiedene Gebiete bejagt auf denen sich insgesamt ca. 5000 Blackböcke befinden, aber alle komplett in freier Wildbahn. Das Habitat ist ideal für die Kleine Antilope mit abwechselnder Feld Wald Flur und dazwischen immer wieder kleine Büsche und Feldgehölze. Neben Hirschziegenantilopen kommen hier auch starke Axishirsche vor. Angekommen in unserer Lodge, welche noch im typischen Kolonialstil aufgebaut war, besprachen wir bei einem reichhaltigen Abendessen die Jagd am nächsten Tag. Wir sollten in zwei Gruppen geführt werden, Patricio ging mit mir und Torsten zusammen mit Bernhard ging mit einem zweiten Berufsjäger.

Der erste Tag
Bereits auf der Hinfahrt ins Jagdrevier konnten wir die ersten kleinen Sprünge von Backböcken sehen, die sich zusammen mit den hier allgegenwertigen Rindern auf der Weide versammelten. Das Revier bestand aus vielen kleinen Waldungen, welche an eine große Weide angrenzten. Unser Plan war langsam durch den kleinen Wald in Richtung der Weide zu pirschen, um von dort einen Überblick zu bekommen, wo die Hirschziegenantilopen genau stehen. Obwohl wir sehr leise pirschten konnten wir bereits bei unserem Pirschgang durch das kleine Wäldchen zwei Gruppen von Antilopen hochmachen, jedoch jeweils nur weibliches Wild, so dass wir zielstrebig weiter Richtung de Weide pirschten. An der Feld Waldgrenze angekommen konnten wir zwei größere Gruppen ausmachen, welche zusammen mit den Rindern auf der Weide standen. Da uns auf der Weide keine Deckung mehr blieb pirschten wir vorsichtig an das Ende der Waldung und von dort robbten wir langsam über die Rinderweide an den Kuhfladen vorbei geradewegs auf die begehrte Wildart zu. Aus ca. 300m konnten wir vermeintlich zwei gute Böcke in Mitten der Herde ausmachen, diesen sollte unser Versuch nun gelten. Da die Rinder und auch Blackböcke mittlerweile etwas gemerkt hatten und regelmäßig zu uns herüber äugten PuTTY Advanced download , musste es jetzt ganz vorsichtig voran gehen. Im Kriechgang brachten wir uns auf ca. 200m in Schussposition und um auf den passenden Moment zu warten den Schuss anzubringen. Zunächst tat uns keiner der Böcke den Gefallen sich aus der Herde zu bewegen und es waren immer entweder Rinder oder andere Blackböcke im Weg, nach geschlagenen 20 Minuten warten kam plötzlich Bewegung in die Gruppe und kurz bevor alle absprangen blieb einer der Böcke noch einmal hinter einem kleinen Busch stehen und verhoffte zu uns sichernd. Dies war unsere Gelegenheit und ich konnte den Bock auf ca. 180m erlegen. Als wir dann jedoch zu dem Bock kamen war die Überraschung groß, der Bock hatte nur ein komplettes Horn und eine Seite war verkümmert oder abgebrochen. Da ich noch 3 Pirschgänge Zeit hatte entschied ich mich noch einen weiteren Bock, aber diesmal mit 2 Hörnern zu schießen. Nach den obligatorischen Fotos fuhren wir zurück in die Lodge um den Bock zu versorgen. Dort angekommen trafen wir bereits auf unsere zweite Gruppe und konnten Torsten ebenfalls waidmannsheil wünschen, da er morgens ebenfalls bereits einen sehr guten Blackbock erlegen konnte.
BlackbuckPool
Am Nachmittag wollte Torsten nun mich begleiten und die Jagd filmen, während Bernhard mit Begleitung einen weiteren Versuch unternahm, endlich auch seine Hirschziegenantilope zu bekommen. Patricio wollte diesmal in ein etwas anderes Gebiet fahren, hier waren viel mehr Waldungen und klein parzellierte Wiesen vorhanden im Vergleich zu den großen Weiden zuvor. Wir pirschten erneut abwechselnd im Wald und auf den Wiesen und sahen wiederum sehr viele Blackböcke meist aber weibliche mit Jungen oder jüngere Böcke. Nach ca. 2h pirschen erreichten wir eine kleinere Waldung mit See und sahen in der Entfernung stärkeres Wild, die Kontrolle mit dem Fernglas zeigte uns dann jedoch, dass es sich nicht um Blackböcke sondern eine Gruppe von Axishirschen handelte, darunter zwei sehr starke Hirsche. Da weder Torsten noch ich einen Axishirsch geplant hatten mega-pizzeria.com , wollten wir nur einige Fotos schießen und uns dann wieder der Pirsch zuwenden. Wir pirschten noch bis es dunkel wurde und sahen auch einige gute Böcke, diese waren aber entweder zu weit oder sahen uns schneller, so dass sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Da es zum Ansprechen zu dunkel wurde, fuhren wir zurück und konnten einen freudestrahlenden Bernhard treffen, dieser hatte nun auch endlich seinen ersten Bock erlegt. Für den nächsten Tag vereinbarten wir, dass er nochmal auf einen zweiten versuchen wird, da er einen als Schultermontage und einen als Schädelmontage möchte.

Muntjak

Der finale Tag
Am zweiten Tag ging es nach einem frühen Frühstück los. Bernhard ging mit Patricio und Torsten und ich mit dem zweiten Berufsjäger. Wir wollten wieder zurück in das Gebiet vom Vortag mit den vielen Wald und kleinen Wiesenflächen. Wir pirschten erneut die kleinen Waldungen ab und schauten immer wieder an der Feld-Waldgrenzen, ob wir nicht Blackböcke sehen. Die erste Stunde tat sich wenig, es war noch früh und das Wild noch nicht viel auf den Beinen. Mit der Sonne kam dann aber Bewegung in den Wald und die Feldflur. Zunächst sahen wir einige Stücke bei unseren Pirschgängen im Wald, meist jedoch waren es weibliche Stücke. Wir konnten auch zwei bis drei gute Böcke ausmachen jedoch kamen wir in den kleinen Wäldern nicht an das Wild heran, daher beschlossen wir uns mehr auf die kleinen Wiesen zu konzentrieren. Nachdem wir zwei Stunden gepirscht hatten und vielleicht 20 Stücke gesehen hatten, sahen wir plötzlich außerhalb unseres Waldstreifens eine größere Gruppe in die auch zwei sehr dunkel gefärbten Böcke enthalten waren. Die Böcke haben in der Regel ein braun bis fast schwarzes Fell und stechen dadurch gut aus der Gruppe von den hell gefärbten Weiblichen heraus. Langsam pirschten wir uns in Richtung der Gruppe und konnten mit dem Fernglas erkennen, dass einer der beiden Böcke ein starker alter Blackbock war. Diesem sollte es nun gelten. Vorsichtig pirschten wir unter Ausnutzung der Bäume zur Waldkante. Zu unserem Glück waren hier die einzelnen kleinen Wiesen mit Rinderzäunen eingezäunte die aber so zugewachsen waren, dass sie eine natürliche Deckung für uns boten. Wir pirschten uns auf Knien langsam entlang des Zaunes voran und schauten immer wieder, wo sich die Gruppe gerade aufhielt. Als wir ca. 200m vor der Gruppe waren, konnten wir nochmal bestätigen, dass es ein passender Bock ist und wir entschlossen uns noch 40m weiter zu pirschen, bis zu einem kleinen hölzernen Zaunpfeiler, welcher eine ideale Auflage bot. Gesagt getan nach kurzer Zeit erreichten wir unseren Platz und ich konnte mich einrichten. Mittlerweile hat sich ein Großteil der Gruppe jedoch nieder getan, inklusive unserem Bock der genau im hohen Graß lag. Wir konnten noch die Hörner sehen, somit wussten wir wo er sich aufhält aber der Körper war komplett verdeckt, so dass an einen Schuss nicht zu denken war. Nach ewigen Minuten des Wartens tat uns die Gruppe den gefallen und sie beendeten ihre Mittagsruhe und standen langsam wieder auf. Auch unser Bock bewegte sich nun wieder und stand im hohen Gras, aber immer noch so, dass ein Schuss nicht möglich war. Kurze Zeit später jedoch trat er in unsere Richtung in eine etwas niedrigere Grasfläche und zeigte uns die Brust. Für mich war die einzige Chance nun Spitz von vorne auf den Stich, was ich dann auch nutzte und der Bock lag im Knall und viel rückwärts in das hohe Gras. Der Rest der Herde sprang nach dem Schuss ab und wir konnten einen sehr guten Bock, diesmal mit zwei perfekten Hörnern, in Augenschein nehmen. Überglücklich über die Trophäe und auch dass wir alles auf Kamera hatten fuhren wir mit dem Blackbock zurück zur Lodge. Dort angekommen trafen wir bereits auf die zweite Gruppe, diese hatten auch geschossen allerdings ist der Blackbock abgesprungen und sie konnten ihn trotz guten zeichnens nach dem Schuss nicht finden. Da wir am nächsten Morgen früh zum Flughafen mussten, vereinbarten wir, dass der zweite Guide mit einem Hund den Bock suchen wird und wir früh zum Flughafen fahren sollten.

Abschluss mit Happy end
Früh morgens nach dem Frühstück ging es zurück nach Buenos Aires zum Flughafen nach der Hälfte der Fahrtstrecke dann der erleichternde Anruf, der Guide hat mit Hilfe des Hundes den zweiten Bock von Bernhard gefunden und es sollte der stärkste sein, den wir während unserer zwei Jagdtagen hier in Argentinien erlegen konnten. Zufrieden, dass trotz der kurzen Zeit hier in Argentinien jeder seine begehrte Trophäe erhalten hatte, machten wir uns auf den langen Rückflug erneut via Rom nach Deutschland. Es war für alle eine super Zeit für uns waren aber zwei wichtige Dinge klar, welche wir das nächste Mal anders machen würden. Zum einen versuchen einen Direktflug von Deutschland nach Buenos Aires zu bekommen, um uns die 24h Flug mit 8h Aufenthalt in Rom zu sparen und wir würden zumindest einen Tag länger bleiben. Auch wenn die 2 Tage vollkommen ausreichend waren für die Blackböcke wäre es doch entspannter gewesen noch einen Zusatztag als Puffer zu haben.

Weitere Details zur Jagd in Argentinien

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Australien – Büffeljagd in Down Under https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/australien-bueffeljagd-in-down-under/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/australien-bueffeljagd-in-down-under/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:26:57 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=334

Australien – Büffeljagd in Down Under

Wasserbüffeljagd im Northernterritory

Nachdem ich bereits den Kaffernbüffel in Afrika gejagt hatte, war für mich der nächste Schritt einmal einen Wasserbüffel in Australien zu bejagen. Beide Jagdarten sind sehr ähnlich da sowohl der Büffel in Afrika als auch in Australien in offenen Steppen/Grasland sowie im dichten Busch/Wald vorkommen und in der Regel zu Fuß bejagt werden. Der größte Unterschied ist die Anreise, nach Australien sind ca. 24h einzuplanen, je nach dem welche Verbindung gewählt wird. Die Jagd sollte im Northernterritory in der Nähe von Darwin stattfinden, welches für zahlreiche und starke Büffel bekannt ist. Meine Wahl fiel auf das Carmor Plains Wildlife Reserve. Das über 40000ha große Wildreservat in Privatbesitz ist ein unberührtes Gebiet für einheimische Flora und Fauna und Wildtiere. Direkt neben dem Kakadu National Park bieten es einige der exklusiven Safaris in Australien an. Mein Jagdkollege und ich hatten uns für den August als Reisezeit entschieden, zu dieser Zeit herrscht noch Trockenzeit und trotz australischem Winter sind die Temperaturen eher wie in Deutschland im Sommer sind.

Anfang August ging es dann los und via Sinagpur nach Darwin. Wir entschieden uns noch eine Nacht in Darwin zu bleiben PuTTY download , um uns zu akklimatisieren und nach dem langen Flug noch eine Nacht im Hotel zu verbringen und zu entspannen. Am nächsten Morgen wurden wir dann bereits von unserem Berufsjäger vom Hotel abgeholt. Auch wenn für uns beide Englisch kein Problem wäre, waren wir doch positiv überrascht als Julian unser Guide uns auf Deutsch begrüßte. Wir lernten, dass er hier 6 Monate auf der Farm arbeitete und nach unserer Jagd weiter nach Neuseeland gehen wird. Die kurzweilige Fahrt führte von Darwin über kleine Dörfer bis in das Busch- und Grasland des Northerntheritory. Bereits auf der Fahrt vorbei an Eukalyptuswäldern und offenen Grasflächen konnten wir einige Büffel sowie auch Wallabies, eine Art kleine Kängurus, beobachten. Neben Büffel werden in diesem Gebiet auch Salzwasserkrokodile in Form der Fallenjagd bejagt und siehe da, als wir ankamen waren die Skinner gerade dabei ein mittleres Krokodil mit 3,7m Länge, welches ein Amerikaner erbeutet hatte, zu skinnen. Salzwasserkrokodile können hier bis zu 7m werden. Im Haupthaus wurden wir von Matt unserem Outfitter begrüßt und die Details der Jagd geklärt. Da eine Waffeneinfuhr über Singapur zu unserer Zeit nicht möglich war, hatten wir uns entschieden vor Ort eine Waffe zu leihen, hier kann ich nur jedem empfehlen dies in Zukunft genauso zu machen. Matt hat einen begehbaren Waffenraum der keine Wünsche offen lässt und eher an einen Waffenladen erinnert. Ich habe mich für die bewährte Blaser R93 in 375H&H und mein Kollege für die Sauer in 375H&H entschieden. Nachdem die Jagd und Waffenwahl geklärt war ging wir nach einem reichhaltigen Abendessen früh ins Bett um am nächsten Morgen fit für die Jagd zu sein.

Bueffel3Lodge

Der erste Jagdtag
Am ersten Jagdtag ging es morgens zeilig zum Frühstück, da wir zunächst eine etwas längere Fahrt in Richtung des Kakadunationalparks am Rande des Reserves vor uns hatten. Innerhalb des riesen Gebietes befinden sich sehr unterschiedliche Landschaftsformen, auf der einen Seite große Ebenen mit einer Art Grassteppe, daneben riesige Sumpf und Wassergebiete und Waldgebiete, welche hauptsächlich aus Eukalyptus und ähnlichen Baumarten bestehen. Tag eins sollte uns in die Waldregion führen. Nach dem wir unseren Wagen gut versteckt geparkt hatten pirschten wir uns langsam durch den Eukalyptus Dschungel. In diesem Gebiet sind viele Wasserstellen, welche ein Magnet für die Büffel sind, so dass wir guter Hoffnung waren auf Büffel zu stoßen. Zunächst sahen wir keine Bewegung am Boden, wurden aber regelmäßig von Kakadus in den Bäumen beschimpft. Nach gut einer halben Stunde langsamen Pirschens sahen wir plötzlich Bewegung. Mein Jagdkollege der als erstes Schießen sollte machte seine Waffe fertig um bereit zu sein falls die Büffel kommen. Langsam und vorsichtig pirschten wir uns im Unterholz näher an die vermeintliche Büffelgruppe heran. Als wir plötzlich das Schmatzen und Grunzen hörten war uns klar, dass wir hier keine Büffel sondern eine Rotte Sauen vor uns haben. Da der Wind gut Stand kamen wir bis auf ca. 20m an die Rotte heran die ca. 20 Sauen vom Frischling bis starken Keiler zählten. Selbst nachdem sie uns gesehen hatten zogen sie nur langsam ab Buy Abiclav Augmentin , was auf eine sehr zurückhaltende Bejagung der Sauen schließen lässt. Nach dem Anblick und einer guten Anzahl an Fotos von der Rotte marschierten wir langsam weiter Richtung der nächsten Wasserstelle. Und erneut trafen wir auf diverse Wildschweine die im Morast nach essbarem gebrochen hatten, aber leider noch keine Büffel. So schnell wollten wir aber nicht aufgeben also ging es weiter Schritt für Schritt im Morast zur nächsten gut versteckten Wasserstelle in Mitten des Eukalyptuswaldes. In diesem Gebiet sind gute wasserdichte Jagd/Wanderschuhe angebracht. Bereits beim Angehen konnten wir Aktivitäten im Wasser vernehmen, daher pirschten wir uns noch vorsichtiger als bisher voran um Möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Je Näher wir an die Wasserfläche kamen umso mehr Bewegung war sichtbar. Und diesmal waren es tatsächlich Büffel die wir im Halbschatten erkennen konnten. Leider war der Wind diesmal nicht auf unserer Seite und so bekamen die Büffel uns trotz dem vorsichtigen Anpirschen mit und zogen auf 20 Metern an uns vorbei pizza bern , aber durch das dichte Gebüsch war es weder möglich etwas anzusprechen geschweige den zu schießen. Für den Rest des morgens sahen wir keine Büffel mehr, so dass wir zum Mittagessen zurück in die Lodge fuhren. Nachmittags probierten wir unser Glück in einem etwas offenerem Gebiet und sahen sehr viele Wasserbüffel allerdings waren es ausschließlich junge Bullen und Kühe mit Kälbern, so dass wir keinen Anpirschversuch unternahmen und als es dunkel wurde wieder in das Camp zurückkehrten. Während des Abendessens erfuhren wir, dass in einem etwas anderen Revierteil zwei alte Bullen gesehen wurden, welche nicht weit vom Hauptcamp entfernt ihre Kreise ziehen. Damit war unser Plan für den nächsten Tag klar, morgens soll es zu dieser Stelle gehen um mit Glück auf die Bullen zu treffen.

Der zweite Tag
Wie vereinbart ging es am zweiten Tag in Richtung des vorher besprochenen Revierteils. Hier herrscht ein Mix aus Wasser, offener Grasfläche und vereinzelte Büsche und Bäume was das angehen nicht gerade erleichtert. Aus guter Entfernung konnten wir bereits zwei Büffel erkennen, um sicher zu gehen, dass es sich um die Bullen handelt mussten wir näher rankommen. Auf Grund der offenen Fläche kein leichtes Unterfangen. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg unter Ausnutzung jedes noch so kleinen Busches und Baumes und bewegten uns nur dann, wenn die Büffel für einen Moment in die andere Richtung schauten. So kamen wir zwar langsam aber doch zielstrebig immer näher an die zwei Büffel. Aus etwa 300m konnten wir dann mit Sicherheit bestätigen, dass es sich um die beiden Bullen handelt. Nun hieß es vorsichtig sein und die letzten Meter bis zu einer geeigneten Schussmöglichkeit keine Fehler mehr zu machen. In unserem Schneckentempo ging es weiter von Baum zu Baum bis wir schließlich ca. 150m vor den Bullen waren. Von hieraus sahen wir einen letzten Baum in 110m Entfernung vor den Bullen, welcher für meinen Kollegen ideal zum Anstreichen der Waffe geeignet war. Julian und ich blieben auf 150m zurück und mein Jagdkollege pirschte sich langsam an den letzten Baum. Nun hatten die Bullen aber etwas gemerkt und äugten argwöhnisch zu uns her, wir erstarrten zu Stein und rührten uns für 10 Minuten keinen Millimeter. Da wir idealen Wind hatten beruhigten die Bullen sich wieder und begannen zu äßen. Jetzt konnte sich mein Kollege mit der Waffe einrichten und ich mit der Kamera. Als der stärkere Bulle dann breit Stand ließ er die 375H&H aus der Sauer direkt in die Kammer fliegen und der Büffel ging im Knall sofort zu Boden. Zur Sicherheit gab er noch einen Nachschuss auf das Blatt ab, dann war sein Büffel erlegt. Der zweite Büffel trollte nach dem Schuss ab und verschwand in dem Sumpfgebiet. Glücklich und stolz, dass wir nach zwei Tagen unseren ersten Bullen erlegen konnten, machten wir unsere Bilder und fuhren zurück in das Hauptcamp um ihn zu versorgen. Am Nachmittag sollte nun ich an der Reihe sein und wir fuhren diesmal in das offenere Terrain mit vielen kleineren Waldungen, an dem wir bereits vorher viele Büffel sahen, aber noch auf den passenden alten Bullen warteten. Wir pirschten den ganzen Nachmittag und sahen erneut viele Büffel ohne jedoch zunächst auf starke Bullen zu treffen. Am letzten Waldstück für diesen Tag konnten wir auf einmal eine Gruppe von Bullen ausmachen, welche gerade aus dem schützenden Wald in die offene Fläche Richtung des Sumpfes laufen. Ein kurzer Blick mit dem Fernglas und es war klar hier ist ein passender Bulle dabei. Da die Büffel zügig unterwegs waren pirschten wir schnell aber trotzdem vorsichtige durch den kleinen Wald bis wir an die Wald-Feldkante kamen. Hier verhofften wir zunächst um einen passenden Bullen auszumachen und falls möglich zu erlegen. Auf einem großen Stein konnte ich mich einrichten und sah die Büffel im Zielfernrohr. Wir konnten auch den passenden Büffel bestimmen allerdings waren diese mittlerweile auf 200m von uns weggezogen, was an sich schon mit der 375H&H nicht ideal ist, aber zudem immer nur spitz von uns wegliefen. Uns blieb also nichts anderes übrig als den Bullen in die offene Fläche zu folgen. Im Kriechgang ging es hinter der Herde her. Wir konnten den Abstand zunächst auf 250m konstant halten, als die Büffel dann jedoch final den Sumpf erreichten äugten sie in unsere Richtung. Da wir flach auf dem Boden lagen konnten sie uns trotz der freien Fläche nicht wirklich ausmachen, aber für uns war von hier auch kein Schuss anzubringen. Nach ca. 20 Minuten liegen ohne Chance und den Büffeln die immer weiter in den Sumpf zogen und uns nicht aus den Augen ließen, entschlossen wir uns die Jagd aufzugeben und am nächsten Tag einen erneuten Anlauf zu unternehmen.
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Erfolg am dritten Tag
Wie sagt man so schön aller guter Dinge sind drei, daher ging es mit bester Hoffnung in den dritten Tag unserer Jagd. An diesem Morgen sollte es zurück gehen zu der Stelle, an der wir am Vortag unseren Bullen im Sumpf ziehen lassen mussten. Wir pirschten den kompletten Wald nach den Büffeln ab, konnten aber außer einigen Wildschweinen und Kühen mit Kälbern keine Bullen entdecken. Nach zwei Stunden entschlossen wir uns eine weitere Stelle anzufahren, um dort erneut unser Glück zu probieren. Bereits als wir uns im Fahrzeug näherten konnten wir am Rande eines Sumpfgebietes zwei Büffel zusammen mit Kühen erspähen. Wir parkten unseren 4X4 außerhalb der Sichtweite der Gruppe und pirschten uns langsam an. Da wir nun aber in einer komplett offenen Fläche standen, mussten wir uns sehr vorsichtig Schritt für Schritt im Knieen und robbend der Gruppe nähern. Auf Grund des starken Windes der uns direkt von der Büffelgruppe ins Gesicht blies konnte die Gruppe keinen Wind von uns bekommen. So robbten Julian und ich Meter für Meter in Richtung der Gruppe während mein Jagdkollege zum Filmen in großem Abstand zurückblieb. Als wir auf ca. 100m an die Gruppe herangekommen waren richtete ich mich im knieen ein und hatte den gewählten Bullen im Zielfernrohr, allerdings stand er noch Spitz, so dass kein Schuss möglich war. Nun begannen 20 lange Minuten die sich anfühlten wie eine Ewigkeit, der Bulle nahm seine Augen nicht mehr von uns und mir begannen die Beine dank der ungewohnten Haltung zu zittern und zu brennen vor Übersäuerung. Nach 20 Minuten knieen tat uns der Bulle endlich den Gefallen und drehte sich breit und ich konnte auf ca. 100m im Knieen den ersten Schuss voll Blatt abgeben. Trotz des perfekten Schusses Stand der Bulle wie wenn nichts gewesen wäre, zwei weitere Schüsse auf das Blatt mit der R93 schließlich brachten ihm zum Wanken und zu guter Letzt konnte ich ihm mit der Sauer, die R93 war mittlerweile leer, noch den letzten Schuss verpassen, woraufhin er an Ort und Stelle zusammen brach. Auch wenn allgemein gesagt wird afrikanisches Wild sei schusshart, was ich hier bei dem Büffel erlebt habe, war mehr größere Schusshärte als ich jemals bei irgendeinem Stück in Afrika erlebt habe, inklusive allen Biggames. Nach der anstrengenden Wartezeit und dem finalen Schuss fielen mein Guide und ich uns vor Freude in die Arme und gingen dann zusammen mit unserem Kollegen, der mittlerweile zu uns gestoßen war, zu meinem Büffelbullen, um viele Bilder zu machen und danach die Trophäe im Camp zu versorgen. Damit waren unsere Hauptziele der Australienjagd nach 3 Tagen erledigt. Für den Nachmittag stand nun die Jagd vom Airboat auf Gänse an. Auf Grund der riesigen Sumpf- und Wassergebiete mit Schilf und Grasflächen halten sich in den Carmorplains sehr viele Gänse auf. Frisch gestärkt nach dem Mittagessen ging es auch gleich los und wir fuhren mit dem Airboat auf die Wasserflächen durch das Schilf in Richtung der Gänsegebiete. Während der Fahrt konnten wir unzählige Büffel im Wasser aber auch am Ufer beobachten, sowie diverse Rotten von Wildschweinen die im Morast an den Ufern gruben. Ausgerüstet mit Schrotflinte konnten wir vom Airboat aus einige Gänse erlegen. Die Schwärme sind enorm, so dass teilweise der komplette Himmel schwarz von Gänsen war. Neben der Jagd bot die Airboatfahrt auch eine super Gelegenheit die Weitläufigkeit des Revieres zu sehen und auch an die unwegsamsten Stellen zum Filmen und Fotografieren zu kommen. Zurück im Camp wurden drei der Gänse gleich an eines der Haustiere verfüttert ein 4-5m langes Monsterkrokodil, welches hier ursprünglich mal als Problemkrokodil gefangen wurde und seitdem hier in seinem Gehege lebt.

Nachdem die Jagdaktivitäten für uns beendet waren, nutzten wir die letzten beiden Tage noch um ausgiebig zu Fotografieren und zum Angeln. Camorplains bietet sehr gute Möglichkeiten zum Angeln auf Baramundi. Diese Fischart kommt hier in einigen Gewässern vor und schmeckt ausgezeichnet. Während unseres Angeltrips konnten wir in drei Stunden 16 Baramundies fangen, wobei die Hauptattraktion ein Krokodil war, welches auf einen Fisch gebissen hatte der gerade an unserem Blinker hing. Nach 20Minuten Drill löste sich final der Blinker aus dem Krokodilsmaul und es schwom um eine Erfahrung reicher ab. Nach sechs ereignisreichen Tagen in Australien hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von der Farm und es ging zurück nach Darwin, um den Rückflug anzutreten.
Muntjak
Als Fazit bleibt für mich eine sehr schöne Zeit in Erinnerung und wer den langen Flug nicht scheut wird in Australien sicher auf seine Kosten kommen. Die Abschusspreise in Australien sind im Vergleich zu Afrika in der Regel sogar noch um einiges günstiger und die Trophäe steht der eines afrikanischen Büffels um nichts nach.

KrokodilAngeln

Weitere Details zur Jagd in Australien

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Deerhunter Muflon Test https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/03/05/deerhunter-muflon-test/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/03/05/deerhunter-muflon-test/#respond Sun, 05 Mar 2017 17:22:41 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=164 Deerhunter Muflon Härtetest in Finland

Finnland das Land der Seen und Wälder bietet die ideale Umgebung für den Test der neuen Deerhunter Muflon Herbst/Winterjacke. Im Rahmen einen einwöchigen Jagd und Angelwoche wurde die Funktionalität sowie die Robustheit auf Herz und Nieren geprüft. Bei der typischen finnischen Elchjagd welche mit dem Elchhund durchgeführt wird Downloading PuTTY and WinSCP , muss eine Jacke sowohl für den mehr-stündigen Ansitz an den Wechseln, sowie auch zum Mitlaufen und Anpirschen mit dem Hund geeignet sein. Mit Temperaturen von 2-12 Grad und kaltem Wind hat sich die 3M Thinsulate Isolierung sehr gut bewährt und den Schützen auch nach 5h Anstehen am Wechsel noch angenehm warm gehalten. Dank der Deertexmembran wurden auch mehrmalig einsetzende Regenschauer und Sprühregen währen der Jagd leicht gemeistert und hielten den Schützen trocken. Einen weiteren Trumpf konnte die Membrane beim Nachverfolgen des Hundes ausspielen,was teilweise über mehrere Kilometer sein konnte, um an den gestellten Elch zu kommen. Die durchlässige Membran hat die Feuchtigkeit effektiv nach außen geleitet, so dass der Jäger trotz Anstrengung warm und dennoch trocken blieb.CIMG3940

Neben der Wetterschutzfunktion hat sich auch das eigentlich für Entenjagd gedachte  Max-5 Camoflage als sehr effektiv in den finnischen Wäldern erwiesen und ist auf Grund der gewählten Farbgebung auch für unsere deutschen Wälder sehr gut geeignet. Das robuste und geräuscharme Material macht diese Jacke auch zum Allrounder für das Anpirschen. Die Muflonjacke bietet viele weitere Gimmicks wie Schrottpatronenhalter in den großen Seitentaschen https://puttygen.in , Kugelpatronenhalter sowie Brillen/Optikputztuch in den Brusttaschen sowie Wärmetaschen für die Hände, welche insbesondere bei einer winterlichen Drückjagd Gold wert sind. Eine insbesondere für die Elchjagd äußerst wichtige Tasche ist auch das Radiopocket, in dem das von jedem Schützen getragene Funkgerät verstaut werden kann. Nach dem Einsatz bei der Elchjagd wurde die Jacke auch bei der Bieberjagd am See und im Feuchtgebiet sowie beim Jig und Schleppfischen eingesetzt wo sie ebenfalls ihre Stärken beweisen konnte und insbesondere der Wetterschutz gegen Wind und Wasser hervorragend funktionierte.

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Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/#respond Wed, 22 Feb 2017 18:52:29 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=96 Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland

Unsere Gruppenreise führte uns dieses Jahr zur traditionellen Elchjagd nach Finnland. Finnland ist bekannt als das Land der Seen und Wälder. Dies wiederum stellt ideale Lebensbedingungen für das Elchwild dar. Die Wilddichte ist bei weitem geringer als wir es von Deutschland kennen. Pro Jahr werden dort ca. 50000 Elche erlegt. Die Elchjagd in Finnland erfolgt größtenteils als Gemeinschaftsjagd, welche von den Jagdclubs durchgeführt wurd und in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Dezember stattfindet. Das Klima in Finnland um diese Zeit ist bereits um einiges kälter als in Deustchland so dass eine entsprechende Kleidung und Ausrüstung insbesondere auch mit Schutz gegen Nässe wichtig ist. Ich vertraue hierbei auf die neue Muflonserie von Deerhunter die Dank Deertexmembran und 3M isolierung ideal für das finnische Klima geeignet ist. Da Sicherheit die oberste Priorität hat muss bei der Jagd jeder eine rote Schildmütze sowie Signalweste oder Rote Jacke tragen, meine Kollegen haben sich daher für Signaljacken entschieden und bei der Jagd sehr gute Erfahrung mit der Deerhunter Cumberland in Orange gemacht. Unsere Jagd führte uns in 2 unterschiedliche Reviere Finnlands. Eines in der Nähe von Rantasalmi und eines bei Savoranta.

Die Anreise nach Finnland erfolgte sehr unkompliziert z.B. mit Finnair, welche über Helsinki auch in die entlegensten Flughäfen, wie in unserem Fall Joensuu, weiterfliegen. Die Waffe wird komplett bis zum Endziel durchgechecked. Nach der Abholung am Flughafen wurde zunächst ein Schiesstand mitten im Revier angesteuert, wo jeder Jäger 5 Schuss – 2 sitzend aufgelegt, 3 stehend freihändig – auf eine Elchscheibe abgeben musste, um zu kontrollieren, dass die Waffe nach dem Flug nicht verstellt wurde. Nachdem dies von allen gemeistert wurde ging es zu unserer Unterkunft in der wir die ersten 3 Tage übernachten sollten. In der praktisch eingerichteten Unterkunft mit 2 Doppelzimmer und Küche/Essbereich wurden wir von unserem Guide Pekka bekocht. Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen bereits früh los. Nach einem reichhaltigen Frühstück im Herrenhaus von 1770 trafen wir uns nach kurzer Fahrtzeit bereits mit der heutigen Jagdgruppe. Unsere Gruppe bestand aus ca. 15 Jägern mit deutschsprachigem Jagdleiter. Nach kurzer Einführung, Standvergabe und selbstgemachtem Blaubeerkuchen mit Kaffee ging es direkt ins Revier. Die Wälder Finnlands sind sehr unterschiedlich strukturiert. Meist als Mischwälder mit hohem Birken und Kiefernanteil, teils auch Fichtenwälder.

Unser erstes Revier hatte sowohl offene Flächen mit bis zu 1,5m hohem Gras, aber auch Waldstellen und Feldränder zu bieten. Bei der Jagd wird traditionell der Elchhund eingesetzt. Der Hund läuft dabei frei im Revier und sucht gezielt nach Elchen, alle diese Hunde sind mit GPS Peilsendern ausgestattet welche auf dem Smartphone den genauen Standort anzeigen. Sobald ein Elch gefunden ist wird dieser verbellt und abhängig vom Elch, wird dieser entweder langsam vor dem Hund auf dem Wechsel im Troll weglaufen, so dass die am Wechsel postierten Schützen auf ihn warten können, oder der Elch stellt sich und wird vom Hund auf den Platz gebunden. Im letzteren Fall wird der Hundeführer dies auf seinem GPS Gerät sehen und den nächst postierten Schützen abholen, um den Elch anzupirschen. Ca. 30 Minuten nach dem Start des Treibens ist bereits Hundegebell zu hören, was anzeigt, dass ein Elch entdeckt wurde da die Hunde nur bellen wenn sie tatsächlich auf einen Elch treffen. Gespannt warten alle Schützen und hören in welche Richtung sich der Hund bewegt. Von meinem Stand aus ist nach 15Min kein Hund mehr zu hören, doch plötzlich bricht ein Schuss auf der anderen Seite des Revieres. Eine Stunde später ist die erste Jagd beendet und wir treffen uns mitten im Wald an einer der vielen vorhandenen Grillstellen, wo wir bei offenem Feuer unsere Stockwürste, sowie mitgebrachten geräucherten Lachs essen. Als wir an der Grillstelle ankamen wurden wir bereits freudestrahlend von unserem Jagdkameraden empfangen, welcher auf der anderen Revierseite ein Elchkalb und damit seinen ersten Elch erlegen konnte. Auf offenem Feld war ihm eine Elchkuh mit Kalb angewechselt und mit sauberen Schuss konnte er das Kalb erlegen. Ein weiterer Jäger unserer Gruppe war zudem mit dem Hundeführer 2 Elche angepirscht, welche vom Hund gestellt wurden. Auf Grund des dichten Bewuchses konnte er jedoch nicht schießen.

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Nach der Mittagspause ging es in das gleiche Revier zurück. Diesmal wurden die gleichen Plätze wie zuvor eingenommen, jedoch wurden intern in der Gruppe die Plätze getauscht. Der Nachmittag verlief eher ruhig, wir hatten in meinem Bereich einen Elch, welcher mit Hund anwechselte, jedoch kurz vor uns abbog, so dass wir ihn nicht sehen konnten. Nach der Jagd erfuhren wir, dass im anderen Bereich, wo morgens das Kalb fiel, einem weiteren unserer Jäger ein Elch kam, diesmal jedoch ein starker Schaufler was auch für Finnland nicht die Regel ist. Obwohl der Elch ca. 40 Minuten in der Nähe unseres Kollegen war, konnte er ihn nicht erlegen, da er durch das dichte Geäst nur teilweise das Haupt sehen konnte, aber keine Chance hatte einen waidgerechten Schuss anzubringen. Zufrieden mit dem ersten Tag und bereits dem ersten Erfolg, fuhren wir zurück in unser kleines Häuschen, wo wir am Abend die Elchleber des erlegten Kalbes braten wollten. Da wir noch früh in der Zeit waren fragte uns der Gutsbesitzer ob wir nicht noch Lust hätten auf Enten zu jagen Buy Lucipro Cipro , mein Jagdkollege und ich waren sofort dabei. Gesagt getan, ging es auch gleich los, mit 2 Leihwaffen erreichten wir nach kurzem Marsch einen kleinen Teich. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns. Es zog starker Sturm auf, so dass die wenigen Enten, welche sich dem Teich näherten mit Rückenwind wie ein Pfeil an uns vorbeiflogen. Bei dieser Jagd hatte sich die Deerhutner Muflonjacke wieder bezahlt gemacht, da sie weder den Sprühregen noch die Kälte des Windes durchließen. Am Ende konnten wir zumindest eine Ente erlegen was für reine Schalenwildjäger aus Deutschland bei diesen Bedingungen schon eine Leistung war. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass durch den Sturm, welcher in der Nacht noch viel stärker wurde 70000 Haushalte ohne Strom waren. Nach der Rückkehr von der Entenjagd wurde die Entenbrust sowie die mitgebrachte Elchleber von Pekka zubereitet und serviert. Beides war vorzüglich und alle Jäger befanden dies wäre die beste Leber die sie je gegessen hätten. Wie sich anschließend herausstellte ist Pekka nicht nur ein sehr guter Guide, sondern hat auch bei den finnischen Outdoorkochmeisterschaften den 2. Platz belegt, wobei er Erster bei Geschmack war und nur auf Grund seiners Anrichtens etwas Abzug bekam. Gut gestärkt gingen wir früh zu Bett um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.

Am 2. Jagdtag fuhren wir in ein neues Revier im gleichen Jagdclub. Da der zweite Tag auf einen Samstag fiel, waren wir diesmal eine größere Gruppe, da insbesondere auch die Jungen und sonst arbeitenden Jäger mit dabei waren. Das morgentliche Treiben fand in einem Fichten- und Birken- Hochwald statt PuTTY download connection Manager , welcher um einen der vielen Seen gelegen ist. An diesem Morgen hatte unsere Gruppe keinen Erfolg. Die 3 eingesetzten Hunde konnten in dem kompletten Bereich nur einen Elchbullen ausmachen. Dieser war jedoch sehr schnell über die Reviergrenze gewechselt. Dann eine Kuh mit 2 Kälbern von welchen einer der ortsansässigen Jägern eines erlegen konnte. Während unserer Mittagspause bei offenem Lagerfeuer merkten die Hundeführer, dass ihre Hunde in einem größeren Waldgebiet Elche gestellt hatten. Daraufhin wurde die Mittagspause verkürzt und es wurde ein Plan aufgestellt, wie wir das entsprechende Gebiet angehen und umstellen konnten. Erneut erhielt jeder einen Standplatz zugewiesen und wir fuhren voller Erwartung an die neue Stelle. Im Vergleich zu den Revieren zuvor war diesmal für unsere Gruppe eine Position am Waldrand vorgesehen, welche direkt an ein Haferfeld angrenzte. Bereits bei der Ankunft konnten wir immer wieder die Hunde im Wald hören und warteten gespannt darauf, dass wir Elche sehen würden. Nach etwa 30 Minuten kamen plötzlich 3 Elche, 55m von meinem Stand im Troll auf das Feld gezogen. Voraus die Elchkuh, danach Kalb und am Ende ein junger Bulle. Wie zu Hause auf unserer Schwarz und Rotwild-drückjagden gewohnt fuhr ich mit der R93 mit dem Elch mit und hielt entsprechend weit vorne an ohne zu bedenken dass unsere Sauen um einiges schneller unterwegs sind. Das Ergebnis war, dass der erste Schuss genau vorne vorbei ging, der zweite Schuss mit der 308 traf dann genau das Blatt und der Bulle ging im Knall zu Boden. Während dieser Zeit zog die Elchkuh und Kalb weiter an mir vorbei und ich konnte noch das Kalb erlegen. Die Elchkuh welche weiter Richtung meines Nachbarschützen und Jagdkollegen gezogen war wurde von diesem anschließend erlegt, so dass wir bereits in 2 Tagen 4 Elche für unsere Gruppe verbuchen konnten.

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Anschließend war die Jagd für den Tag beendet und alle zusammen halfen die Elche zu bergen und an das Skinnerhaus mit Kühlzelle zu bringen. Am Abend verabschiedeten wir uns von den Jagdclubmitgliedern, welche uns so herzlich aufgenommen hatten und fuhren ca. 150km weiter in ein neues Gebiet um wiederum unser Glück auf Elch zu versuchen. Die neue Unterkunft welche wir spät in der Nacht erreichten war ein sehr schönes Blockhaus idylisch am Ufer eines Sees gelegen.

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Jagdtag Nummer 3 sollte für uns der einzige ohne Abschuss bleiben. Nachdem bereits 3 Jäger unserer 4er Gruppe Jagderfolg hatten galt es noch unseren letzten Jäger zu Schuss zu bringen. Das neue Gebiet ist um einiges größer als die vorhergehenden, so dass auch entsprechend die Jagdgesellschaft diesmal aus mehr als 40 Jägern bestand. Als wir erzählten, dass wir in 2 Tagen bereits 4 Elche erlegen konnten wurde uns mitgeteilt, dass wir sehr viel Glück gehabt hätten. Normalerweise kommen nicht alle Gastjäger einer Gruppe tatsächlich auf einen Elch zu Schuss, obwohl meist die besten Plätze für die Gastjäger vorgehalten werden. Nach einer sehr detailierten Einweisung zu Beginn der Jagd in Finnisch, erklärte uns Ero ein deutschsprachiger Finne, was genau der Jagdleiter besprochen hat und gab uns die Info, welche Plätze uns zugelost wurden. Die erste Jagd fand in einem Birken/Kiefer Hochwald mit hohem Unterwuchs statt. Unsere Gruppe bildete eine Schützenkette an einer der ausichtsreichsten Stellen des Revieres und wir warteten gespannt auf die ankommenden Hunde. Es waren auch mehrere Hunde zu hören, jedoch waren diese wie sich später herausstellte im Nachbarrevier. An meinem Platz kam an diesem Tag bis auf einen Eichelhäher nichts vorbei. Mein Nachbarschütze jedoch hatte einen guten Anblick. Ihm kam auf 100m ein Elchbulle, welcher sich im dichten Unterholz langsam auf ihn zubewegte, ca. 60m vor ihm drehte er plötzlich ab und verschwand im Unterholz, ohne dass er die Chance hatte, zu Schuss zu kommen. Damit hatte auch der letzte von uns zumindest einen Elch gesehen. Aber er sollte seine Chance noch bekommen einen zu erlegen. Danach war die Morgenjagd beendet und es ging zurück ins befestigte Blockhaus des Jagdclubs zum Mittagessen. Am Nachmittag stellten wir erneut ein neues Gebiet angrenzend an einen größeren See ab. In diesem Gebiet konnten die Hunde jedoch keine Elche finden, so dass wir bereits früh abbrachen und zurück in unsere sehr komfortable Unterkunft mit Sauna fuhren, um beim Abendessen die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen.

An unserem letzten Jagdtag wurde die Spannung auf die Jagd bereits bei der Ankunft im Jagdgebiet aufgebaut, da in diesem Gebiet ein 20-Ender Elchbulle seine Fährten ziehen soll und erst vor kurzem wieder gesehen wurde. An diesem Tag sind wir nur eine kleine Jagdgruppe mit ca. 10 Jägern und Hundeführern. Nach einer kurzen Reviereinweisung ging es gleich los. Unsere Gruppe wurde diesmal wieder aufgeteilt, ein Jäger stand am Anfang des Revieres, 3 weitere am Ende da dort die beiden Hauptwechsel der Elche waren. Unser Jäger, welcher noch nicht zu Schuss kam bezog den Hotspot an dem 2 große und mehrere kleinere Wechsel vorbeilaufen und der ein sehr gutes Schussfeld in nahezu alle Richtungen bot. Nach ca. 1h in der wir in der Ferne immer wieder Hunde hörten,sah ich plötzlich wie mein Nachbarschütze in Anschlag ging und kurz darauf der Schuss bricht. Als nach kurzem repetieren ein weiterer Schuss brach war ich sicher unser letzter Jäger hatte auch noch Jagderfolg. Zunächst war uns unklar ob er evtl. sogar Kuh und Kalb erlegt hatte eine kurze Whatsapp klärte jedoch auf, dass er einen Elchbullengabler erlegen konnte. Nach dem Schuss trafen sich alle Jäger beim erlegten Elch und seinem überglücklichen Erleger, um den Elch mit gemeinsamer Kraft aus dem Wald an den nächsten Weg zu ziehen. Damit hatte jeder unserer Gruppe seinen Elch und wir konnten zufrieden zurück zum Treffpunkt für eine kleine Mittagsmahlzeit fahren puttygen download , bevor es wieder an die gleiche Stelle raus ging.

Der Nachmittag hätte der Höhepunkt der Jagdwoche werden können, der Jäger welcher am ersten Tag bereits das Kalb erlegt hatte, war diesmal auf dem Hotspot und die Hunde hatten einen Elch genau in seine Richtung getrieben. Laut dem GPS Signal musste der Elch sehr dicht am Hochsitz vorbeigezogen sein, jedoch konnte der Jäger nichts sehen. Nachdem die Jagd beendet war, da neben diesem Elch keine weiteren im Treiben waren, schauten wir uns das Gebiet in dem der Elch laut GPS gewesen war genauer an. Wie sich herausstellte war der Elch beim Anwechseln auf den Schweiß des morgens erlegten gekommen und hat daraufhin abgedreht ohne dass er für den Schützen sichtbar wurde. Gemäß der gefundenen Fährten handelte es sich um einen sehr starken Bullen. Evtl. war dies der hier heimische 20ender. Mit dem erlegten Elch ging es dann zurück zur Kühlkammer und unsere Guides fragten ob wir noch Interesse an einer Bieberjagd hätten. Zuerst waren wir etwas zögerlich da Bieber ja eher selten sind aber hier wurden wir aufgeklärt, dass die in Ost Finnland heimischen Bieber ursprünglich aus Kanada eingeführt wurden und mittlerweile eine große Plage darstellen und sehr viel zerstören. Daher entschlossen wir uns am Abend noch auf Bieber zu versuchen. Die Bieberjagd findet an den Seeen und in Feuchtgebieten statt bei dem wir beim Angehen durch Schilf und Moor mussten. Hier sind gute Gummistiefel und wasserdichte Kleidung wie meine Deerhunter Almati Hose und Muflon Jacke sehr von Vorteil wobei die Max5 Tarnung der Muflon im Schilf einen weiteren Pluspunkt darstellt. Am See angekommen, entdeckten wir nach einer viertel Stunde bereits einen Bieber, welchen wir bis auf 40m vom Ufer anpirschten. Die Bieberjagd findet hier entweder mit Schrot oder mit der Kugel beim Schwimmen im Wasser statt. Für meine Jagd habe ich meine bewährte R93 in 308 gewählt, welche mir zuvor bereits beim Elch gute Dienste leistete. Den entdeckten Bieber konnte ich auf ca. 40m knieend angestrichen an einer Birke per Kopfschuss im Wasser erlegen. Kurze Zeit später fiel ein weiterer Schuss und ein weiterer Jagdkollege konnte ebenfalls einen Bieber, diesmal mit Schrot im Wasser erlegen. Am Abend ging es zurück in unsere komfortable Blockhütte wo zusammen mit unseren Guides der letzte Jagdtag ausklang.

Der fünfte Tag war als Abwechslung als Angeltag auf einem der sehr vielen Seeen geplant. Früh morgens ging es bereits ans Wasser bei teils eisigen Temperaturen. Um diese Zeit ist das Wasser bereits stark abgekühlt, so dass die im Sommer leicht zu fangenden Zander nicht gut beißen. Das Ergebnis haben wir dann auch bei unserem Schleppangeltrip gemerkt, wir konnten in 2-3h ca. 5-7 Hechte fangen, wovon wir den größten als Filet auf offenem Feuer zum Mittag grillten. Die für den Nachmittag geplante Jig-Angelsession war leider nicht erfolgreich, da die Wassertemperatur bereits zu niedrig war, so dass wir früher zurück fuhren, um am Abend erneut auf Bieber zu jagen, was jedoch erfolglos blieb.

Nach 5 spannenden Jagd- und Angeltagen bei denen wir viele neue Freundschaften geschlossen haben und uns von der überwältigenden Gastfreundschaft der Finnen begeistern ließen, ging es zurück von Joensuu über Helsinki nach Frankfurt. Für alle von uns war sofort klar, dass dies definitiv nicht der letzte Trip nach Finnland war und wir in 2 Jahren erneut unser Glück im hohen Norden evtl. kombiniert mit Weißwedelhirsch versuchen möchten.

Weitere Details zur Jagd in Finnland

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