{"id":84,"date":"2017-02-22T19:43:51","date_gmt":"2017-02-22T18:43:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/?p=84"},"modified":"2019-03-03T19:04:31","modified_gmt":"2019-03-03T18:04:31","slug":"antilopenjagd-in-namibia-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/2017\/02\/22\/antilopenjagd-in-namibia-2\/","title":{"rendered":"Antilopenjagd in Namibia 2"},"content":{"rendered":"<h2>\u00a0\u00a0Antilopenjagd in Namibia<\/h2>\n<div id=\"bericht\" class=\"medium\">\n<p><b>Virus Africanus<\/b><\/p>\n<p>Es hat mich erwischt. Auch wenn ich es fr\u00fcher nie glauben wollte, wenn andere Afrikaj\u00e4ger von dem Symptom des Afrikavirus, n\u00e4mlich dem unbedingten Willen zur\u00fcckzukommen, erz\u00e4hlten, so hat mich nach meinem ersten Besuch auf dem afrikanischen Kontinent auch dieser Afrikavirus befallen. Meine Erfahrungen bei meinem ersten Trip nach Namibia waren so positiv, insbesondere wurden alle Bedenken von Kriminalit\u00e4t und Unsicherheit zerstreut, dass mich dieses Land und allgemein der s\u00fcdliche Teil Afrikas in seinen Bann gezogen hatte. Und so war es f\u00fcr mich keine Frage wo meine n\u00e4chste Reise hingehen sollte, nat\u00fcrlich Afrika. Diesmal wieder Namibia, allerdings wollte ich ein neues Gebiet kennen lernen, so dass ich mich nach dem Norden am Etoshapark, diesmal f\u00fcr ein Gebiet in der N\u00e4he von Windhoek entschied.<\/p>\n<p><b>Schon am Ankunftstag gehts zur Jagd<\/b><br \/>\nNach einem kurzweiligen Flug mit AirNamibia, da der Flug nicht ausgebucht war hatte ich Gl\u00fcck und eine komplette 4er Sitzreihe f\u00fcr mich zum Schlafen, empfing mich auch schon mein Berufsj\u00e4ger am Flughafen und es ging Richtung Farm. Dank der N\u00e4he zu Windhoek, ca. 40km, konnten wir bereits am Ankunftstag gleich nachmittags zum Jagen gehen. Nach dem obligatorischen Probeschuss zur Kontrolle dass die Waffe den Flug gut \u00fcberstanden hat, ging es bereits los. Erstes Ziel sollte ein alter Oryx sein, getreu meiner Erfahrung aus der ersten Namibiareise stellte ich mich schon auf Geduld ein, da die Oryxjagd damals am l\u00e4ngsten gedauert hatte. Doch ich sollte eines Besseren belehrt werden. Bereits nach 500m die wir auf der Rinderfarm unterwegs waren sahen wir die erste Gruppe Oryx, mehrere junge Bullen die in langsamem Galopp von uns weg trabten. Wir fuhren weiter an Gruppen von Hartebeest vorbei durch die Ebene in Richtung einer kleinen Bergkette. Immerwieder kreuzten Warzenkeiler unseren Weg und wir sahen weitere 3-4 Oryxgruppen, mit dem einen oder anderen guten Bullen. Horst meinte jedoch die wirklich Alten stehen in den H\u00e4ngen der Berge, so dass wir uns nicht zu lange mit dem Wild in der Ebene besch\u00e4ftigten und die Zeit nur nutzten um einige Bilder der Oryxe und Hartebeester zu schie\u00dfen. An der Bergkette angekommen wurden wir bereits von dem Geschrei der Paviane begr\u00fc\u00dft <a href=\"https:\/\/puttygen.in\">https:\/\/puttygen.in<\/a> , welche uns als Eindringlinge in ihr Revier sahen. Zu unserem Vorteil waren diese jedoch schnell abgezogen, so dass sie f\u00fcr das restliche Wild keine Warnung mehr geben konnten.<br \/>\nLangsam qu\u00e4lte sich der Landcruiser den steilen Berg empor und wir hielten immer wieder Ausschau nach den Oryxen. Zun\u00e4chst ohne Erfolg. Wir sahen einige Kudubullen im Hang entlangziehen ansonsten war der Dornbusch jedoch so dicht, dass selbst ein Springbock oder Hartebeest darin aufrecht stehend kaum zu erkennen gewesen w\u00e4re. Auf dem Berggipfel angekommen glasten wir die gegen\u00fcberliegenden H\u00e4nge ab und entdeckten ganz unscheinbare Bewegungen in einem Bereich der Dornb\u00fcsche. Da wir zun\u00e4chst nichts erkennen konnten entschieden wir uns etwas zu rasten und abzuwarten ob das Wild evtl. auf die links und rechts der Dornb\u00fcsche vorhandene Freifl\u00e4che ziehen w\u00fcrde. Nach ca. 10 Minuten sahen wir pl\u00f6tzlich lange schwarze Spitzen durch den Dornbusch die sich geradewegs auf die Freifl\u00e4che zubewegten, Oryxe! Ohne Zeit zu verlieren gab Horst gleich das Signal zum Aufbruch und wir pirschten etwa 200m unterhalb der Freifl\u00e4chen hangparallel zu der Oryxgruppe.<br \/>\nDa der Wind direkt vom Berg kam hatten wir keinerlei Probleme uns unbemerkt auf dem Pfad bis unterhalb der Oryxgruppe zu bewegen. Dort angekommen stellten sich die Dornb\u00fcsche welche von oben noch Kniehoch erschienen, als \u00fcberk\u00f6rpergro\u00dfe B\u00fcsche dar, welche uns keinerlei Sicht auf die Oryxe zuliesen.Von einer Schussposition gar nicht zu reden. Nach erstem Abglasen der Umgebung machten wir einen kleinen Felsen aus,welcher\u00fcber die Dornb\u00fcsche herausragte und uns evtl. eine Schussm\u00f6glichkeit bieten k\u00f6nnte. Wir pirschten vorsichtig in Richtung des Felsen und kletterten auf den Vorsprung um dann erneut die Oryxgruppe mit dem Glas zu suchen. Auf ca. 200m standen sie nun auf der Freifl\u00e4che vor uns, 5 alte Oryxbullen. Ich brachte mich auf dem Felsen mit meinem Zweibein in Position und nach Auswahl und Freigabe des passenden Bullen durch Horst konnte ich den Oryxbullen durch einen Vollblattschuss erlegen. In Europa ist der Vollblattschuss nicht wirklich unser bevorzugtes Ergebnis, da wir dabei zuviel Wildbrettzerst\u00f6rung haben, in Afrika ist es jedoch wichtig, dass das Wild m\u00f6glichst auf dem Platz liegt denn afrikanisches Wild ist sehr schusshart, so dass ein Blattschuss hier anzuraten ist.<br \/>\nNach der ersten Freude \u00fcber meinen Oryx begannen aber auch schon die Strapazen, was von unten noch als relativ einfaches Gel\u00e4nde erschien wurde beim n\u00e4heren Hinsehen und Laufen zu einer wahren H\u00f6lle f\u00fcr Mensch und Material. 200m steilster Hang mit lockerem Ger\u00f6ll und mannshohen Dornb\u00fcschen machten den Aufstieg mit dem Landcruiser zur H\u00e4ngeparty. Am Ende hatten wir es dann doch noch geschafft und konnten den erlegten Oryxbullen auf den Pickup laden und den R\u00fcckweg antreten. Am Abend beim leckeren 3-G\u00e4nge-Men\u00fc lie\u00dfen wir den Tag Revue passieren und danach fiel ich ersch\u00f6pft ins Bett.<\/p>\n<p><b>Der 2. Jagdtag<\/b><br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag fuhren wir auf eine etwas weiter entfernte Rinderfarm um auf Hartebeest zu jagen. Wir fuhren und pirschten den ganzen Morgen sahen jedoch ausschlie\u00dflich Oryxe und Springb\u00f6cke. Um die Mittagszeit machten wir an einem Wasserloch Rast und beobachteten von einem kleinen Hochsitz das Wild. Erneut sahen wir einige Oryxe aber auch Warzenkeiler und Bachen mit Frischlingen sowie Blessb\u00f6cke, aber keine Hartebeester.<br \/>\nNach dem Mittagessen war der Plan ein trockenes Flussbett entlang zu Pirschen an dessen Rand sich \u00f6fters Hartebeester aufhalten sollten. Auf dem Weg zu dem Flussbett stoppte unser Fahrer abrupt und Horst und ich, die wir auf der Ladefl\u00e4che standen wussten zun\u00e4chst nicht was los war. Pl\u00f6tzlich entdeckten wir auf 150m zwei Geparden durch den Busch laufen. Durch unsere h\u00f6here Sitzposition konnten wir diese zun\u00e4chst unter den Schirmen der B\u00e4ume nicht erkennen. Wir beobachteten die Katzen f\u00fcr ca. 5 Minuten bevor sie \u00fcber die Freifl\u00e4che wieder abzogen und wir uns wieder auf den Weg zum Flussbett machten. Den Rest vom Tag pirschten wir das komplette Flussbett entlang und zu jedem seitlichen Wechsel schauten wir \u00fcber die B\u00f6schung ob sich evtl. Hartebeester zeigen. Die Sonne brannte schon den ganzen Tag aber durch den seitlichen Windschutz f\u00fchlte sich die Temperatur hier im Flussbett noch einige Grad w\u00e4rmer an. Bereits relativ ersch\u00f6pft von den langen Wegen schwand auch die Zuversicht auf Erfolg am heutigen Tag. Horst meinte noch 2-3 Biegungen dann w\u00e4ren wir am Ende des Flussbetts und m\u00fcssten zur\u00fcck. Kaum ausgesprochen sahen wir hinter der B\u00f6schung etwas rot-braunes. Sofort gingen wir am Rand des Flussbetts in Deckung und schoben uns langsam in Richtung der n\u00e4chsten Biegung, und da war er endlich ein einzelner guter Hartebeestbulle der an einem der wenigen noch verbliebenen Gr\u00fcnstellen im Fluss weidete. Vorsichtig baute Horst das Dreibein auf und ich begab mich in Position, spannte die Waffe und als der Bulle das Haupt hebt f\u00e4llt der Schuss. Da ich diesmal auf der Kammer abgekommen war l\u00e4uft der Hartebeest noch 30m um dann am Rand des Flussbetts mit einem vollen Herz\/Lungenschuss niederzugehen. Unser Tracker der am Auto gewartet hatte, kommt ca. 10 Minuten nach dem Schuss mit dem Pickup angefahren und wir brachten den Hartebeest zur\u00fcck zum Farmhaus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-144\" src=\"http:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0172-300x225.jpg\" alt=\"DSCF0172\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0172-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0172-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0172-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Der letzte Tag galt dem Bergzebra, im Vergleich zum \u201enormalen\u201c oder Fl\u00e4chenzebra kommen die Bergzebras in eher bergigem Gel\u00e4nde vor und sind an ihrer F\u00e4rbung gut von den Fl\u00e4chenzebras zu unterscheiden. Das Jagdgebiet auf Bergzebras lag ca. 1 Stunde entfernt von der Farm, so dass wir bereits fr\u00fch morgens aufbrachen. Nach kurzer Begr\u00fc\u00dfung durch den Farmbesitzer ging es gleich los in die Berge. Im niedrigsten Gang mit festgestellter Sperre und sehr wenig Luft in den Reifen machten wir uns im Kriechgang mit dem Toyota auf den Weg zum Gipfel, um von dort den H\u00f6henweg entlang zu fahren und nach Bergzebras Ausschau zu halten.<br \/>\nNachdem die beiden ersten Berge ohne Sichtung abgefahren waren, sahen wir vom Tal mit blo\u00dfem Auge wei\u00dfe Punkte auf dem n\u00e4chsten Berg. Die Ansprache ergab  <a href=\"https:\/\/puttydownload.biz\/KeyPutty\/putty-using-ssh-keys.php\">Putty using ssh keys<\/a> , dass es Bergzebras sind allerdings genau auf dem Berg der keinen Fahrweg hat, so dass der Aufstieg komplett von unten beginnen musste und zus\u00e4tzlich standen die Zebras sehr weit oben, so dass 500m durch dichtes Buschwerk voruns lag. Mit dem Ziel vor Augen ging es los. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck stiegen wir durch Dornen und Ger\u00f6ll immer weiter in Richtung der Zebras auf. Nachdem wir noch 200m entfernt von den diesen waren, sahen wir wie sie langsam von uns weg \u00fcber den Kamm zogen. Da ihnen hier zu folgen nahezu unm\u00f6glich gewesen w\u00e4re entschied Horst, dass wir besser wieder absteigen und nach einer weiteren Gruppe Ausschau halten sollten. Also machten wir uns wieder an den Abstieg, welcher mir noch viel l\u00e4nger vorkam als der Aufstieg.<br \/>\nZur\u00fcck am Auto setzten wir unsere Fahrt zum n\u00e4chsten Berg, einem kleinen Hochplateau fort. Unterwegs kamen wir an Giraffen, Elefanten, Herden von Impalas und sogar der seltenen Rappenantilope oder Sable vorbei. Diesmal blieben wir auf halber H\u00f6he stehen und pirschten den restlichen Weg auf den Berg, da auf dem Hochplateau immer wieder Zebras zu sehen waren. Als wir ankamen war zun\u00e4chst kein Wild mehr zu sehen. Horst war jedoch nicht entmutigt, da es hier auf Grund der Steinformationen und Geb\u00fcschen viele Versteckm\u00f6glichkeiten gab. Wir pirschten von Busch zu Busch bis wir eine Gruppe Bergzebras ausmachen konnten. Unter ihnen war eine sehr alte Stute welche bereits viele Verletzungen hatte und auch schon etwas abgekommen war. Wir entschieden uns diese zu erlegen. Das Dreibein war schnell aufgebaut, das Absehen stand auf dem Ziel und die Waffe war gespannt. Als das Zebra breit stand machte es \u201eklick\u201c und die ganze Herde setzt sich in Bewegung, vor lauter Pirschen hatte ich vergessen voll durchzuladen und nur unterladen, so dass der Schlagbolzen ins Leere ging:(<br \/>\nDie Zebras zogen in die n\u00e4chste Baumgruppe und waren zun\u00e4chst au\u00dfer Sichtweite. Durch das Unterholz konnten wir kurz darauf jedoch sehen, dass sie weiter den Berghoch zogen auf eine kurze Schneise zu, hier witterten wir unsere Chance und so positionierten wir uns mit einer guten Schussposition in Richtung der Schneise. Immer n\u00e4her sahen wir die Zebras auf die Schneise zulaufen und anschlie\u00dfend \u00fcberwechseln. Das Zebra auf welches wir aus waren, kam etwas zur\u00fcckversetzt und verhoffte kurz,so dass ich einen guten Schuss antragen konnte. Das Zebra ging im Knall zu Boden. Ersch\u00f6pft von einem langen Pirschtag im Gebirge gingen wir nun zur Schneise. Als wir an das Zebra herantreten, sahen wir, dass es neben vielen Hautabsch\u00fcrfungen im Laufbereich einen gebrochenen Fu\u00df und weitere Verletzungen hatte, wodurch auch der abgemagerte Zustand zu erkl\u00e4ren war. Wir hatten definitiv die richtige Entscheidung getroffen, denn dieses Zebra musste mit den Verletzungen sehr gro\u00dfe Schmerzen gehabt haben, von welchen wir es nun erl\u00f6st hatten. Nach dem Bergen fuhren wir zur\u00fcck auf die Farm und der Besitzer dankte uns vielmals, dass wir das kranke Zebra erlegt hatten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-146\" src=\"http:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0045-300x225.jpg\" alt=\"DSCF0045\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0045-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0045-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagdblog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/DSCF0045-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Am Abend hatten wir noch eine gro\u00dfe Abschiedsfeier und unterhielten uns \u00fcber die Erlebnisse der letzten Tage. Nach vier Tagen in Namibia ging es am n\u00e4chsten Tag wieder zur\u00fcck nach Deutschland mit vielen neuen Eindr\u00fccken und dem festen Vorsatz nicht das letzte Mal in Namibia zu gewesen zu sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jagdreisen-fabrig.de\/jagen-in-namibia-jagdreisen-fabrig.html\">Weitere Details zur Jagd in Namibia<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a0Antilopenjagd in Namibia Virus Africanus Es hat mich erwischt. 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