Finnspitz – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog Der Jagdblog rund um die Auslandsjagd Sun, 03 Mar 2019 18:03:37 +0000 de hourly 1 https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/wp-content/uploads/2017/02/logo_jagdreisen_quadrat-150x150.jpg Finnspitz – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog 32 32 Schweden – Waldvogeljagd in Mittelschweden https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/schweden-waldvogeljagd-in-mittelschweden/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/schweden-waldvogeljagd-in-mittelschweden/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:59:48 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=356 Schweden – Waldvogeljagd in Mittelschweden

Mit dem Finnspitz auf Auerhahn

Auerhahnjagd im Herbst geht das überhaupt? Das war meine erste Frage die mir in den Kopf schoss, als mir ein Freund sagte in Schweden werden die Auerhähne nicht wie in Russland üblich in der Balz sondern im Herbst bejagt. Ich dachte mir wie sollen wir den im Wald die Auerhähne finden, wenn wir sie nicht bei der Balz hören können? Ein klärendes Gespräch mit dem Outfitter brachte dann die Lösung, die Auerhähne werden mit dem Hund bejagt, der ihn für uns findet, aber dazu später mehr. Nach dieser Info war klar wir wollten es probieren, eine Gruppe von sechs Jägern und zwei Begleitpersonen war schnell zusammen und wir reservierten uns den ersten Termin im Oktober, da wir noch etwas wärmere Temperaturen wollten.
LandschaftLandschaft2
Für die Anreise nach Schweden hatten wir uns für einen Flug nach Oslo und dann die Fahrt mit dem Leihwagen entschieden. Für mich ist dies die einfachste Alternative im Vergleich zu der Anreise über Stockholm oder direkt mit dem Auto von Süddeutschland zu fahren. Auf der ca. 4h langen Fahrt konnten wir bereits die norwegische und schwedische Landschaft genießen und hatten das Glück drei Elche zu sehen. Im Camp angekommen wurden wir herzlich von Samuel und seinem Team begrüßt. Das kleine Camp liegt im kleinen Örtchen Husvallsgölen direkt bei einem Fluss und besteht aus zwei Häusern, die für maximal acht Personen ausgelegt sind. Während des Abendessens machten wir den Plan für die Jagd am nächsten Tag. Am Morgen sollte es zunächst auf Birkhahn an den Balz-/Rastplätzen gehen, hierfür mussten wir sehr früh los, da wir unsere Ansitzschirme noch in der Dunkelheit einnehmen mussten, um die Vögel zu erwarten. Wir waren immer zweier Teams mit einem Guide, Samuel führte Jürgen und mich am ersten Tag und wir entschieden uns auf ein kleines Bergplateau zu gehen, welches ein Hotspot für Birkhähne sein soll. Bereits der Anstieg zu diesem Punkt hatte es in sich, es ging relativ steil einen Berg hoch auf rutschigen Wegen, da es -22 Grad hatte, waren wir zunächst dick angezogen, auf Anraten Samuels jedoch den Anstieg nur mit T-Shirt gewagt was auch gut so war, denn während des 30 minütigen Aufstieg wurde es uns richtig warm und oben angekommen zogen wir unser durchgeschwitzte T-Shirts aus und schlüpften schnell wieder in die Dicken Klamotten für den nun anstehenden Ansitz. Ich selbst wurde etwas hinter dem Schirm mit der Schrotflinte abgelegt, Jürgen und Samuel pirschten noch weiter bis zum Ansitzschirm und Jürgen hatte eine 222. Remington für den Schuss auf den Birkhahn. Da es noch sehr dunkel war mussten wir noch ca. 20 Minuten warten bis wir die ersten schwarzen Umrisse am Himmel und entfernt in den Bäumen sehen konnten.
Mit dem Aufgehen der Sonne kamen die Hähne dann aber sukzessive Näher an den Schirm. Als sich eine Gruppe auf ca. 150m genähert hatte, hörte ich aus meiner zurückversetzten Position den ersten Schuss und sah einen Flug Birkhähne abstreichen. Kurze Zeit später kam eine neue Gruppe eingeflogen und setzte sich erneut auf ca. 140m auf den Böden und die kleinen Bäume. Erneut fiel ein Schuss und ich war sicher wir haben zwei Birkhähne. Bei mir kam während der ganzen Zeit leider nichts vorbei da sich alles auf dem Balzplatz abspielte, daher nutzte ich die Zeit für Fotos und die Beobachtung der einfliegenden Vögel. Nach ca. 1,5h war unser Ansitz für diesen Morgen dann vorbei und ich ging zu Jürgen und Samuel, diese hatten den Birkhahn bereits geborgen und waren dabei Erlegerfotos zu schießen. Der erste Schuss wurde leider von einem für Jürgen nicht sichtbaren Ast abgelenkt, so dass der erste Schuss den Birkhahn verfehlte. Zufrieden mit unserem ersten Ansitz machten wir uns auf den Rückweg steil bergab zu unserem Auto und fuhren in das Camp für ein ausgiebiges Frühstück. Unsere beiden anderen Gruppen die in etwas weiter entfernten Gebieten jagten blieben den ganzen Tag im Revier und hatten ihre Verpflegung mitgenommen. Am Nachmittag sollte es nun auf Auerhahn gehen. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon in Mitten des schwedischen Waldes und schnallten den Hund der uns zu dem Auerhahn führen sollte. Die Jagd mit dem Hund ist sehr spannend, da man an jeder Ecke auf einen Auerhahn treffen kann. Wir verfolgten den suchenden Hund aus etwas Entfernung um den evtl. vorhandenen Auerhahn nicht zu verscheuchen. Wir Pirschten für ca. drei Stunden hinter unserem Hund her. Die Pirsch ist sehr gemütlich, somit auch für körperlich nicht so fitte Jäger geeignet, nur der Boden mit seiner Art von Islandmoos in dem wir immer einsinken macht das Vorankommen nicht ganz so einfach. An diesem Nachmittag hatten wir leider kein Glück und konnten nur eine Henne sehen. Am Abend zurück im Camp trafen wir wieder auf unsere beiden anderen Pärchen, die ebenfalls während des Tages erfolgreich waren. Jeweils ein Jäger aus der Gruppe konnte einen Vogel erlegen. Das Resultat des ersten Tages waren 2 Birkhähne und 1 Auerhahn.
HausBirkhahn
Der zweite Tag
Am zweiten Tag wechselten wir die Guides, so dass jede Gruppe einmal mit jedem Guide gejagt hatte. Diesmal ging es mit Jonas los und wir führen morgens wieder zur Birkhahnjagd jedoch in einen komplett anderen Revierteil. Hier war das Terrain sehr flach und nicht vergleichbar mit dem bergigen Aufstieg am ersten Tag. Im Revier angekommen, bezogen wir unseren Ansitzschirm, da Jürgen bereits seinen ersten Birkhahn hatte, war diesmal ich mit der Büchse dran. Der Platz war umringt von Wald bot aber eine schöne große Freifläche in der sich die Birkhähne gerne einfinden. Trotz besten Wetters wollten die Hähne uns heute aber nicht den gefallen tun und auf dem Balzplatz erscheinen. Gegen Mittag machten wir eine kurze Pause und fachsimpelten über die Jagd in Schweden, während wir bei herrlichstem Sonnenschein unsere Lunchpakete aßen. Anschließend sollte es wieder auf Auerhahn gehen. Bei der Fahrt zum Auerhahnrevier trafen wir auf eine Gruppe von Elchjägern, welche im Nachbarrevier eine kleine Elchjagd machten und dabei einen Elch erlegen konnten. Kaum angekommen ging es auch gleich los immer dem Finnspitz nach. Nach ca. 20 Minuten konnten wir schon den Hund bellen hören, er hatte einen Auerhahn entdeckt und aufbaumen lassen. Vorsichtig pirschen wir uns in Richtung des Hundes der noch ca. 200m von uns entfernt war. Da wir den Vogel noch nicht sehen können pirschen wir ganz vorsichtig weiter in Richtung des Hundes, der immer um den gleichen Baum herumläuft und bellt. Als wir auf ca. 120m herankamen knackte ein kleiner Ast und schon hatte uns der Auerhahn gesehen und strich davon. Etwas enttäuscht aber auch zufrieden, dass wir den ersten Auerhahn gesehen hatten ging es weiter und wir wollten den nächsten Hahn finden. Wir pirschten noch weitere zwei Stunfen und sahen zwei weitere Hähne, da diese uns jedoch schon zuvor sahen konnten wir nur beobachten wie sie wegflogen. Am Abend zurück im Camp präsentierte uns ein Jäger aus unserer anderen Gruppe stolz seinen Auerhahn, nach dem Birkhahn am ersten Tag konnte er somit am zweiten Tag bereits sein komplettes Ziel erfüllen und wollte ab dem nächsten Tag es ruhiger angehen lassen und mit denn beiden Begleitpersonen die Gegend erkunden und die nächsten Ortschaften besichtigen.
Muntjak
Tag Nummer drei
Am dritten Tag waren Jürgen und ich wieder mit Samuel unterwegs. Da der Morgenansitz leider keinen Erfolg brachte gingen wir früher zur Auerhahnjagd über. Bereits nach 10 Minuten sahen wir die ersten beiden Auerhähne allerdings nur im Flug und sie taten uns nicht den gefallen sich in der Nähe nieder zu lassen. Wir pirschten ruhig und vorsichtig weiter hinter unserem Finnspitz her durch die unberührte schwedische Natur und Wälder. Gegen Mittag legten wir eine kurze Pause ein und nahmen die die mitgebrachte Suppe zu uns. Da wir hier nicht mehr viele Auerhähne sahen wollten wir es noch an einer anderen Stelle probieren. Nach einer kurzen Fahrt ging es auch schon wieder los. Wie gewohnt der Finnspitz voraus und wir hinterher. Nach etwa 30 Minuten hörten wir plötzlich den Hund ganz aufgeregt bellen. Und Samuel stoppte sofort PuTTY SSH Windows command line , da er genau wusste an Hand des Bellens, dass sein Hund einen Vogel gestellt hatte. Wir ließen Jürgen zurück damit wir möglichst wenig Bewegung für den Vogel hatten und pirschten uns sehr sehr langsam voran, damit der Auerhahn uns diesmal nicht entdeckt. Der Hund war ca. 300m vor uns und wir pirschten zuerst laufend durch den Wald und Dickicht später robbend immer näher an den Baum heran, unter dem unser Hund seinen Tanz veranstaltete. Als wir ca. 200m vor dem Baum waren, zuckten wir plötzlich zusammen, genau über uns war ein weiterer Auerhahn der uns nun entdeckte und gefühlt so groß wie ein Kondor über uns abzog. Ich dachte schon, dass war es jetzt da er den anderen gleich warnt, aber zu unserem Glück war der noch mit dem Hund beschäftig und ließ diesen nicht aus den Augen. Vorsichtig pirschten wir weiter und ca. 150m vor dem Baum richteten wir uns auf einem kleinen Hügel ein, von wo aus wir den Baum gut im Blick hatten. Dummerweise saß der Auerhahn genau in der Krone, so dass er fast immer von Ästen verdeckt war und es dauerte einige Zeit bis ich ihn ausmachen konnte Buy Zithromax , da quasi alles im Baum schwarz war und der Vogel somit mit seiner Umwelt verschmolz. Nach zehn Minuten suchen konnten wir endlich den Ast erkennen, der einen Schnabel hatte und somit war unser Hahn gefunden. Vorsichtig richtete ich meine 222. Remington aus und konnte den Auerhahn mit einem Schuss auf 150m aus der Krone schießen. Nach dem Schuss rannten wir schnell zu dem Vogel um zu verhindern, dass der Hund ihn schonmal vorbearbeitet. Überglücklich meinen Auerhahn auf einer sehr spannenden Pirsch erlegt zu haben, gingen wir zufrieden zurück zu Jürgen der uns bereits entgegen kam, da er den Schuss gehört hatte. Nach den obligatorischen Bildern fuhren wir zurück ins Camp. Beim Abendessen wurde der Plan für den nächsten Tag fixiert, da ich nun meinen Auerhahn hatte tauschten wir die Teams und ich sollte nun mit Andreas, der auch noch auf seinen Hahn wartete, gehen und Jürgen wollte erstmal ausschlafen. Am Abend erwartete uns dann noch eine Überraschung nach dem Abendessen sahen wir plötzlich Lichter am Himmel flackern und als wir nach draußen gingen, war der komplette Himmel hell erleuchtet mit Nordlichtern die für fast eine Stunde mal mehr mal weniger intensiv am Himmel tanzten.
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Die letzten beiden Tage
An den letzten beiden Tagen folgten wir der gleichen Vorgehensweise wie zuvor, morgens war immer der Ansitz auf Birkhahn angesagt und ab mittags suchten wir mit den Hunden nach den Auerhähnen, ich selbst hatte nur den Auerhahn geplant, so dass ich keine weiteren Versuche unternahm noch einen Vogel zu bekommen. In den fünf Tagen konnte unsere Gruppe insgesamt sechs Birkhähne und vier Auerhähne erlegen und haben noch viele weitere gesehen. Auch wenn ich zu Beginn skeptisch war was die Auerhahnjagd außerhalb der Balzzeit betrifft muss ich nach dieser Jagd sagen, dass dies wirklich ein super Erlebnis war und die Jagd der Balzjagd in nichts nachsteht. Der Bestand an Waldvögeln hier ist sehr gut, so dass jeder Jäger gute Chance hat seine begehrte Trophäe auch zu bekommen. Neben Auer – und Birkhahn kann auch noch der Haselhahn und Schneehahn bejagt werden. Der Haselhahn ist jedoch eine komplett andere Jagd mit der Haselpfeife um den Vogel anzulocken und der Schneehahn wird im Winter ohne Hund bejagt. Erfolgreich und zufrieden fuhr unsere Gruppe am siebten Tag wieder zurück nach Oslo, um den Heimflug anzutreten. Die Vögel hatten wir hierbei direkt im Gepäck mitnehmen können, so dass auch keine weiteren Transportkosten anfielen. Einer unserer Mitjäger hatte sofort in Schweden gleich den nächsten Trip auf die Vögel gebucht und fliegt dieses Jahr bereits zum dritten Mal in das schwedische Särna. Wer nicht unbedingt die Balzjagd auf Auerhahn erleben möchte ist mit Schweden sehr gut bedient und hat zudem eine deutsche Jagdführung, sowie keine speziellen Vorbereitungen wie Visa oder sonstiges zu beachten da Schweden Mitgliede der EU ist.

Weitere Details zur Jagd in Schweden

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Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/#respond Wed, 22 Feb 2017 18:52:29 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=96 Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland

Unsere Gruppenreise führte uns dieses Jahr zur traditionellen Elchjagd nach Finnland. Finnland ist bekannt als das Land der Seen und Wälder. Dies wiederum stellt ideale Lebensbedingungen für das Elchwild dar. Die Wilddichte ist bei weitem geringer als wir es von Deutschland kennen. Pro Jahr werden dort ca. 50000 Elche erlegt. Die Elchjagd in Finnland erfolgt größtenteils als Gemeinschaftsjagd, welche von den Jagdclubs durchgeführt wurd und in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Dezember stattfindet. Das Klima in Finnland um diese Zeit ist bereits um einiges kälter als in Deustchland so dass eine entsprechende Kleidung und Ausrüstung insbesondere auch mit Schutz gegen Nässe wichtig ist. Ich vertraue hierbei auf die neue Muflonserie von Deerhunter die Dank Deertexmembran und 3M isolierung ideal für das finnische Klima geeignet ist. Da Sicherheit die oberste Priorität hat muss bei der Jagd jeder eine rote Schildmütze sowie Signalweste oder Rote Jacke tragen, meine Kollegen haben sich daher für Signaljacken entschieden und bei der Jagd sehr gute Erfahrung mit der Deerhunter Cumberland in Orange gemacht. Unsere Jagd führte uns in 2 unterschiedliche Reviere Finnlands. Eines in der Nähe von Rantasalmi und eines bei Savoranta.

Die Anreise nach Finnland erfolgte sehr unkompliziert z.B. mit Finnair, welche über Helsinki auch in die entlegensten Flughäfen, wie in unserem Fall Joensuu, weiterfliegen. Die Waffe wird komplett bis zum Endziel durchgechecked. Nach der Abholung am Flughafen wurde zunächst ein Schiesstand mitten im Revier angesteuert, wo jeder Jäger 5 Schuss – 2 sitzend aufgelegt, 3 stehend freihändig – auf eine Elchscheibe abgeben musste, um zu kontrollieren, dass die Waffe nach dem Flug nicht verstellt wurde. Nachdem dies von allen gemeistert wurde ging es zu unserer Unterkunft in der wir die ersten 3 Tage übernachten sollten. In der praktisch eingerichteten Unterkunft mit 2 Doppelzimmer und Küche/Essbereich wurden wir von unserem Guide Pekka bekocht. Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen bereits früh los. Nach einem reichhaltigen Frühstück im Herrenhaus von 1770 trafen wir uns nach kurzer Fahrtzeit bereits mit der heutigen Jagdgruppe. Unsere Gruppe bestand aus ca. 15 Jägern mit deutschsprachigem Jagdleiter. Nach kurzer Einführung, Standvergabe und selbstgemachtem Blaubeerkuchen mit Kaffee ging es direkt ins Revier. Die Wälder Finnlands sind sehr unterschiedlich strukturiert. Meist als Mischwälder mit hohem Birken und Kiefernanteil, teils auch Fichtenwälder.

Unser erstes Revier hatte sowohl offene Flächen mit bis zu 1,5m hohem Gras, aber auch Waldstellen und Feldränder zu bieten. Bei der Jagd wird traditionell der Elchhund eingesetzt. Der Hund läuft dabei frei im Revier und sucht gezielt nach Elchen, alle diese Hunde sind mit GPS Peilsendern ausgestattet welche auf dem Smartphone den genauen Standort anzeigen. Sobald ein Elch gefunden ist wird dieser verbellt und abhängig vom Elch, wird dieser entweder langsam vor dem Hund auf dem Wechsel im Troll weglaufen, so dass die am Wechsel postierten Schützen auf ihn warten können, oder der Elch stellt sich und wird vom Hund auf den Platz gebunden. Im letzteren Fall wird der Hundeführer dies auf seinem GPS Gerät sehen und den nächst postierten Schützen abholen, um den Elch anzupirschen. Ca. 30 Minuten nach dem Start des Treibens ist bereits Hundegebell zu hören, was anzeigt, dass ein Elch entdeckt wurde da die Hunde nur bellen wenn sie tatsächlich auf einen Elch treffen. Gespannt warten alle Schützen und hören in welche Richtung sich der Hund bewegt. Von meinem Stand aus ist nach 15Min kein Hund mehr zu hören, doch plötzlich bricht ein Schuss auf der anderen Seite des Revieres. Eine Stunde später ist die erste Jagd beendet und wir treffen uns mitten im Wald an einer der vielen vorhandenen Grillstellen, wo wir bei offenem Feuer unsere Stockwürste, sowie mitgebrachten geräucherten Lachs essen. Als wir an der Grillstelle ankamen wurden wir bereits freudestrahlend von unserem Jagdkameraden empfangen, welcher auf der anderen Revierseite ein Elchkalb und damit seinen ersten Elch erlegen konnte. Auf offenem Feld war ihm eine Elchkuh mit Kalb angewechselt und mit sauberen Schuss konnte er das Kalb erlegen. Ein weiterer Jäger unserer Gruppe war zudem mit dem Hundeführer 2 Elche angepirscht, welche vom Hund gestellt wurden. Auf Grund des dichten Bewuchses konnte er jedoch nicht schießen.

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Nach der Mittagspause ging es in das gleiche Revier zurück. Diesmal wurden die gleichen Plätze wie zuvor eingenommen, jedoch wurden intern in der Gruppe die Plätze getauscht. Der Nachmittag verlief eher ruhig, wir hatten in meinem Bereich einen Elch, welcher mit Hund anwechselte, jedoch kurz vor uns abbog, so dass wir ihn nicht sehen konnten. Nach der Jagd erfuhren wir, dass im anderen Bereich, wo morgens das Kalb fiel, einem weiteren unserer Jäger ein Elch kam, diesmal jedoch ein starker Schaufler was auch für Finnland nicht die Regel ist. Obwohl der Elch ca. 40 Minuten in der Nähe unseres Kollegen war, konnte er ihn nicht erlegen, da er durch das dichte Geäst nur teilweise das Haupt sehen konnte, aber keine Chance hatte einen waidgerechten Schuss anzubringen. Zufrieden mit dem ersten Tag und bereits dem ersten Erfolg, fuhren wir zurück in unser kleines Häuschen, wo wir am Abend die Elchleber des erlegten Kalbes braten wollten. Da wir noch früh in der Zeit waren fragte uns der Gutsbesitzer ob wir nicht noch Lust hätten auf Enten zu jagen Buy Lucipro Cipro , mein Jagdkollege und ich waren sofort dabei. Gesagt getan, ging es auch gleich los, mit 2 Leihwaffen erreichten wir nach kurzem Marsch einen kleinen Teich. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns. Es zog starker Sturm auf, so dass die wenigen Enten, welche sich dem Teich näherten mit Rückenwind wie ein Pfeil an uns vorbeiflogen. Bei dieser Jagd hatte sich die Deerhutner Muflonjacke wieder bezahlt gemacht, da sie weder den Sprühregen noch die Kälte des Windes durchließen. Am Ende konnten wir zumindest eine Ente erlegen was für reine Schalenwildjäger aus Deutschland bei diesen Bedingungen schon eine Leistung war. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass durch den Sturm, welcher in der Nacht noch viel stärker wurde 70000 Haushalte ohne Strom waren. Nach der Rückkehr von der Entenjagd wurde die Entenbrust sowie die mitgebrachte Elchleber von Pekka zubereitet und serviert. Beides war vorzüglich und alle Jäger befanden dies wäre die beste Leber die sie je gegessen hätten. Wie sich anschließend herausstellte ist Pekka nicht nur ein sehr guter Guide, sondern hat auch bei den finnischen Outdoorkochmeisterschaften den 2. Platz belegt, wobei er Erster bei Geschmack war und nur auf Grund seiners Anrichtens etwas Abzug bekam. Gut gestärkt gingen wir früh zu Bett um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.

Am 2. Jagdtag fuhren wir in ein neues Revier im gleichen Jagdclub. Da der zweite Tag auf einen Samstag fiel, waren wir diesmal eine größere Gruppe, da insbesondere auch die Jungen und sonst arbeitenden Jäger mit dabei waren. Das morgentliche Treiben fand in einem Fichten- und Birken- Hochwald statt PuTTY download connection Manager , welcher um einen der vielen Seen gelegen ist. An diesem Morgen hatte unsere Gruppe keinen Erfolg. Die 3 eingesetzten Hunde konnten in dem kompletten Bereich nur einen Elchbullen ausmachen. Dieser war jedoch sehr schnell über die Reviergrenze gewechselt. Dann eine Kuh mit 2 Kälbern von welchen einer der ortsansässigen Jägern eines erlegen konnte. Während unserer Mittagspause bei offenem Lagerfeuer merkten die Hundeführer, dass ihre Hunde in einem größeren Waldgebiet Elche gestellt hatten. Daraufhin wurde die Mittagspause verkürzt und es wurde ein Plan aufgestellt, wie wir das entsprechende Gebiet angehen und umstellen konnten. Erneut erhielt jeder einen Standplatz zugewiesen und wir fuhren voller Erwartung an die neue Stelle. Im Vergleich zu den Revieren zuvor war diesmal für unsere Gruppe eine Position am Waldrand vorgesehen, welche direkt an ein Haferfeld angrenzte. Bereits bei der Ankunft konnten wir immer wieder die Hunde im Wald hören und warteten gespannt darauf, dass wir Elche sehen würden. Nach etwa 30 Minuten kamen plötzlich 3 Elche, 55m von meinem Stand im Troll auf das Feld gezogen. Voraus die Elchkuh, danach Kalb und am Ende ein junger Bulle. Wie zu Hause auf unserer Schwarz und Rotwild-drückjagden gewohnt fuhr ich mit der R93 mit dem Elch mit und hielt entsprechend weit vorne an ohne zu bedenken dass unsere Sauen um einiges schneller unterwegs sind. Das Ergebnis war, dass der erste Schuss genau vorne vorbei ging, der zweite Schuss mit der 308 traf dann genau das Blatt und der Bulle ging im Knall zu Boden. Während dieser Zeit zog die Elchkuh und Kalb weiter an mir vorbei und ich konnte noch das Kalb erlegen. Die Elchkuh welche weiter Richtung meines Nachbarschützen und Jagdkollegen gezogen war wurde von diesem anschließend erlegt, so dass wir bereits in 2 Tagen 4 Elche für unsere Gruppe verbuchen konnten.

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Anschließend war die Jagd für den Tag beendet und alle zusammen halfen die Elche zu bergen und an das Skinnerhaus mit Kühlzelle zu bringen. Am Abend verabschiedeten wir uns von den Jagdclubmitgliedern, welche uns so herzlich aufgenommen hatten und fuhren ca. 150km weiter in ein neues Gebiet um wiederum unser Glück auf Elch zu versuchen. Die neue Unterkunft welche wir spät in der Nacht erreichten war ein sehr schönes Blockhaus idylisch am Ufer eines Sees gelegen.

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Jagdtag Nummer 3 sollte für uns der einzige ohne Abschuss bleiben. Nachdem bereits 3 Jäger unserer 4er Gruppe Jagderfolg hatten galt es noch unseren letzten Jäger zu Schuss zu bringen. Das neue Gebiet ist um einiges größer als die vorhergehenden, so dass auch entsprechend die Jagdgesellschaft diesmal aus mehr als 40 Jägern bestand. Als wir erzählten, dass wir in 2 Tagen bereits 4 Elche erlegen konnten wurde uns mitgeteilt, dass wir sehr viel Glück gehabt hätten. Normalerweise kommen nicht alle Gastjäger einer Gruppe tatsächlich auf einen Elch zu Schuss, obwohl meist die besten Plätze für die Gastjäger vorgehalten werden. Nach einer sehr detailierten Einweisung zu Beginn der Jagd in Finnisch, erklärte uns Ero ein deutschsprachiger Finne, was genau der Jagdleiter besprochen hat und gab uns die Info, welche Plätze uns zugelost wurden. Die erste Jagd fand in einem Birken/Kiefer Hochwald mit hohem Unterwuchs statt. Unsere Gruppe bildete eine Schützenkette an einer der ausichtsreichsten Stellen des Revieres und wir warteten gespannt auf die ankommenden Hunde. Es waren auch mehrere Hunde zu hören, jedoch waren diese wie sich später herausstellte im Nachbarrevier. An meinem Platz kam an diesem Tag bis auf einen Eichelhäher nichts vorbei. Mein Nachbarschütze jedoch hatte einen guten Anblick. Ihm kam auf 100m ein Elchbulle, welcher sich im dichten Unterholz langsam auf ihn zubewegte, ca. 60m vor ihm drehte er plötzlich ab und verschwand im Unterholz, ohne dass er die Chance hatte, zu Schuss zu kommen. Damit hatte auch der letzte von uns zumindest einen Elch gesehen. Aber er sollte seine Chance noch bekommen einen zu erlegen. Danach war die Morgenjagd beendet und es ging zurück ins befestigte Blockhaus des Jagdclubs zum Mittagessen. Am Nachmittag stellten wir erneut ein neues Gebiet angrenzend an einen größeren See ab. In diesem Gebiet konnten die Hunde jedoch keine Elche finden, so dass wir bereits früh abbrachen und zurück in unsere sehr komfortable Unterkunft mit Sauna fuhren, um beim Abendessen die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen.

An unserem letzten Jagdtag wurde die Spannung auf die Jagd bereits bei der Ankunft im Jagdgebiet aufgebaut, da in diesem Gebiet ein 20-Ender Elchbulle seine Fährten ziehen soll und erst vor kurzem wieder gesehen wurde. An diesem Tag sind wir nur eine kleine Jagdgruppe mit ca. 10 Jägern und Hundeführern. Nach einer kurzen Reviereinweisung ging es gleich los. Unsere Gruppe wurde diesmal wieder aufgeteilt, ein Jäger stand am Anfang des Revieres, 3 weitere am Ende da dort die beiden Hauptwechsel der Elche waren. Unser Jäger, welcher noch nicht zu Schuss kam bezog den Hotspot an dem 2 große und mehrere kleinere Wechsel vorbeilaufen und der ein sehr gutes Schussfeld in nahezu alle Richtungen bot. Nach ca. 1h in der wir in der Ferne immer wieder Hunde hörten,sah ich plötzlich wie mein Nachbarschütze in Anschlag ging und kurz darauf der Schuss bricht. Als nach kurzem repetieren ein weiterer Schuss brach war ich sicher unser letzter Jäger hatte auch noch Jagderfolg. Zunächst war uns unklar ob er evtl. sogar Kuh und Kalb erlegt hatte eine kurze Whatsapp klärte jedoch auf, dass er einen Elchbullengabler erlegen konnte. Nach dem Schuss trafen sich alle Jäger beim erlegten Elch und seinem überglücklichen Erleger, um den Elch mit gemeinsamer Kraft aus dem Wald an den nächsten Weg zu ziehen. Damit hatte jeder unserer Gruppe seinen Elch und wir konnten zufrieden zurück zum Treffpunkt für eine kleine Mittagsmahlzeit fahren puttygen download , bevor es wieder an die gleiche Stelle raus ging.

Der Nachmittag hätte der Höhepunkt der Jagdwoche werden können, der Jäger welcher am ersten Tag bereits das Kalb erlegt hatte, war diesmal auf dem Hotspot und die Hunde hatten einen Elch genau in seine Richtung getrieben. Laut dem GPS Signal musste der Elch sehr dicht am Hochsitz vorbeigezogen sein, jedoch konnte der Jäger nichts sehen. Nachdem die Jagd beendet war, da neben diesem Elch keine weiteren im Treiben waren, schauten wir uns das Gebiet in dem der Elch laut GPS gewesen war genauer an. Wie sich herausstellte war der Elch beim Anwechseln auf den Schweiß des morgens erlegten gekommen und hat daraufhin abgedreht ohne dass er für den Schützen sichtbar wurde. Gemäß der gefundenen Fährten handelte es sich um einen sehr starken Bullen. Evtl. war dies der hier heimische 20ender. Mit dem erlegten Elch ging es dann zurück zur Kühlkammer und unsere Guides fragten ob wir noch Interesse an einer Bieberjagd hätten. Zuerst waren wir etwas zögerlich da Bieber ja eher selten sind aber hier wurden wir aufgeklärt, dass die in Ost Finnland heimischen Bieber ursprünglich aus Kanada eingeführt wurden und mittlerweile eine große Plage darstellen und sehr viel zerstören. Daher entschlossen wir uns am Abend noch auf Bieber zu versuchen. Die Bieberjagd findet an den Seeen und in Feuchtgebieten statt bei dem wir beim Angehen durch Schilf und Moor mussten. Hier sind gute Gummistiefel und wasserdichte Kleidung wie meine Deerhunter Almati Hose und Muflon Jacke sehr von Vorteil wobei die Max5 Tarnung der Muflon im Schilf einen weiteren Pluspunkt darstellt. Am See angekommen, entdeckten wir nach einer viertel Stunde bereits einen Bieber, welchen wir bis auf 40m vom Ufer anpirschten. Die Bieberjagd findet hier entweder mit Schrot oder mit der Kugel beim Schwimmen im Wasser statt. Für meine Jagd habe ich meine bewährte R93 in 308 gewählt, welche mir zuvor bereits beim Elch gute Dienste leistete. Den entdeckten Bieber konnte ich auf ca. 40m knieend angestrichen an einer Birke per Kopfschuss im Wasser erlegen. Kurze Zeit später fiel ein weiterer Schuss und ein weiterer Jagdkollege konnte ebenfalls einen Bieber, diesmal mit Schrot im Wasser erlegen. Am Abend ging es zurück in unsere komfortable Blockhütte wo zusammen mit unseren Guides der letzte Jagdtag ausklang.

Der fünfte Tag war als Abwechslung als Angeltag auf einem der sehr vielen Seeen geplant. Früh morgens ging es bereits ans Wasser bei teils eisigen Temperaturen. Um diese Zeit ist das Wasser bereits stark abgekühlt, so dass die im Sommer leicht zu fangenden Zander nicht gut beißen. Das Ergebnis haben wir dann auch bei unserem Schleppangeltrip gemerkt, wir konnten in 2-3h ca. 5-7 Hechte fangen, wovon wir den größten als Filet auf offenem Feuer zum Mittag grillten. Die für den Nachmittag geplante Jig-Angelsession war leider nicht erfolgreich, da die Wassertemperatur bereits zu niedrig war, so dass wir früher zurück fuhren, um am Abend erneut auf Bieber zu jagen, was jedoch erfolglos blieb.

Nach 5 spannenden Jagd- und Angeltagen bei denen wir viele neue Freundschaften geschlossen haben und uns von der überwältigenden Gastfreundschaft der Finnen begeistern ließen, ging es zurück von Joensuu über Helsinki nach Frankfurt. Für alle von uns war sofort klar, dass dies definitiv nicht der letzte Trip nach Finnland war und wir in 2 Jahren erneut unser Glück im hohen Norden evtl. kombiniert mit Weißwedelhirsch versuchen möchten.

Weitere Details zur Jagd in Finnland

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