Elchjagd – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog Der Jagdblog rund um die Auslandsjagd Sun, 03 Mar 2019 18:03:37 +0000 de hourly 1 https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/wp-content/uploads/2017/02/logo_jagdreisen_quadrat-150x150.jpg Elchjagd – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog 32 32 Elch und Kariboujagd zu Pferde im Yukon https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/elch-und-kariboujagd-zu-pferde-im-yukon/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/elch-und-kariboujagd-zu-pferde-im-yukon/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:49:00 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=348 Elch und Kariboujagd zu Pferde im Yukon

Wildnisjagd in der unberührten Natur von Kanadas Nordwesten

Der Yukon wurde vor allem durch den Goldrausch am Klondike River (1896-1898) bekannt, welcher damals hunderttausende aus Kalifornien und anderen Regionen nach Kanada wandern lies um ihr Glück im Gold zu suchen. Noch heute gibt es viele Denkmäler der alten Goldgräberstimmung wie z.B. ein Museum in Whitehorse der Hauptstadt und dem Zielflughafen einer jeden Reise nach Yukon. Neben dem Gold bietet der Yukon aber auch atemberaubende Landschaften, den zweit höchsten Berg Nordamerikas und Wildnisjagden pur. Es handelt sich bei dieser Region um ein wildes, bergiges und spärlich besiedeltes Territorium im Nordwesten Kanadas. Wer sich dazu entschließt in Yukon zu jagen muss ein par Abstriche in punkto Komfort mit einplanen, da es sich fast ausschließlich um Wildnisjagden in Spikecamps handelt, dafür wird der Jäger aber mit einer sehr ursprünglichen Natur und anstrengender aber sehr schöner Jagd belohnt.

Wenn es auf große Elche gehen soll gibt es nur 2 Alternativen den Kamtschatka Elch oder den Alaska-Yukon Elch. Nach langer Recherche und Vergleich der Optionen der verschiedenen Ländern Kamtschatka, Alaska oder Yukon fiel für mich die Entscheidung, meine Jagd im Yukon durchzuführen. Im Yukon werden die Jagden fast ausschließlich von Spikecamps durchgeführt die entweder zu Pferd oder Quad erreicht werden. Meine Entscheidung viel auf die Jagd zu Pferde, auch wenn ich noch nie vorher auf einem Pferd gesessen war, konnte mich der Outfitter dennoch davon überzeugen, dass dies schnell erlernbar wäre. Mit dieser Gewissheit wurde der Plan fixiert und alles für die erste Septemberwoche gebucht. Da zu dieser Zeit ebenfalls Caribous bejag bar sind, hatte ich mich gleich für eine Kombijagd entschieden.

Anfang September ging es dann los und via Direktflug mit Condor von Frankfurt nach Whitehorse entspannt in 9h an das gewünschte Ziel. Bereits am Ankunftstag traf ich weitere US Jäger die mit mir im gleichen Revier jagen werden. Die erste Nacht wird immer im Hotel verbracht, in dem wir auch alle unsere nicht benötigten Gegenstände wie Waffenkoffer oder überzähliges Gepäck währen der 10 Tage Jagd abstellen konnten. Am nächsten morgen ging es dann bereits los mit dem Wasserflugzeug 4h direkt in das Hauptcamp für die Jagd. Das Revier grenzt direkt an das Northwestterritory an und ist nur via Wasserflugzeug erreichbar.
BergeWasserflugzeug
Im Hauptcamp angekommen wurden wir direkt von dem Outfitter und unseren Guides begrüßt und nach dem Beziehen unserer Unterkünfte wurde bei einem gemütlichen Abendessen die Jagd besprochen. Früh morgens ging es dann los, nach dem Packen der Pferde ritten wir zu unserer Spikecamps. Jeder Jäger hatte dabei einen Guide und 5 Pferde, jeweils ein Reitpferd für Guide und Jäger sowie 3 Packpferde mit Boxen für unsere Verpflegung der nächsten 10 Tage und Zelte für die Nacht. Bei unserem Ritt von ca. 3h durch die Wildnis Yukons konnte wir bereits einige Karibous, sowie einen Bären sehen, welche uns argwöhnisch beäugten. Der Indiansummer hatte schon voll zugeschlagen und die Landschaft in die verschiedensten Farben gehüllt. Angekommen an unserem Platz für unser 10 tägiges Spikecamp bereiteten wir zunächst die Plätze für unsere Schlafzelte vor und packten alle unsere Vorräte unter eine Plane, um sie gegen möglichen Regen oder Schnee zu schützen. Auch wenn Anfang September in der Regel noch nicht mit Schnee zu rechnen ist kann es durch die Höhenlage trotzdem zu vereinzelten Schneefällen kommen. Erschöpft von dem langen Reiten und Aufbauen des Camps gingen wir früh zu Bett, um am nächsten morgen pünktlich unseren ersten Jagdtag zu starten. Kurz nach Sonnenaufgang hörte ich dann plötzlich kleine Glöckchen klingeln, überrascht von dem Geräusch verlies ich mein Zelt und sah das mein Guide bereits unsere Pferde eingesammelt hatte. Abends ließen wir diese frei ziehen, damit sie in der Nähe fressen konnten und er hatte ihnen kleine Glöckchen umgebunden, um sie einerseits am Morgen schnell wieder zu finden und andererseits auch Bären abzuhalten.
Pferd
Nach einem reichhaltigen Frühstück bestehend aus Eier, Speck, Toast und Bohnen sowie einem heißen Kaffee von unserer Feuerstelle ging es auch schon los mit den gesattelten Pferden Richtung aussichtsreiche Stellen für Elch. Zu dieser Zeit ziehen die Elche gerne an die kleinen und großen Seen sowie Bachläufe, welche hier zahlreich vorhanden sind. Unser Revier besteht aus vielen Tälern und Canyons in denen sich die Elche aufhalten können. Um einen besseren Überblick über das große Areal zu bekommen ritten wir entlang des kleinen Flusses, welcher an unserem Spikecamp vorbeiführt, um an ein Hochplateau zu kommen von wo wir eine große Ebene übersehen konnten. Aus der Entfernung sah dies wie ein leichter Ritt durch niedrige Büsche aus, aber weit gefehlt, je näher wir an das Hochplateau kamen umso höher wurden die Büsche. Nachdem wir nahegenug am Plateau waren ging es zu Fuß weiter durch die bis zu 1,7m hohen Büsche auf eine Anhöhe. Von hier konnten wir ein großes Tal einblicken und hatten den kleinen Fluss sowie 2 Seen direkt vor uns. Auf unserem Ausblick angekommen richteten wir uns gemütlich ein und glasten in regelmäßigen Abständen die Ebene ab. Zunächst sahen wir keinerlei Bewegung und genossen die Ruhe bei warmen Temperaturen und leichter angenehmer Brise. Gegen 16:00 kam plötzlich Bewegung in meinen Guide und er hatte eine Gruppe Karibous ausgemacht, welche auf ca. 800m an den kleinen See zogen. Wir beobachteten die Gruppe für mehr als 1h wie sie sich bis auf ca. 500m näherten, da es jedoch nur eine Kahlwildherde mit Kühen und Kälbern war, hatten wir nicht versucht näher heran zukommen und warteten weiter geduldig auf unseren Elch. Da es mittlerweile jedoch bereits anfing dunkel zu werden entschlossen wir uns den ersten Tag zu beenden uns zurück ins Camp zu Reiten. Im Camp angekommen wurde auf offenem Feuer eine deftiges Chilli concarne gekocht und der nächste Jagdtag besprochen. Diesmal sollte es in eine andere Region des Revieres gehen, in dem auch mehrere Elche gesichtet wurden.

Am nächsten Morgen ging es nach dem obligatorischen Frühstück und dem Satteln der Pferde wieder los. Nach ca. 2,5h auf dem Pferd hatten wir unser Gebiet erreicht und ritten langsam diverse Stellen ab, um einen größeren Bereich abdecken zu können. Die Landschaft war diesmal etwas offener und felsiger als am Tag zuvor, jedoch hatte Diana kein Glück für uns parat, so dass wir den ganzen Tag geritten und gelaufen sind ohne nur ein einziges Stück wild zu sehen. Etwas enttäuscht von der Nullnummer kamen wir gegen Abend zurück ins Camp und entschlossen uns am nächsten Morgen es nochmal an der See vom Vortag zu versuchen, der uns zumindest schonmal die Karibous beobachten lies.

Gesagt getan frühmorgens ging es wieder los zu unserem Hochplateau von dem wir die Ebene überblicken konnten. Nach ca. 1h Reiten schlug das Wetter um und aus schönem Sonnenschein wurde Dauerregen was unsere Motivation jedoch keinen Abbruch tat, da wir heute ein gutes Gefühl hatten, dass wir etwas sehen werden. Nach 2h im Dauerregen waren wir froh, dass wir mit Sitka und Deerhunter wasserdichte Kleidung anhatten und diese nach dem aufklaren des Himmels wieder schnell trocken war. Mit den ersten Sonnenstrahlen nach dem Regen kam auch Bewegung in die Ebene. Weit in der Ferne konnten wir einen Schwarzbär vorbei ziehen sehen, danach sahen wir erneut eine Gruppe von Karibous, vermutlich die gleichen wie am ersten Tag. Nach einem kurzen Nickerchen entdeckte mein Guide und ich nahezu gleichzeitig ein großer Körper der sich von der anderen Seite des Tales dem See nähert. Sofort waren wir hell wach und versuchten das unbekannte Wesen mit den Ferngläsern zu identifizieren. Da er aber noch im hohen Busch versteckt war konnten wir nur Schatten sehen und nicht ausmachen ob es sich um Bär, Elch oder Karibou handelt. Kurze Zeit später verschwand er hinter einer kleinen Hügelkette die um den See geht. Da die Entfernung viel zu weit war entschieden wir uns hier zu warten, ob er sich am See zeigen wird, anstatt in die Ebene zu reiten. Nach ca. 20 Minuten erspähten wir ihn erneut als er die Hügelkette umschlagen hatte und geradlinig auf den kleinen See zumarschierte. Diesmal konnten wir deutlich erkennen, dass es sich um einen Elchbullen handelt. Da er jedoch noch auf 750m stand war es noch nicht möglich ihn anzusprechen und wir wollten ihm noch etwas Zeit geben sich zu nähern. Der Wind war ideal für uns, da er direkt vom See in unser Gesicht blies, somit war auch keine Eile geboten. Wir beobachteten den Bullen für 1h der sich immer mehr in unsere Richtung bewegt. Als er sich auf ca. 500m im hohen Busch in der Ebene an uns heran kam entschlossen wir uns, dass er für den Abschuss passend ist und wir machten einen Plan wie wir ihn angehen wollten. Da er in der Ebene war und wir noch auf dem Hochplateau gab es nur 2 Optionen entweder wir reiten zurück und versuchen ihn in der Ebene anzupirschen oder wir müssen ihn vom Hochplateau aus erlegen, was einen weiteren Schuss zur Folge hätte. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns die Weitschussvariante zu nehmen, da die 8x68s genug Energie und auch eine gestreckte Flugbahn für weite Schüsse aufweist, sollte dies die beste Option sein, um den Elch nicht zu verlieren. Von unserem Beobachtungspunkt pirschten wir uns nun vorsichtig durch die Büsche bis an den Rand des Hochplateaus, welches danach fast senkrecht zu dem Fluss hin abfällt. Wir hielten dabei immer Blickkontakt zu dem Elch, um ihn nicht in den hohen Büschen zu verlieren. Am Rand angekommen konnten wir den Elch noch gut sehen der nun in etwas offeneres Gelände gezogen war. Laut meine Leica Geovid war die Distanz noch 450m, da der Bulle jedoch noch Spitz von vorne in unsere Richtung trottete, wollten wir noch auf den richtigen Moment warten. Wir richteten das Dreibein ein und ich ging in Anschlag um fertig zu sein puttygen , sowie der Bulle die entsprechende Distanz erreicht hat. Als der Elch ca. 370m von uns entfernt war, drehte er sich breit und noch bevor er die hohen Büsche erreichen konnte lies ich die 8x68s CDP aus meiner R93 fliegen und erwischte den Elch auf 370m hoch Blatt, der Bulle zeichnete, blieb aber wie in Schockstarre stehen und ging erst nach meinem Zweiten Schuss auf das Blatt nach unten. Überglücklich über meinen ersten Yukonelch packten wir zusammen und ritten mit den Pferden zu dem Elch für die obligatorischen Bilder und um ihn zu versorgen. Für den nächsten Tag war der Plan nun klar wir müssen den Elch komplett aus der Decke schlagen und alles Fleisch ins Camp transportieren, da nach kanadischem Gesetz kein Fleisch in der Wildnis verbleiben darf. Nach der Versorgung des Elches ging es zurück Richtung Camp, aber der Tag war noch nicht beendet.
KaribouElch
Auf dem Rückweg erspähten wir plötzlich eine Gruppe von Karibous, welche sich am Ende eines felsigen Aufstiegs am Berg niedergetan hatten. Von Fuße des Berges konnten wir mit unseren Gläsern erkennen, dass sich 3 gute Bullen in der Gruppe befanden, inklusive einem mit 2 Vorderschaufeln, wie ich ihn bevorzugen würde. Nach kurzem überlegen entschieden wir uns den steilen Aufstieg in Kauf zu nehmen und wir pirschten uns durch das Geröll und die Felsen vorsichtig Schritt für Schritt Richtung der Karibous. Die Felsformationen gaben uns sehr gute natürliche Deckung PuTTY Quick launch , so dass wir sehr nahe an die Karibous heranpirschen konnten. Nach ca. 30 Minuten Aufstieg waren wir vermutlich ca. 200m von den Karibous entfernt, konnten sie aber durch die Felsen nicht mehr sehen. Beim letzten Aufstiegspunkt hatten wir uns eine kleine Felsformation ausgemacht von wo wir die Karibous in Anblick bekommen sollten, um dann den passenden zu erlegen. Was wir jedoch nicht wussten war dass es bereits der letzte Felsen vor den Karibous war und als wir uns aus der Deckung zu dem Felsen begaben standen die Karibous plötzlich auf 180m frei vor uns und alle Augen auf uns gerichtet. Nun musste es schnell gehen der passende Karibou war zum Glück schnell ausgemacht und noch bevor die Herde abspringen konnte hatte ich mich schon auf dem Rucksack eingerichtet und der Schuss fiel. Der Karibou wurde auf 180m direkt Blatt getroffen und lag sofort im Feuer während der Rest der Herde über den Berg abzog. An diesem Tag war uns Diana sehr hold, so konnten wir nicht nur den Elch sondern am gleichen Tag noch einen starken Karibou erlegen. Nach dem wir den Karibou versorgt hatten nahmen wir uns noch die 2 Lenden mit und ritten zufrieden zurück in unser Basis Camp mit der Gewissheit am nächsten Tag ausschlafen zu können. Abends wurden dann die Lenden gleich in der Pfanne als Kurzgebratenes gut gewürzt zubereitet und wir ließen einen ereignisreichen Tag am Feuer Revue passieren.
Pferde
Am nächsten Tag waren wir von morgens bis abends beschäftigt den Elch und Karibou aus der Decke zu schlagen und mit Hilfe der Packpferde das komplette Fleisch zurück ins Camp zu transportieren. Da ich bereits nach 3 der geplanten 10 Tage meine beiden Wildarten erlegt hatte, entschied ich mich am 7. Tag zusammen mit all dem Fleisch, welches wir geborgen hatten ins Hauptcamp zu fliegen, um noch einige Tage zu angeln. Im Hauptcamp traf ich auch wieder auf die amerikanischen Jäger die auch bereits ihre Trophäen hatten, bzw. der ältere der beiden direkt jeden Morgen aus dem Hauptcamp los ritt anstatt vom Spikezeltcamp.
Camp
Nach 10 Tagen ging es dann via Wasserflugzeug wieder zurück nach Whitehorse, was ich dann noch nutzte um in Whitehorse verschiedene Denkmäler und Ausstellungen der Goldrushzeit und der Ureinwohner mir anzuschauen, bevor es am nächsten Tag wieder mit sehrt vielen schönen Erinnerungen und Erlebnissen zurück nach Deutschland ging. Wer auf der Suche nach starken Elchen ist und eine ursprüngliche Jagd nicht scheut ist im Yukon definitiv sehr gut aufgehoben. Dank der Jagd zu Pferde ist es auch für Jäger, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind machbar, selbst wenn es wie bei mir das erste Mal auf einem Pferd ist. Ich persönlich möchte die Erfahrung nicht mehr missen und werde in Zukunft sicher zurück kehren um mich den Dallschafen zu widmen, die hier ebenfalls bejagt werden können.

Weitere Details zur Jagd in Kanada

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Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/#respond Wed, 22 Feb 2017 18:52:29 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=96 Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland

Unsere Gruppenreise führte uns dieses Jahr zur traditionellen Elchjagd nach Finnland. Finnland ist bekannt als das Land der Seen und Wälder. Dies wiederum stellt ideale Lebensbedingungen für das Elchwild dar. Die Wilddichte ist bei weitem geringer als wir es von Deutschland kennen. Pro Jahr werden dort ca. 50000 Elche erlegt. Die Elchjagd in Finnland erfolgt größtenteils als Gemeinschaftsjagd, welche von den Jagdclubs durchgeführt wurd und in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Dezember stattfindet. Das Klima in Finnland um diese Zeit ist bereits um einiges kälter als in Deustchland so dass eine entsprechende Kleidung und Ausrüstung insbesondere auch mit Schutz gegen Nässe wichtig ist. Ich vertraue hierbei auf die neue Muflonserie von Deerhunter die Dank Deertexmembran und 3M isolierung ideal für das finnische Klima geeignet ist. Da Sicherheit die oberste Priorität hat muss bei der Jagd jeder eine rote Schildmütze sowie Signalweste oder Rote Jacke tragen, meine Kollegen haben sich daher für Signaljacken entschieden und bei der Jagd sehr gute Erfahrung mit der Deerhunter Cumberland in Orange gemacht. Unsere Jagd führte uns in 2 unterschiedliche Reviere Finnlands. Eines in der Nähe von Rantasalmi und eines bei Savoranta.

Die Anreise nach Finnland erfolgte sehr unkompliziert z.B. mit Finnair, welche über Helsinki auch in die entlegensten Flughäfen, wie in unserem Fall Joensuu, weiterfliegen. Die Waffe wird komplett bis zum Endziel durchgechecked. Nach der Abholung am Flughafen wurde zunächst ein Schiesstand mitten im Revier angesteuert, wo jeder Jäger 5 Schuss – 2 sitzend aufgelegt, 3 stehend freihändig – auf eine Elchscheibe abgeben musste, um zu kontrollieren, dass die Waffe nach dem Flug nicht verstellt wurde. Nachdem dies von allen gemeistert wurde ging es zu unserer Unterkunft in der wir die ersten 3 Tage übernachten sollten. In der praktisch eingerichteten Unterkunft mit 2 Doppelzimmer und Küche/Essbereich wurden wir von unserem Guide Pekka bekocht. Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen bereits früh los. Nach einem reichhaltigen Frühstück im Herrenhaus von 1770 trafen wir uns nach kurzer Fahrtzeit bereits mit der heutigen Jagdgruppe. Unsere Gruppe bestand aus ca. 15 Jägern mit deutschsprachigem Jagdleiter. Nach kurzer Einführung, Standvergabe und selbstgemachtem Blaubeerkuchen mit Kaffee ging es direkt ins Revier. Die Wälder Finnlands sind sehr unterschiedlich strukturiert. Meist als Mischwälder mit hohem Birken und Kiefernanteil, teils auch Fichtenwälder.

Unser erstes Revier hatte sowohl offene Flächen mit bis zu 1,5m hohem Gras, aber auch Waldstellen und Feldränder zu bieten. Bei der Jagd wird traditionell der Elchhund eingesetzt. Der Hund läuft dabei frei im Revier und sucht gezielt nach Elchen, alle diese Hunde sind mit GPS Peilsendern ausgestattet welche auf dem Smartphone den genauen Standort anzeigen. Sobald ein Elch gefunden ist wird dieser verbellt und abhängig vom Elch, wird dieser entweder langsam vor dem Hund auf dem Wechsel im Troll weglaufen, so dass die am Wechsel postierten Schützen auf ihn warten können, oder der Elch stellt sich und wird vom Hund auf den Platz gebunden. Im letzteren Fall wird der Hundeführer dies auf seinem GPS Gerät sehen und den nächst postierten Schützen abholen, um den Elch anzupirschen. Ca. 30 Minuten nach dem Start des Treibens ist bereits Hundegebell zu hören, was anzeigt, dass ein Elch entdeckt wurde da die Hunde nur bellen wenn sie tatsächlich auf einen Elch treffen. Gespannt warten alle Schützen und hören in welche Richtung sich der Hund bewegt. Von meinem Stand aus ist nach 15Min kein Hund mehr zu hören, doch plötzlich bricht ein Schuss auf der anderen Seite des Revieres. Eine Stunde später ist die erste Jagd beendet und wir treffen uns mitten im Wald an einer der vielen vorhandenen Grillstellen, wo wir bei offenem Feuer unsere Stockwürste, sowie mitgebrachten geräucherten Lachs essen. Als wir an der Grillstelle ankamen wurden wir bereits freudestrahlend von unserem Jagdkameraden empfangen, welcher auf der anderen Revierseite ein Elchkalb und damit seinen ersten Elch erlegen konnte. Auf offenem Feld war ihm eine Elchkuh mit Kalb angewechselt und mit sauberen Schuss konnte er das Kalb erlegen. Ein weiterer Jäger unserer Gruppe war zudem mit dem Hundeführer 2 Elche angepirscht, welche vom Hund gestellt wurden. Auf Grund des dichten Bewuchses konnte er jedoch nicht schießen.

z_finnmittag

Nach der Mittagspause ging es in das gleiche Revier zurück. Diesmal wurden die gleichen Plätze wie zuvor eingenommen, jedoch wurden intern in der Gruppe die Plätze getauscht. Der Nachmittag verlief eher ruhig, wir hatten in meinem Bereich einen Elch, welcher mit Hund anwechselte, jedoch kurz vor uns abbog, so dass wir ihn nicht sehen konnten. Nach der Jagd erfuhren wir, dass im anderen Bereich, wo morgens das Kalb fiel, einem weiteren unserer Jäger ein Elch kam, diesmal jedoch ein starker Schaufler was auch für Finnland nicht die Regel ist. Obwohl der Elch ca. 40 Minuten in der Nähe unseres Kollegen war, konnte er ihn nicht erlegen, da er durch das dichte Geäst nur teilweise das Haupt sehen konnte, aber keine Chance hatte einen waidgerechten Schuss anzubringen. Zufrieden mit dem ersten Tag und bereits dem ersten Erfolg, fuhren wir zurück in unser kleines Häuschen, wo wir am Abend die Elchleber des erlegten Kalbes braten wollten. Da wir noch früh in der Zeit waren fragte uns der Gutsbesitzer ob wir nicht noch Lust hätten auf Enten zu jagen Buy Lucipro Cipro , mein Jagdkollege und ich waren sofort dabei. Gesagt getan, ging es auch gleich los, mit 2 Leihwaffen erreichten wir nach kurzem Marsch einen kleinen Teich. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns. Es zog starker Sturm auf, so dass die wenigen Enten, welche sich dem Teich näherten mit Rückenwind wie ein Pfeil an uns vorbeiflogen. Bei dieser Jagd hatte sich die Deerhutner Muflonjacke wieder bezahlt gemacht, da sie weder den Sprühregen noch die Kälte des Windes durchließen. Am Ende konnten wir zumindest eine Ente erlegen was für reine Schalenwildjäger aus Deutschland bei diesen Bedingungen schon eine Leistung war. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass durch den Sturm, welcher in der Nacht noch viel stärker wurde 70000 Haushalte ohne Strom waren. Nach der Rückkehr von der Entenjagd wurde die Entenbrust sowie die mitgebrachte Elchleber von Pekka zubereitet und serviert. Beides war vorzüglich und alle Jäger befanden dies wäre die beste Leber die sie je gegessen hätten. Wie sich anschließend herausstellte ist Pekka nicht nur ein sehr guter Guide, sondern hat auch bei den finnischen Outdoorkochmeisterschaften den 2. Platz belegt, wobei er Erster bei Geschmack war und nur auf Grund seiners Anrichtens etwas Abzug bekam. Gut gestärkt gingen wir früh zu Bett um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.

Am 2. Jagdtag fuhren wir in ein neues Revier im gleichen Jagdclub. Da der zweite Tag auf einen Samstag fiel, waren wir diesmal eine größere Gruppe, da insbesondere auch die Jungen und sonst arbeitenden Jäger mit dabei waren. Das morgentliche Treiben fand in einem Fichten- und Birken- Hochwald statt PuTTY download connection Manager , welcher um einen der vielen Seen gelegen ist. An diesem Morgen hatte unsere Gruppe keinen Erfolg. Die 3 eingesetzten Hunde konnten in dem kompletten Bereich nur einen Elchbullen ausmachen. Dieser war jedoch sehr schnell über die Reviergrenze gewechselt. Dann eine Kuh mit 2 Kälbern von welchen einer der ortsansässigen Jägern eines erlegen konnte. Während unserer Mittagspause bei offenem Lagerfeuer merkten die Hundeführer, dass ihre Hunde in einem größeren Waldgebiet Elche gestellt hatten. Daraufhin wurde die Mittagspause verkürzt und es wurde ein Plan aufgestellt, wie wir das entsprechende Gebiet angehen und umstellen konnten. Erneut erhielt jeder einen Standplatz zugewiesen und wir fuhren voller Erwartung an die neue Stelle. Im Vergleich zu den Revieren zuvor war diesmal für unsere Gruppe eine Position am Waldrand vorgesehen, welche direkt an ein Haferfeld angrenzte. Bereits bei der Ankunft konnten wir immer wieder die Hunde im Wald hören und warteten gespannt darauf, dass wir Elche sehen würden. Nach etwa 30 Minuten kamen plötzlich 3 Elche, 55m von meinem Stand im Troll auf das Feld gezogen. Voraus die Elchkuh, danach Kalb und am Ende ein junger Bulle. Wie zu Hause auf unserer Schwarz und Rotwild-drückjagden gewohnt fuhr ich mit der R93 mit dem Elch mit und hielt entsprechend weit vorne an ohne zu bedenken dass unsere Sauen um einiges schneller unterwegs sind. Das Ergebnis war, dass der erste Schuss genau vorne vorbei ging, der zweite Schuss mit der 308 traf dann genau das Blatt und der Bulle ging im Knall zu Boden. Während dieser Zeit zog die Elchkuh und Kalb weiter an mir vorbei und ich konnte noch das Kalb erlegen. Die Elchkuh welche weiter Richtung meines Nachbarschützen und Jagdkollegen gezogen war wurde von diesem anschließend erlegt, so dass wir bereits in 2 Tagen 4 Elche für unsere Gruppe verbuchen konnten.

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Anschließend war die Jagd für den Tag beendet und alle zusammen halfen die Elche zu bergen und an das Skinnerhaus mit Kühlzelle zu bringen. Am Abend verabschiedeten wir uns von den Jagdclubmitgliedern, welche uns so herzlich aufgenommen hatten und fuhren ca. 150km weiter in ein neues Gebiet um wiederum unser Glück auf Elch zu versuchen. Die neue Unterkunft welche wir spät in der Nacht erreichten war ein sehr schönes Blockhaus idylisch am Ufer eines Sees gelegen.

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Jagdtag Nummer 3 sollte für uns der einzige ohne Abschuss bleiben. Nachdem bereits 3 Jäger unserer 4er Gruppe Jagderfolg hatten galt es noch unseren letzten Jäger zu Schuss zu bringen. Das neue Gebiet ist um einiges größer als die vorhergehenden, so dass auch entsprechend die Jagdgesellschaft diesmal aus mehr als 40 Jägern bestand. Als wir erzählten, dass wir in 2 Tagen bereits 4 Elche erlegen konnten wurde uns mitgeteilt, dass wir sehr viel Glück gehabt hätten. Normalerweise kommen nicht alle Gastjäger einer Gruppe tatsächlich auf einen Elch zu Schuss, obwohl meist die besten Plätze für die Gastjäger vorgehalten werden. Nach einer sehr detailierten Einweisung zu Beginn der Jagd in Finnisch, erklärte uns Ero ein deutschsprachiger Finne, was genau der Jagdleiter besprochen hat und gab uns die Info, welche Plätze uns zugelost wurden. Die erste Jagd fand in einem Birken/Kiefer Hochwald mit hohem Unterwuchs statt. Unsere Gruppe bildete eine Schützenkette an einer der ausichtsreichsten Stellen des Revieres und wir warteten gespannt auf die ankommenden Hunde. Es waren auch mehrere Hunde zu hören, jedoch waren diese wie sich später herausstellte im Nachbarrevier. An meinem Platz kam an diesem Tag bis auf einen Eichelhäher nichts vorbei. Mein Nachbarschütze jedoch hatte einen guten Anblick. Ihm kam auf 100m ein Elchbulle, welcher sich im dichten Unterholz langsam auf ihn zubewegte, ca. 60m vor ihm drehte er plötzlich ab und verschwand im Unterholz, ohne dass er die Chance hatte, zu Schuss zu kommen. Damit hatte auch der letzte von uns zumindest einen Elch gesehen. Aber er sollte seine Chance noch bekommen einen zu erlegen. Danach war die Morgenjagd beendet und es ging zurück ins befestigte Blockhaus des Jagdclubs zum Mittagessen. Am Nachmittag stellten wir erneut ein neues Gebiet angrenzend an einen größeren See ab. In diesem Gebiet konnten die Hunde jedoch keine Elche finden, so dass wir bereits früh abbrachen und zurück in unsere sehr komfortable Unterkunft mit Sauna fuhren, um beim Abendessen die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen.

An unserem letzten Jagdtag wurde die Spannung auf die Jagd bereits bei der Ankunft im Jagdgebiet aufgebaut, da in diesem Gebiet ein 20-Ender Elchbulle seine Fährten ziehen soll und erst vor kurzem wieder gesehen wurde. An diesem Tag sind wir nur eine kleine Jagdgruppe mit ca. 10 Jägern und Hundeführern. Nach einer kurzen Reviereinweisung ging es gleich los. Unsere Gruppe wurde diesmal wieder aufgeteilt, ein Jäger stand am Anfang des Revieres, 3 weitere am Ende da dort die beiden Hauptwechsel der Elche waren. Unser Jäger, welcher noch nicht zu Schuss kam bezog den Hotspot an dem 2 große und mehrere kleinere Wechsel vorbeilaufen und der ein sehr gutes Schussfeld in nahezu alle Richtungen bot. Nach ca. 1h in der wir in der Ferne immer wieder Hunde hörten,sah ich plötzlich wie mein Nachbarschütze in Anschlag ging und kurz darauf der Schuss bricht. Als nach kurzem repetieren ein weiterer Schuss brach war ich sicher unser letzter Jäger hatte auch noch Jagderfolg. Zunächst war uns unklar ob er evtl. sogar Kuh und Kalb erlegt hatte eine kurze Whatsapp klärte jedoch auf, dass er einen Elchbullengabler erlegen konnte. Nach dem Schuss trafen sich alle Jäger beim erlegten Elch und seinem überglücklichen Erleger, um den Elch mit gemeinsamer Kraft aus dem Wald an den nächsten Weg zu ziehen. Damit hatte jeder unserer Gruppe seinen Elch und wir konnten zufrieden zurück zum Treffpunkt für eine kleine Mittagsmahlzeit fahren puttygen download , bevor es wieder an die gleiche Stelle raus ging.

Der Nachmittag hätte der Höhepunkt der Jagdwoche werden können, der Jäger welcher am ersten Tag bereits das Kalb erlegt hatte, war diesmal auf dem Hotspot und die Hunde hatten einen Elch genau in seine Richtung getrieben. Laut dem GPS Signal musste der Elch sehr dicht am Hochsitz vorbeigezogen sein, jedoch konnte der Jäger nichts sehen. Nachdem die Jagd beendet war, da neben diesem Elch keine weiteren im Treiben waren, schauten wir uns das Gebiet in dem der Elch laut GPS gewesen war genauer an. Wie sich herausstellte war der Elch beim Anwechseln auf den Schweiß des morgens erlegten gekommen und hat daraufhin abgedreht ohne dass er für den Schützen sichtbar wurde. Gemäß der gefundenen Fährten handelte es sich um einen sehr starken Bullen. Evtl. war dies der hier heimische 20ender. Mit dem erlegten Elch ging es dann zurück zur Kühlkammer und unsere Guides fragten ob wir noch Interesse an einer Bieberjagd hätten. Zuerst waren wir etwas zögerlich da Bieber ja eher selten sind aber hier wurden wir aufgeklärt, dass die in Ost Finnland heimischen Bieber ursprünglich aus Kanada eingeführt wurden und mittlerweile eine große Plage darstellen und sehr viel zerstören. Daher entschlossen wir uns am Abend noch auf Bieber zu versuchen. Die Bieberjagd findet an den Seeen und in Feuchtgebieten statt bei dem wir beim Angehen durch Schilf und Moor mussten. Hier sind gute Gummistiefel und wasserdichte Kleidung wie meine Deerhunter Almati Hose und Muflon Jacke sehr von Vorteil wobei die Max5 Tarnung der Muflon im Schilf einen weiteren Pluspunkt darstellt. Am See angekommen, entdeckten wir nach einer viertel Stunde bereits einen Bieber, welchen wir bis auf 40m vom Ufer anpirschten. Die Bieberjagd findet hier entweder mit Schrot oder mit der Kugel beim Schwimmen im Wasser statt. Für meine Jagd habe ich meine bewährte R93 in 308 gewählt, welche mir zuvor bereits beim Elch gute Dienste leistete. Den entdeckten Bieber konnte ich auf ca. 40m knieend angestrichen an einer Birke per Kopfschuss im Wasser erlegen. Kurze Zeit später fiel ein weiterer Schuss und ein weiterer Jagdkollege konnte ebenfalls einen Bieber, diesmal mit Schrot im Wasser erlegen. Am Abend ging es zurück in unsere komfortable Blockhütte wo zusammen mit unseren Guides der letzte Jagdtag ausklang.

Der fünfte Tag war als Abwechslung als Angeltag auf einem der sehr vielen Seeen geplant. Früh morgens ging es bereits ans Wasser bei teils eisigen Temperaturen. Um diese Zeit ist das Wasser bereits stark abgekühlt, so dass die im Sommer leicht zu fangenden Zander nicht gut beißen. Das Ergebnis haben wir dann auch bei unserem Schleppangeltrip gemerkt, wir konnten in 2-3h ca. 5-7 Hechte fangen, wovon wir den größten als Filet auf offenem Feuer zum Mittag grillten. Die für den Nachmittag geplante Jig-Angelsession war leider nicht erfolgreich, da die Wassertemperatur bereits zu niedrig war, so dass wir früher zurück fuhren, um am Abend erneut auf Bieber zu jagen, was jedoch erfolglos blieb.

Nach 5 spannenden Jagd- und Angeltagen bei denen wir viele neue Freundschaften geschlossen haben und uns von der überwältigenden Gastfreundschaft der Finnen begeistern ließen, ging es zurück von Joensuu über Helsinki nach Frankfurt. Für alle von uns war sofort klar, dass dies definitiv nicht der letzte Trip nach Finnland war und wir in 2 Jahren erneut unser Glück im hohen Norden evtl. kombiniert mit Weißwedelhirsch versuchen möchten.

Weitere Details zur Jagd in Finnland

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