Nordamerika – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog Der Jagdblog rund um die Auslandsjagd Sun, 03 Mar 2019 18:04:45 +0000 de hourly 1 https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/wp-content/uploads/2017/02/logo_jagdreisen_quadrat-150x150.jpg Nordamerika – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog 32 32 Elch und Kariboujagd zu Pferde im Yukon https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/elch-und-kariboujagd-zu-pferde-im-yukon/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/elch-und-kariboujagd-zu-pferde-im-yukon/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:49:00 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=348 Elch und Kariboujagd zu Pferde im Yukon

Wildnisjagd in der unberührten Natur von Kanadas Nordwesten

Der Yukon wurde vor allem durch den Goldrausch am Klondike River (1896-1898) bekannt, welcher damals hunderttausende aus Kalifornien und anderen Regionen nach Kanada wandern lies um ihr Glück im Gold zu suchen. Noch heute gibt es viele Denkmäler der alten Goldgräberstimmung wie z.B. ein Museum in Whitehorse der Hauptstadt und dem Zielflughafen einer jeden Reise nach Yukon. Neben dem Gold bietet der Yukon aber auch atemberaubende Landschaften, den zweit höchsten Berg Nordamerikas und Wildnisjagden pur. Es handelt sich bei dieser Region um ein wildes, bergiges und spärlich besiedeltes Territorium im Nordwesten Kanadas. Wer sich dazu entschließt in Yukon zu jagen muss ein par Abstriche in punkto Komfort mit einplanen, da es sich fast ausschließlich um Wildnisjagden in Spikecamps handelt, dafür wird der Jäger aber mit einer sehr ursprünglichen Natur und anstrengender aber sehr schöner Jagd belohnt.

Wenn es auf große Elche gehen soll gibt es nur 2 Alternativen den Kamtschatka Elch oder den Alaska-Yukon Elch. Nach langer Recherche und Vergleich der Optionen der verschiedenen Ländern Kamtschatka, Alaska oder Yukon fiel für mich die Entscheidung, meine Jagd im Yukon durchzuführen. Im Yukon werden die Jagden fast ausschließlich von Spikecamps durchgeführt die entweder zu Pferd oder Quad erreicht werden. Meine Entscheidung viel auf die Jagd zu Pferde, auch wenn ich noch nie vorher auf einem Pferd gesessen war, konnte mich der Outfitter dennoch davon überzeugen, dass dies schnell erlernbar wäre. Mit dieser Gewissheit wurde der Plan fixiert und alles für die erste Septemberwoche gebucht. Da zu dieser Zeit ebenfalls Caribous bejag bar sind, hatte ich mich gleich für eine Kombijagd entschieden.

Anfang September ging es dann los und via Direktflug mit Condor von Frankfurt nach Whitehorse entspannt in 9h an das gewünschte Ziel. Bereits am Ankunftstag traf ich weitere US Jäger die mit mir im gleichen Revier jagen werden. Die erste Nacht wird immer im Hotel verbracht, in dem wir auch alle unsere nicht benötigten Gegenstände wie Waffenkoffer oder überzähliges Gepäck währen der 10 Tage Jagd abstellen konnten. Am nächsten morgen ging es dann bereits los mit dem Wasserflugzeug 4h direkt in das Hauptcamp für die Jagd. Das Revier grenzt direkt an das Northwestterritory an und ist nur via Wasserflugzeug erreichbar.
BergeWasserflugzeug
Im Hauptcamp angekommen wurden wir direkt von dem Outfitter und unseren Guides begrüßt und nach dem Beziehen unserer Unterkünfte wurde bei einem gemütlichen Abendessen die Jagd besprochen. Früh morgens ging es dann los, nach dem Packen der Pferde ritten wir zu unserer Spikecamps. Jeder Jäger hatte dabei einen Guide und 5 Pferde, jeweils ein Reitpferd für Guide und Jäger sowie 3 Packpferde mit Boxen für unsere Verpflegung der nächsten 10 Tage und Zelte für die Nacht. Bei unserem Ritt von ca. 3h durch die Wildnis Yukons konnte wir bereits einige Karibous, sowie einen Bären sehen, welche uns argwöhnisch beäugten. Der Indiansummer hatte schon voll zugeschlagen und die Landschaft in die verschiedensten Farben gehüllt. Angekommen an unserem Platz für unser 10 tägiges Spikecamp bereiteten wir zunächst die Plätze für unsere Schlafzelte vor und packten alle unsere Vorräte unter eine Plane, um sie gegen möglichen Regen oder Schnee zu schützen. Auch wenn Anfang September in der Regel noch nicht mit Schnee zu rechnen ist kann es durch die Höhenlage trotzdem zu vereinzelten Schneefällen kommen. Erschöpft von dem langen Reiten und Aufbauen des Camps gingen wir früh zu Bett, um am nächsten morgen pünktlich unseren ersten Jagdtag zu starten. Kurz nach Sonnenaufgang hörte ich dann plötzlich kleine Glöckchen klingeln, überrascht von dem Geräusch verlies ich mein Zelt und sah das mein Guide bereits unsere Pferde eingesammelt hatte. Abends ließen wir diese frei ziehen, damit sie in der Nähe fressen konnten und er hatte ihnen kleine Glöckchen umgebunden, um sie einerseits am Morgen schnell wieder zu finden und andererseits auch Bären abzuhalten.
Pferd
Nach einem reichhaltigen Frühstück bestehend aus Eier, Speck, Toast und Bohnen sowie einem heißen Kaffee von unserer Feuerstelle ging es auch schon los mit den gesattelten Pferden Richtung aussichtsreiche Stellen für Elch. Zu dieser Zeit ziehen die Elche gerne an die kleinen und großen Seen sowie Bachläufe, welche hier zahlreich vorhanden sind. Unser Revier besteht aus vielen Tälern und Canyons in denen sich die Elche aufhalten können. Um einen besseren Überblick über das große Areal zu bekommen ritten wir entlang des kleinen Flusses, welcher an unserem Spikecamp vorbeiführt, um an ein Hochplateau zu kommen von wo wir eine große Ebene übersehen konnten. Aus der Entfernung sah dies wie ein leichter Ritt durch niedrige Büsche aus, aber weit gefehlt, je näher wir an das Hochplateau kamen umso höher wurden die Büsche. Nachdem wir nahegenug am Plateau waren ging es zu Fuß weiter durch die bis zu 1,7m hohen Büsche auf eine Anhöhe. Von hier konnten wir ein großes Tal einblicken und hatten den kleinen Fluss sowie 2 Seen direkt vor uns. Auf unserem Ausblick angekommen richteten wir uns gemütlich ein und glasten in regelmäßigen Abständen die Ebene ab. Zunächst sahen wir keinerlei Bewegung und genossen die Ruhe bei warmen Temperaturen und leichter angenehmer Brise. Gegen 16:00 kam plötzlich Bewegung in meinen Guide und er hatte eine Gruppe Karibous ausgemacht, welche auf ca. 800m an den kleinen See zogen. Wir beobachteten die Gruppe für mehr als 1h wie sie sich bis auf ca. 500m näherten, da es jedoch nur eine Kahlwildherde mit Kühen und Kälbern war, hatten wir nicht versucht näher heran zukommen und warteten weiter geduldig auf unseren Elch. Da es mittlerweile jedoch bereits anfing dunkel zu werden entschlossen wir uns den ersten Tag zu beenden uns zurück ins Camp zu Reiten. Im Camp angekommen wurde auf offenem Feuer eine deftiges Chilli concarne gekocht und der nächste Jagdtag besprochen. Diesmal sollte es in eine andere Region des Revieres gehen, in dem auch mehrere Elche gesichtet wurden.

Am nächsten Morgen ging es nach dem obligatorischen Frühstück und dem Satteln der Pferde wieder los. Nach ca. 2,5h auf dem Pferd hatten wir unser Gebiet erreicht und ritten langsam diverse Stellen ab, um einen größeren Bereich abdecken zu können. Die Landschaft war diesmal etwas offener und felsiger als am Tag zuvor, jedoch hatte Diana kein Glück für uns parat, so dass wir den ganzen Tag geritten und gelaufen sind ohne nur ein einziges Stück wild zu sehen. Etwas enttäuscht von der Nullnummer kamen wir gegen Abend zurück ins Camp und entschlossen uns am nächsten Morgen es nochmal an der See vom Vortag zu versuchen, der uns zumindest schonmal die Karibous beobachten lies.

Gesagt getan frühmorgens ging es wieder los zu unserem Hochplateau von dem wir die Ebene überblicken konnten. Nach ca. 1h Reiten schlug das Wetter um und aus schönem Sonnenschein wurde Dauerregen was unsere Motivation jedoch keinen Abbruch tat, da wir heute ein gutes Gefühl hatten, dass wir etwas sehen werden. Nach 2h im Dauerregen waren wir froh, dass wir mit Sitka und Deerhunter wasserdichte Kleidung anhatten und diese nach dem aufklaren des Himmels wieder schnell trocken war. Mit den ersten Sonnenstrahlen nach dem Regen kam auch Bewegung in die Ebene. Weit in der Ferne konnten wir einen Schwarzbär vorbei ziehen sehen, danach sahen wir erneut eine Gruppe von Karibous, vermutlich die gleichen wie am ersten Tag. Nach einem kurzen Nickerchen entdeckte mein Guide und ich nahezu gleichzeitig ein großer Körper der sich von der anderen Seite des Tales dem See nähert. Sofort waren wir hell wach und versuchten das unbekannte Wesen mit den Ferngläsern zu identifizieren. Da er aber noch im hohen Busch versteckt war konnten wir nur Schatten sehen und nicht ausmachen ob es sich um Bär, Elch oder Karibou handelt. Kurze Zeit später verschwand er hinter einer kleinen Hügelkette die um den See geht. Da die Entfernung viel zu weit war entschieden wir uns hier zu warten, ob er sich am See zeigen wird, anstatt in die Ebene zu reiten. Nach ca. 20 Minuten erspähten wir ihn erneut als er die Hügelkette umschlagen hatte und geradlinig auf den kleinen See zumarschierte. Diesmal konnten wir deutlich erkennen, dass es sich um einen Elchbullen handelt. Da er jedoch noch auf 750m stand war es noch nicht möglich ihn anzusprechen und wir wollten ihm noch etwas Zeit geben sich zu nähern. Der Wind war ideal für uns, da er direkt vom See in unser Gesicht blies, somit war auch keine Eile geboten. Wir beobachteten den Bullen für 1h der sich immer mehr in unsere Richtung bewegt. Als er sich auf ca. 500m im hohen Busch in der Ebene an uns heran kam entschlossen wir uns, dass er für den Abschuss passend ist und wir machten einen Plan wie wir ihn angehen wollten. Da er in der Ebene war und wir noch auf dem Hochplateau gab es nur 2 Optionen entweder wir reiten zurück und versuchen ihn in der Ebene anzupirschen oder wir müssen ihn vom Hochplateau aus erlegen, was einen weiteren Schuss zur Folge hätte. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns die Weitschussvariante zu nehmen, da die 8x68s genug Energie und auch eine gestreckte Flugbahn für weite Schüsse aufweist, sollte dies die beste Option sein, um den Elch nicht zu verlieren. Von unserem Beobachtungspunkt pirschten wir uns nun vorsichtig durch die Büsche bis an den Rand des Hochplateaus, welches danach fast senkrecht zu dem Fluss hin abfällt. Wir hielten dabei immer Blickkontakt zu dem Elch, um ihn nicht in den hohen Büschen zu verlieren. Am Rand angekommen konnten wir den Elch noch gut sehen der nun in etwas offeneres Gelände gezogen war. Laut meine Leica Geovid war die Distanz noch 450m, da der Bulle jedoch noch Spitz von vorne in unsere Richtung trottete, wollten wir noch auf den richtigen Moment warten. Wir richteten das Dreibein ein und ich ging in Anschlag um fertig zu sein puttygen , sowie der Bulle die entsprechende Distanz erreicht hat. Als der Elch ca. 370m von uns entfernt war, drehte er sich breit und noch bevor er die hohen Büsche erreichen konnte lies ich die 8x68s CDP aus meiner R93 fliegen und erwischte den Elch auf 370m hoch Blatt, der Bulle zeichnete, blieb aber wie in Schockstarre stehen und ging erst nach meinem Zweiten Schuss auf das Blatt nach unten. Überglücklich über meinen ersten Yukonelch packten wir zusammen und ritten mit den Pferden zu dem Elch für die obligatorischen Bilder und um ihn zu versorgen. Für den nächsten Tag war der Plan nun klar wir müssen den Elch komplett aus der Decke schlagen und alles Fleisch ins Camp transportieren, da nach kanadischem Gesetz kein Fleisch in der Wildnis verbleiben darf. Nach der Versorgung des Elches ging es zurück Richtung Camp, aber der Tag war noch nicht beendet.
KaribouElch
Auf dem Rückweg erspähten wir plötzlich eine Gruppe von Karibous, welche sich am Ende eines felsigen Aufstiegs am Berg niedergetan hatten. Von Fuße des Berges konnten wir mit unseren Gläsern erkennen, dass sich 3 gute Bullen in der Gruppe befanden, inklusive einem mit 2 Vorderschaufeln, wie ich ihn bevorzugen würde. Nach kurzem überlegen entschieden wir uns den steilen Aufstieg in Kauf zu nehmen und wir pirschten uns durch das Geröll und die Felsen vorsichtig Schritt für Schritt Richtung der Karibous. Die Felsformationen gaben uns sehr gute natürliche Deckung PuTTY Quick launch , so dass wir sehr nahe an die Karibous heranpirschen konnten. Nach ca. 30 Minuten Aufstieg waren wir vermutlich ca. 200m von den Karibous entfernt, konnten sie aber durch die Felsen nicht mehr sehen. Beim letzten Aufstiegspunkt hatten wir uns eine kleine Felsformation ausgemacht von wo wir die Karibous in Anblick bekommen sollten, um dann den passenden zu erlegen. Was wir jedoch nicht wussten war dass es bereits der letzte Felsen vor den Karibous war und als wir uns aus der Deckung zu dem Felsen begaben standen die Karibous plötzlich auf 180m frei vor uns und alle Augen auf uns gerichtet. Nun musste es schnell gehen der passende Karibou war zum Glück schnell ausgemacht und noch bevor die Herde abspringen konnte hatte ich mich schon auf dem Rucksack eingerichtet und der Schuss fiel. Der Karibou wurde auf 180m direkt Blatt getroffen und lag sofort im Feuer während der Rest der Herde über den Berg abzog. An diesem Tag war uns Diana sehr hold, so konnten wir nicht nur den Elch sondern am gleichen Tag noch einen starken Karibou erlegen. Nach dem wir den Karibou versorgt hatten nahmen wir uns noch die 2 Lenden mit und ritten zufrieden zurück in unser Basis Camp mit der Gewissheit am nächsten Tag ausschlafen zu können. Abends wurden dann die Lenden gleich in der Pfanne als Kurzgebratenes gut gewürzt zubereitet und wir ließen einen ereignisreichen Tag am Feuer Revue passieren.
Pferde
Am nächsten Tag waren wir von morgens bis abends beschäftigt den Elch und Karibou aus der Decke zu schlagen und mit Hilfe der Packpferde das komplette Fleisch zurück ins Camp zu transportieren. Da ich bereits nach 3 der geplanten 10 Tage meine beiden Wildarten erlegt hatte, entschied ich mich am 7. Tag zusammen mit all dem Fleisch, welches wir geborgen hatten ins Hauptcamp zu fliegen, um noch einige Tage zu angeln. Im Hauptcamp traf ich auch wieder auf die amerikanischen Jäger die auch bereits ihre Trophäen hatten, bzw. der ältere der beiden direkt jeden Morgen aus dem Hauptcamp los ritt anstatt vom Spikezeltcamp.
Camp
Nach 10 Tagen ging es dann via Wasserflugzeug wieder zurück nach Whitehorse, was ich dann noch nutzte um in Whitehorse verschiedene Denkmäler und Ausstellungen der Goldrushzeit und der Ureinwohner mir anzuschauen, bevor es am nächsten Tag wieder mit sehrt vielen schönen Erinnerungen und Erlebnissen zurück nach Deutschland ging. Wer auf der Suche nach starken Elchen ist und eine ursprüngliche Jagd nicht scheut ist im Yukon definitiv sehr gut aufgehoben. Dank der Jagd zu Pferde ist es auch für Jäger, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind machbar, selbst wenn es wie bei mir das erste Mal auf einem Pferd ist. Ich persönlich möchte die Erfahrung nicht mehr missen und werde in Zukunft sicher zurück kehren um mich den Dallschafen zu widmen, die hier ebenfalls bejagt werden können.

Weitere Details zur Jagd in Kanada

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Kanada Alberta – Jagen im Bärenparadies https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/kanada-alberta-jagen-im-baerenparadies/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/kanada-alberta-jagen-im-baerenparadies/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:43:44 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=343 Kanada Alberta – Jagen im Bärenparadies

Frühjahrsjagd mit nahezu Erfolgsgarantie

Kanada ist sehr bekannt für die Frühjahrsjagd auf Schwarzbär. Diese weit verbreitete Bärenart kann in ganz Kanada bejagt werden. Nachdem ich bereits in Britisch Columbia in den Bergen auf Schwarzbär jagen durfte verschlug es unsere Gruppe für diese Jagd in die Prärie von Alberta im Westen Kanadas. Das Landschaftsbild ist von Bergen puttygen , Prärie, kargen Schlag- und Wasserflächen sowie ausgedehnten Nadelwäldern geprägt. Die Provinz hat über 600 Seen und ist reich an Rohstoffen hier insbesondere Gas und Öl welches aus Ölsand gewonnen wird und Alberta zur reichsten Provinz in ganz Kanada gemacht hat. Unsere Reise führte uns über Toronto nach Fort McMurray, eine Stadt die vor allem durch den Ölsand boom stark gewachsen ist und auch heute noch von der Gas- und Ölgewinnung beeinflusst ist.
Quad
Ursprünglich war geplant die erste Nacht in Fort McMurray zu verbringen, auf Grund diverser Unwetter hatten unsere Flüge jedoch soviel Verspätung, dass wir erst einen Tag später morgens landeten und daher gleich am Flughafen von unserem Outfitter abgeholt wurden und mit ihm nach Norden zum Camp fuhren. Dank der gut ausgebauten Straßen der Ölfirmen dauert es nur ca. 2h bis zum Wendepunkt, wo uns bereits zwei weitere Guides mit Quads erwarteten mit denen es eine weiter Stunde in die Wildnis zum Basiscamp ging. Hierzu stehen vier Yamaha Quads inklusive Anhänger bereit, mit welchen das komplette Gepäck und die Verpflegung in das Camp transportiert werden. Auf dem Weg in das Camp konnten wir schon erste Wolf- und Bärenspuren sehen, was unsere Vorfreude noch weiter steigen ließ. Jeder aus der Gruppe wollte zwei Bären erlegen und falls möglich zusätzlich noch auf Wolf waidwerken. In den Wintermonaten ist dieses Gebiet bekannt für viele Wölfe die insbesondere die verschiedenen Straßen nach fressbarem absuchen. Im Mai ist die Wahrscheinlichkeit allerdings um einiges geringer PuTTY SSH connection timed out , da sich die Wölfe in der Zeit der Aufzucht der Jungen in andere Teile des Gebietes zurückziehen. Angekommen im Camp bezogen wir die neu aufgebauten zwei Mann Zelte die jeweils mit Holzboden, Holzbett mit dicker Matratze und einem eigenen Holzofen ausgestattet sind. Anschließend wurde bei einem reichhaltigen Abendessen aus dem Kochzelt der Jagdablauf für die nächsten Tage am Lagerfeuer besprochen. Der Plan ist jeweils morgens und abends an den diversen vorhandenen Baitstellen anzusitzen und auf die Bären zu warten. Jetzt im Frühjahr nach dem Winterschlaf sind die Bären besonders aktiv und auf Nahrungssuche, so dass sie im Prinzip den ganzen Tag an die Kirrungen gehen.
Zelt interiorZelt
Am nächsten Morgen ging es bereits früh los nach einem kurzen Frühstück führen wir jeweils ein Jäger mit Guide zu den vorher vereinbarten Baits. Angekommen an den Baits bezogen wir die vorbereiteten Hochstände oder Bodenstände je nach Platz und warten auf die Bären. Während des ersten Ansitzes war an meinem Bait noch keine Aktivität außer ein par Vögel die sich an den Bärfuttermix bedienten. Gegen Mittag fuhren wir zurück ins Camp und sahen bereits aus der Ferne den ersten Bären der auf einem der Quadanhänger lag. Der erste Jäger, Torsten, aus der Gruppe konnte direkt morgens seinen ersten Bären strecken und wir haben ihn direkt abgezogen und das Fell eingesalzen, um es für den späteren Transport optimal vorzubereiten. Der erste Erfolg am ersten Ansitz ließ auch die Zuversicht in uns beiden anderen steigen, die wir beide noch nichts gesehen hatten. Nach einem Mittagessen und kurzem Schläfchen ging es auch schon wieder los „auf die Piste“ wie wir unsere Anfahrten zu den Baits nannten. Mein Guide und ich entschlossen uns es erneut an der gleichen Stelle wie morgens zu probieren, diese Stelle hat zwei Baits bestehend aus einmal zwei Tonnen mit speziellem Bären/ Hundefuttermix, sowie eine mit Fleisch gefüllt, zudem etwas weiter weg ein spezielles Bait für Wolf, da hier im Winter eine der Hauptwanderlinien der Wölfe liegt. Beim Anfahren an das Bait konnten wir schon aus der Entfernung etwas Schwarzes an dem Bait entdecken. Ein kurzer Blick durch das Fernglas bestätigte es handelt sich um einen Schwarzbären. Da es unmöglich ist an den Hochsitz zu gelangen, entschlossen wir uns die Quads zu parken und gegen den Wind den Bären anzupirschen. Ca. 600m vor der Kirrung pirschten wir los, im Schutze der Bäume kamen wir auf ca. 300m an den Bären ran, dann hatte er jedoch etwas bemerkt, so dass er langsam abzog. Wir glaubten schon den Bären verloren zu haben, aber als wir am Bait ankamen, von wo der Bär geflohen war, sahen wir ihn in ca. 130m langsam im Unterholz ziehen. Schnell war die Waffe im Anschlag und als er sich hinter einem Baum hervorbewegt und das Blatt frei war, konnte ich ihn stehend freihändig auf ca. 100m erlegen. Nach dem Schuss ging er noch 5 Meter bevor er im Unterholz zusammenbrach. Nach der schnellsten Bärenjagd meines Lebens, machten wir zunächst ausgiebig Fotos und schlugen anschließend eine Schneise für das Quad in das Unterholz, um den Bär aus dem dichten Bewuchs heraus zu holen und ins Camp zurück zu bringen.
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Im Camp angekommen wurde der Bär von uns versorgt und wir warteten gemütlich bis auch meine beiden Jagdkollegen für das Abendessen eintrafen. Diesmal konnte keiner der beiden einen Bären erlegen. Als wir abends dann am Feuer saßen konnten wir dann noch ein besonderes Ereignis erleben, über unseren Zelten konnten wir für fast eine Stunde Nordlichter am Himmel beobachten. Nachdem das Schauspiel zu Ende war gingen wir zufrieden schlafen, da wir bereits nach dem ersten Tag zwei Bären erlegen konnten. Am nächsten Morgen war ich wiederum auf meinem Standardplatz und konnte an dem einen Ansitz vier verschiedene Bären, unteranderem einen starken älteren Bären, mit der Kamera aufnehmen. Da ich noch vier Tage hatte und einer unserer Jagdkollege Oliver noch keinen, hatte ich mich entschlossen den Bären nicht zu erlegen und für Oliver aufzuheben, falls er an diesem Morgen keinen bekommen würde. Nach der Rückkehr ins Camp sahen wir erneut einen Bären am Abbalgplatz hängen und es war wieder Torsten, wie am ersten Tag, der bereits seinen zweiten Bären erlegen konnte. Oliver hatte erneut kein Glück daher vereinbarten wir, er solle abends an meinen Platz sitzen und auf den älteren Bären warten. An meinem neuen Platz sah ich abends erneut zwei Bären allerdings kleinere, so dass ich diese nur mit der Kamera knipste. Diesmal war es aber endlich soweit und der bisher als Schneider zurückgekommene Oliver hat an meinem ursprünglichen Platz den alten Bären erlegen können und war überglücklich am zweiten Tag endlich seinen ersten Bären erhalten zu haben. Nachdem nun alle zumindest einen Bären hatten mega pizza , war für den nächsten Tag ausschlafen angesagt.
Muntjak
Am nächsten Tag ging es nach einem guten Mittagessen erneut los und diesmal sollte Diana es mit unserem Oliver sehr gut meinen, an einem neuen Platz den er ausprobiert kommt ihm der größte Bär den wir während der 5 Tage gesehen haben. Dieser war sehr vorsichtig und hatte das Bait zunächst umschlagen, aber als er sich dann auf die Hinterfüße stellte um ein letztes mal Wind zu holen, bevor er verschwindet, nahm der Oliver beherzt die Waffe und schoss ihm direkt im stehen von vorne auf den Stich und der Bär rannte nach dem Schuss einen kleinen Abhang hinunter, wo er im Wald liegen blieb und von dort geborgen werden konnte. Damit war der Jagdkönig für die Woche gekrönt. Freudestrahlend kam er mit seinem Guide und dem größten unserer Bären zurück ins Camp. An diesem Abend feierten wir bis spät in die Nacht die Erlegung seines Bären. Während den nächsten beiden Tagen konnte ich noch einen kleineren Schwarzbär erlegen und alle von uns suchten noch nach Anzeichen von Wölfen, aber außer ein par halbfrischen Fährten sahen wir keine Wolfanzeichen, jedoch sahen wir diverse weitere Bären bei den Fahrten mit den Quads und den Pirschgängen im Revier. Am Ende konnten wir in fünf Tagen ca. 15-20 verschiedene Bären zählen, die wir bei unseren Ansitzen und Fahrten gesehen hatten. Nach fünf ereignisreichen Tagen verließen wir das Camp Richtung Fort McMurray, wo wir eine letzte Nacht im Hotel in Kanada verbrachten und uns noch etwas die Stadt anschauten, bevor es am nächsten Tag von Fort McMurray via Toronto zurück nach Deutschland ging. Wir waren in diesem Trip bereits in der ersten Jagdwoche vor Ort, hier sind bereits viele Bären vom Winterschlaf zurück allerdings kommen die größeren Bären in der Regel etwas später aus ihrer Höhle, so dass die Chance auf größere Bären etwas später insbesondere während der Paarungszeit steigt. Neben Schwarzbär und Wolf bietet das Revier auch sehr gute Elchjagden im Herbst sowie in einem weiteren Teil Jagden auf den Bison im Winter an. Dies ist eine gute Option für einen weiteren Trip unserer Gruppe in die Prärie von Alberta.

Weitere Details zur Jagd in Kanada Alberta

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Schwarzbärjagd in Kanada https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/schwarzbaerjagd-in-kanada/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/schwarzbaerjagd-in-kanada/#respond Wed, 22 Feb 2017 18:50:46 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=93 Schwarzbärjagd in Kanada

Unendliche Weiten trifft auf grandiose Landschaft

Kanada ist für viele der Inbegriff von Freiheit, ein riesiges Land mit unberührter Natur welches von der USA im Süden bis weit in die arktischen Gebiete im Norden reicht. Der ideale Ort um den Stress des Alltags zu vergessen und die Seele baumeln zu lassen. Die erste Reise sollte mich an die Westküste nach Britisch Columbia führen. Via Frankfurt ging es über Vancouver nach Prince George, einer kleinen Stadt in Mitten von Britisch Columbia. Von hier aus führte der Weg mehrere Stunden nach Norden vorbei an riesigen Waldschlägen und atemberaubenden Flüssen und Bächen die sich durch Täler winden, immer weiter in die Wildnis B.C.s. Der letzte Halt vor dem Camp war in Fort St. James, einem Indianerreservat, welches einige Sehenswürdigkeiten wie ein Museum über die Ureinwohner sowie Informationen zum Ursprung von Fort St. James bietet. Wassersportfreunde können sich an dem großen See ihrer Berufung widmen. Die letzten Meter zum Camp, welches idyllisch an einem See im Wald gelegen war, wurde mit dem Boot zurückgelegt, da es keine Straßenverbindung an das Camp gibt.
Das Camp an sich war sehr funktionell eingerichtet und bestand aus dem Haupthaus mit Küche (Gaskocher) und Schlafmöglichkeit für uns Jäger sowie 2 kleinere Hütten für die Berufsjäger und die Köchin.
Für diese erste Frühjahrsjagd waren wir zu dritt, Vater und Sohn die 2:1 Jagen und ich als 1:1 Jäger, Ziel ist für jeden ein Schwarzbär und ein Grizzly für einen der 2:1 Jäger. Abends gab es zur Begrüßung Elchbraten.Anschließend wurden die Pläne für den nächsten Tag geschmiedet. Jens der Outfitter dieses 500.000ha Gebietes begleitete die 2:1 Jäger.

Der erste Tag
Ich jagte mit Warren einem indianisch stämmigen Guide aus Fort St. James. Frühmorgens ging es los.Jede Gruppe fuhr mit einem Pickup in das weite Jagdgebiet auf der Suche nach einem Schwarzbär. Während der Pirschfahrt (eine reine Fußpirsch ist bei der Größe des Revieres nicht möglich) sahen wir vereinzelt Elche durch das Unterholz ziehen und auch eine Bärin mit Jungen aber ein alter Bär zeigte sich an diesem Morgen noch nicht.
Über die Mittagszeit rasteten wir an einem erhöhten Punkt im Revier von welchemmehrere Täler und Wasserstellen mit frischem Grün überwacht werden konnten. Diese Stellen sind sehr vielversprechend PuTTY SSH meaning , da die Bären jetzt nach dem Winterschlaf mit leerem Magen auf der Suche nach frischem Grün waren und vor allem der junge Löwenzahn wie ein Magnet wirkte. Doch auch hier blieb der Erfolg zunächst aus.
Auf der Rückfahrt trafen wir zwei Goldsucher, welche mit Spezialmaschinen den Erdboden nach Gold durchsiebten und tatsächlich uns einige kleine Nuggets und Goldstaub zeigen konnten. Wir erkundigten uns nach Bärsichtungen und sie konnten uns wirklich von einigen Bären berichten welche sie in einem der Seitentäler am Morgen gesehen hatten. Uns packte neuer Mut. Wir entschlossen uns bis zur nächsten Anhöhe zu fahren, um dann die beiden vermuteten Täler per Fuß zu erpirschen. Bei herrlichem Sonnenschein pirschten wir langsam durch die Kiefernjungbestände auf die vermutete Stelle. Plötzlich ein Krachen im Unterholz, mein Guide sagte ich solle sofort das Gewehr fertig machen, da man hier auch mit Grizzlys rechnen müsse und im Ernstfall sollte ich besser vorbereitet sein, falls er angreift. Langsames Anschleichen zu der Stelle von welcher das Geräusch kam, gepaart mit abwarten und hören,zog sich über die nächsten Minuten. Drei Baumgruppen weiter kamen wir an den Rand einer kleinen Lichtung und hier sahen wir endlich, was das Geräusch verursacht hatte. 2 junge Bären tobten über die Lichtung. Nichts zum Schießen, aber allein der Anblick wie unbestürzt diese beiden Schwarzbären mit sich spielten, machte schon die Strapazen des Abstiegs durch dichtes Geäst vergessen.
Da es mittlerweile anfängt zu Dämmern entschieden wir uns langsam zum Auto zurückzukehren und am nächsten Tag einen neuen Versuch zu starten. Abends in der Hütte bei deftigem Essen erzählten auch unsere Mitjäger von einigen Schwarzbärsichtungen, jedoch waren ebenfalls keine schießbaren Bären dabei gewesen.

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Tag 2
Der zweite Tag sollte zumindest für einen von uns mehr Erfolg bringen. Wieder ging es früh raus. Diesmal fuhr ich mit Warren eine gutes Stück weiter nach Norden, was sich auch an der Vegetation bemerkbar machte, da hier die Schneeschmelze noch nicht zu lange her war und somit viel weniger Grün sichtbar war als am Vortag im Süden. Unsere ersten Pirschfahrten verliefen wie am Vortag zunächst ohne Sichtung eines Bären.
Gegen Mittag jedoch sahen wir einen Schatten durchs Unterholz huschen, was Warren sofort als Bär erkannte. Mir ist bis heute noch nicht klar wie er an dem Schatten einen Bären ausmachen konnte. Sofort wurde der Entschluss gefasst diesen Bären anzugehen. Da sich der Bär jedoch in der Kieferndickung sehr gut verstecken konnte, mussten wir einerseits versuchen nahe an ihn heranzukommen, andererseits jedoch vorsichtig sein ihn nicht zu vergrämen. Nachdem wir den Bären eine halbe Stunde durch das Dickicht verfolgt hatten, kamen wir an eine kleine Lichtung, an der wir nun freien Blick auf unseren Bären hatten. Erst jetzt sehen wir puttygen ssh , dass es sich wieder um eine starke Bärin mit ihrem Kleinen handelte. Etwas enttäuscht, dass der Pirschgang erneut umsonst war, aber erfreut am Anblick der kleinen Bärenfamilie traten wir den Rückweg zum Auto an. Bei der anschließenden Pirschfahrt sehen wir, neben zwei kleinen Schwarzbären, auch einen männlichen Grizzly sowie einen Weiblichen mit Jungen. Da wir jedoch nur auf Schwarzbär aus waren wurde der Grizzly nur mit der Kamera beschossen.
Auch wenn der zweite Tag bei mir wieder ohne Erfolg endete, hatte ich doch sehr viele Landschaftseindrücke gesammelt und schöne Fotos geschossen. Zurück im Camp wurden wir von zwei gut aufgelegten Mitjägern empfangen die heute zum ersten Mal erfolgreich waren und einen guten Schwarzbär erlegen konnten. Zur Feier des Tages waren heute neben Warren noch weitere indianische Kollegen aus Fort St. James anwesend die uns auch auf ein Biberessen einluden Buy Lucipro Cipro without Prescription , was wir deutsche Jäger jedoch höflich ablehnten.

Aller guten Dinge sind 3 – Tag 3
Am dritten Tag war nun der Damm gebrochen. Nachdem am Tag zuvor ein erster Bär erlegt wurde, hatten alle riesigen Ehrgeiz nun nachzulegen. Warren und mich verschlug es nun wieder in den Süden mit mehr Vegetation. Bei der Pirschfahrt am Morgen sahen wir erneut einige Elche aber noch keinen Bären. Zur Abwechslung wollten wir diesmal mittags nicht an einem Hügel auf Bär ansitzen sondern fuhren an einen sehr schön gelegenen See in dem hiesigen Jagdblock und probierten unser Glück beim Fischen. Diesmal mit Erfolg. Neben einigen „Squawfischen“ einer speziellen Weißfischart mit vielen Gräten fingen wir auch einige Forellen welche wir dann für das Abendessen mit einpackten.

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Ermutigt von dem „Jagderfolg“ auf die Fische ging es am Nachmittag wieder los auf Schwarzbär. Diesmal wollten wir es in den großen Kahlschlägen probieren, welche von den hier massenhaft vorhandenen Borkenkäfern verursacht wurden. Nach einer kurzen Pirschfahrt sahen wir von unserer Position auf der gegenüberliegenden Seite des Berges einen schwarzen Stein der sich bewegte. Bei näherem Hinsehen mit dem Fernglas entpuppte sich der Stein als Schwarzbär und diesmal ein Passender zum Erlegen. Um den Bär nicht zu verschrecken entschlossen wir uns den Pickup stehen zu lassen und den Bär zu Fuß anzugehen. Wir hatten einen langen Fußmarsch vor uns. Zunächst den kompletten Berg hinunter auf dem unser Auto geparkt war, danach ding es durch den kleinen Fluss im Tal und erneut der Aufstieg in Richtung der Position an welcher wir den Bär entdeckt hatten. Während des Angehens schauten wir immer wieder, ob sich der Bär auch noch an der besagten Stelle aufhält. Einige Meter später hatten wir den Hügel erklommen auf dem der Bär gesichtet wurde und wir pirschten uns vorsichtig von Baum zu Baum, um möglichst den Bär nicht auf uns aufmerksam zu machen.
Mittlerweile war der Bär auf eine große Freifläche ausgetreten die uns keine Deckung mehr bot. Wir schlichen uns auf Knien hinter Baumstümpfen näher und näher an unser gewünschtes Ziel heran. Als wir nur noch 150m von dem Bär entfernt waren mache ich mich bereit, das an der R93 montierte Zweibein ist für einen solchen Schuss aus der liegenden Position prädestiniert. Die Waffe im Anschlag und gespannt wartete ich darauf, dass sich der Bär passend breit stellt um ihm die Kugel anzutragen. Plötzlich dreht der Wind und der Bär schaute in unsere Richtung, noch bevor er zum Sprung ansetzen konnte, um zu verschwinden ließ ich die 8x68s fliegen und der Bär lag auf dem Stand. Nun kommt auch Warren der etwas zurückgeblieben war um nicht zuviel Beunruhigung beim Anpirschen zu haben und gratuliert mir zu meinem ersten Bären.
Nachdem wir den Pickup geholt hatten war der Bär schnell versorgt und wir fuhren zurück Richtung Camp. In Fort ST. James füllten wir noch den Vorrat an Bier auf bevor es zurück zur Hütte ging. Zurück im Camp waren wir diesmal die ersten und konnten so etwas entspannen und bei einem kühlen Getränk auf unsere zweite Jagdgruppe warten. Relativ spät, als es bereits dunkel war, kamen dann auch unsere beiden Kollegen und machten den Tag rundum perfekt, da nicht nur ich, sondern auch beide Kollegen einen Schwarzbär erlegen konnten. Ein normalfarbener und einen Zimtbären.
Da für mich die Bärenjagd beendet war nutzte ich die nächsten beiden Tage zum Ausschlafen, danach half ich dem Berufsjäger die Bären aus der Decke zu schlagen. Gegen Nachmittag nutzte ich dann noch die Gelegenheit mit dem Boot den See um das Camp zu erkunden und versuchte mich erneut im Fischfang, was jedoch im Vergleich zum Tag zuvor nicht erfolgreich verlief.

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Abreise
Am nächsten Tag Stand bereits die Rückreise nach Deutschland an mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken von der weiten unberührten Natur Kanadas. Die fünf Jagdtage vergingen wie im Flug, haben aber gezeigt, dass es im Leben auch ohne Internet, Handy und elektrischen Strom funktioniert und waren der ideale Ausgleich zu der immer hektischeren Berufswelt in der es nur noch um bessere Geschäftszahlen und Produktivität geht.

Weitere Details zur Jagd in Kanada

Schwarzbär
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