Europa – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog Der Jagdblog rund um die Auslandsjagd Sun, 03 Mar 2019 18:05:02 +0000 de hourly 1 https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/wp-content/uploads/2017/02/logo_jagdreisen_quadrat-150x150.jpg Europa – Jagdblog Jagdreisen Fabrig – Alles rund um die Auslandsjagd https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog 32 32 Schweden – Waldvogeljagd in Mittelschweden https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/schweden-waldvogeljagd-in-mittelschweden/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/schweden-waldvogeljagd-in-mittelschweden/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:59:48 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=356 Schweden – Waldvogeljagd in Mittelschweden

Mit dem Finnspitz auf Auerhahn

Auerhahnjagd im Herbst geht das überhaupt? Das war meine erste Frage die mir in den Kopf schoss, als mir ein Freund sagte in Schweden werden die Auerhähne nicht wie in Russland üblich in der Balz sondern im Herbst bejagt. Ich dachte mir wie sollen wir den im Wald die Auerhähne finden, wenn wir sie nicht bei der Balz hören können? Ein klärendes Gespräch mit dem Outfitter brachte dann die Lösung, die Auerhähne werden mit dem Hund bejagt, der ihn für uns findet, aber dazu später mehr. Nach dieser Info war klar wir wollten es probieren, eine Gruppe von sechs Jägern und zwei Begleitpersonen war schnell zusammen und wir reservierten uns den ersten Termin im Oktober, da wir noch etwas wärmere Temperaturen wollten.
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Für die Anreise nach Schweden hatten wir uns für einen Flug nach Oslo und dann die Fahrt mit dem Leihwagen entschieden. Für mich ist dies die einfachste Alternative im Vergleich zu der Anreise über Stockholm oder direkt mit dem Auto von Süddeutschland zu fahren. Auf der ca. 4h langen Fahrt konnten wir bereits die norwegische und schwedische Landschaft genießen und hatten das Glück drei Elche zu sehen. Im Camp angekommen wurden wir herzlich von Samuel und seinem Team begrüßt. Das kleine Camp liegt im kleinen Örtchen Husvallsgölen direkt bei einem Fluss und besteht aus zwei Häusern, die für maximal acht Personen ausgelegt sind. Während des Abendessens machten wir den Plan für die Jagd am nächsten Tag. Am Morgen sollte es zunächst auf Birkhahn an den Balz-/Rastplätzen gehen, hierfür mussten wir sehr früh los, da wir unsere Ansitzschirme noch in der Dunkelheit einnehmen mussten, um die Vögel zu erwarten. Wir waren immer zweier Teams mit einem Guide, Samuel führte Jürgen und mich am ersten Tag und wir entschieden uns auf ein kleines Bergplateau zu gehen, welches ein Hotspot für Birkhähne sein soll. Bereits der Anstieg zu diesem Punkt hatte es in sich, es ging relativ steil einen Berg hoch auf rutschigen Wegen, da es -22 Grad hatte, waren wir zunächst dick angezogen, auf Anraten Samuels jedoch den Anstieg nur mit T-Shirt gewagt was auch gut so war, denn während des 30 minütigen Aufstieg wurde es uns richtig warm und oben angekommen zogen wir unser durchgeschwitzte T-Shirts aus und schlüpften schnell wieder in die Dicken Klamotten für den nun anstehenden Ansitz. Ich selbst wurde etwas hinter dem Schirm mit der Schrotflinte abgelegt, Jürgen und Samuel pirschten noch weiter bis zum Ansitzschirm und Jürgen hatte eine 222. Remington für den Schuss auf den Birkhahn. Da es noch sehr dunkel war mussten wir noch ca. 20 Minuten warten bis wir die ersten schwarzen Umrisse am Himmel und entfernt in den Bäumen sehen konnten.
Mit dem Aufgehen der Sonne kamen die Hähne dann aber sukzessive Näher an den Schirm. Als sich eine Gruppe auf ca. 150m genähert hatte, hörte ich aus meiner zurückversetzten Position den ersten Schuss und sah einen Flug Birkhähne abstreichen. Kurze Zeit später kam eine neue Gruppe eingeflogen und setzte sich erneut auf ca. 140m auf den Böden und die kleinen Bäume. Erneut fiel ein Schuss und ich war sicher wir haben zwei Birkhähne. Bei mir kam während der ganzen Zeit leider nichts vorbei da sich alles auf dem Balzplatz abspielte, daher nutzte ich die Zeit für Fotos und die Beobachtung der einfliegenden Vögel. Nach ca. 1,5h war unser Ansitz für diesen Morgen dann vorbei und ich ging zu Jürgen und Samuel, diese hatten den Birkhahn bereits geborgen und waren dabei Erlegerfotos zu schießen. Der erste Schuss wurde leider von einem für Jürgen nicht sichtbaren Ast abgelenkt, so dass der erste Schuss den Birkhahn verfehlte. Zufrieden mit unserem ersten Ansitz machten wir uns auf den Rückweg steil bergab zu unserem Auto und fuhren in das Camp für ein ausgiebiges Frühstück. Unsere beiden anderen Gruppen die in etwas weiter entfernten Gebieten jagten blieben den ganzen Tag im Revier und hatten ihre Verpflegung mitgenommen. Am Nachmittag sollte es nun auf Auerhahn gehen. Nach kurzer Fahrt waren wir auch schon in Mitten des schwedischen Waldes und schnallten den Hund der uns zu dem Auerhahn führen sollte. Die Jagd mit dem Hund ist sehr spannend, da man an jeder Ecke auf einen Auerhahn treffen kann. Wir verfolgten den suchenden Hund aus etwas Entfernung um den evtl. vorhandenen Auerhahn nicht zu verscheuchen. Wir Pirschten für ca. drei Stunden hinter unserem Hund her. Die Pirsch ist sehr gemütlich, somit auch für körperlich nicht so fitte Jäger geeignet, nur der Boden mit seiner Art von Islandmoos in dem wir immer einsinken macht das Vorankommen nicht ganz so einfach. An diesem Nachmittag hatten wir leider kein Glück und konnten nur eine Henne sehen. Am Abend zurück im Camp trafen wir wieder auf unsere beiden anderen Pärchen, die ebenfalls während des Tages erfolgreich waren. Jeweils ein Jäger aus der Gruppe konnte einen Vogel erlegen. Das Resultat des ersten Tages waren 2 Birkhähne und 1 Auerhahn.
HausBirkhahn
Der zweite Tag
Am zweiten Tag wechselten wir die Guides, so dass jede Gruppe einmal mit jedem Guide gejagt hatte. Diesmal ging es mit Jonas los und wir führen morgens wieder zur Birkhahnjagd jedoch in einen komplett anderen Revierteil. Hier war das Terrain sehr flach und nicht vergleichbar mit dem bergigen Aufstieg am ersten Tag. Im Revier angekommen, bezogen wir unseren Ansitzschirm, da Jürgen bereits seinen ersten Birkhahn hatte, war diesmal ich mit der Büchse dran. Der Platz war umringt von Wald bot aber eine schöne große Freifläche in der sich die Birkhähne gerne einfinden. Trotz besten Wetters wollten die Hähne uns heute aber nicht den gefallen tun und auf dem Balzplatz erscheinen. Gegen Mittag machten wir eine kurze Pause und fachsimpelten über die Jagd in Schweden, während wir bei herrlichstem Sonnenschein unsere Lunchpakete aßen. Anschließend sollte es wieder auf Auerhahn gehen. Bei der Fahrt zum Auerhahnrevier trafen wir auf eine Gruppe von Elchjägern, welche im Nachbarrevier eine kleine Elchjagd machten und dabei einen Elch erlegen konnten. Kaum angekommen ging es auch gleich los immer dem Finnspitz nach. Nach ca. 20 Minuten konnten wir schon den Hund bellen hören, er hatte einen Auerhahn entdeckt und aufbaumen lassen. Vorsichtig pirschen wir uns in Richtung des Hundes der noch ca. 200m von uns entfernt war. Da wir den Vogel noch nicht sehen können pirschen wir ganz vorsichtig weiter in Richtung des Hundes, der immer um den gleichen Baum herumläuft und bellt. Als wir auf ca. 120m herankamen knackte ein kleiner Ast und schon hatte uns der Auerhahn gesehen und strich davon. Etwas enttäuscht aber auch zufrieden, dass wir den ersten Auerhahn gesehen hatten ging es weiter und wir wollten den nächsten Hahn finden. Wir pirschten noch weitere zwei Stunfen und sahen zwei weitere Hähne, da diese uns jedoch schon zuvor sahen konnten wir nur beobachten wie sie wegflogen. Am Abend zurück im Camp präsentierte uns ein Jäger aus unserer anderen Gruppe stolz seinen Auerhahn, nach dem Birkhahn am ersten Tag konnte er somit am zweiten Tag bereits sein komplettes Ziel erfüllen und wollte ab dem nächsten Tag es ruhiger angehen lassen und mit denn beiden Begleitpersonen die Gegend erkunden und die nächsten Ortschaften besichtigen.
Muntjak
Tag Nummer drei
Am dritten Tag waren Jürgen und ich wieder mit Samuel unterwegs. Da der Morgenansitz leider keinen Erfolg brachte gingen wir früher zur Auerhahnjagd über. Bereits nach 10 Minuten sahen wir die ersten beiden Auerhähne allerdings nur im Flug und sie taten uns nicht den gefallen sich in der Nähe nieder zu lassen. Wir pirschten ruhig und vorsichtig weiter hinter unserem Finnspitz her durch die unberührte schwedische Natur und Wälder. Gegen Mittag legten wir eine kurze Pause ein und nahmen die die mitgebrachte Suppe zu uns. Da wir hier nicht mehr viele Auerhähne sahen wollten wir es noch an einer anderen Stelle probieren. Nach einer kurzen Fahrt ging es auch schon wieder los. Wie gewohnt der Finnspitz voraus und wir hinterher. Nach etwa 30 Minuten hörten wir plötzlich den Hund ganz aufgeregt bellen. Und Samuel stoppte sofort PuTTY SSH Windows command line , da er genau wusste an Hand des Bellens, dass sein Hund einen Vogel gestellt hatte. Wir ließen Jürgen zurück damit wir möglichst wenig Bewegung für den Vogel hatten und pirschten uns sehr sehr langsam voran, damit der Auerhahn uns diesmal nicht entdeckt. Der Hund war ca. 300m vor uns und wir pirschten zuerst laufend durch den Wald und Dickicht später robbend immer näher an den Baum heran, unter dem unser Hund seinen Tanz veranstaltete. Als wir ca. 200m vor dem Baum waren, zuckten wir plötzlich zusammen, genau über uns war ein weiterer Auerhahn der uns nun entdeckte und gefühlt so groß wie ein Kondor über uns abzog. Ich dachte schon, dass war es jetzt da er den anderen gleich warnt, aber zu unserem Glück war der noch mit dem Hund beschäftig und ließ diesen nicht aus den Augen. Vorsichtig pirschten wir weiter und ca. 150m vor dem Baum richteten wir uns auf einem kleinen Hügel ein, von wo aus wir den Baum gut im Blick hatten. Dummerweise saß der Auerhahn genau in der Krone, so dass er fast immer von Ästen verdeckt war und es dauerte einige Zeit bis ich ihn ausmachen konnte Buy Zithromax , da quasi alles im Baum schwarz war und der Vogel somit mit seiner Umwelt verschmolz. Nach zehn Minuten suchen konnten wir endlich den Ast erkennen, der einen Schnabel hatte und somit war unser Hahn gefunden. Vorsichtig richtete ich meine 222. Remington aus und konnte den Auerhahn mit einem Schuss auf 150m aus der Krone schießen. Nach dem Schuss rannten wir schnell zu dem Vogel um zu verhindern, dass der Hund ihn schonmal vorbearbeitet. Überglücklich meinen Auerhahn auf einer sehr spannenden Pirsch erlegt zu haben, gingen wir zufrieden zurück zu Jürgen der uns bereits entgegen kam, da er den Schuss gehört hatte. Nach den obligatorischen Bildern fuhren wir zurück ins Camp. Beim Abendessen wurde der Plan für den nächsten Tag fixiert, da ich nun meinen Auerhahn hatte tauschten wir die Teams und ich sollte nun mit Andreas, der auch noch auf seinen Hahn wartete, gehen und Jürgen wollte erstmal ausschlafen. Am Abend erwartete uns dann noch eine Überraschung nach dem Abendessen sahen wir plötzlich Lichter am Himmel flackern und als wir nach draußen gingen, war der komplette Himmel hell erleuchtet mit Nordlichtern die für fast eine Stunde mal mehr mal weniger intensiv am Himmel tanzten.
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Die letzten beiden Tage
An den letzten beiden Tagen folgten wir der gleichen Vorgehensweise wie zuvor, morgens war immer der Ansitz auf Birkhahn angesagt und ab mittags suchten wir mit den Hunden nach den Auerhähnen, ich selbst hatte nur den Auerhahn geplant, so dass ich keine weiteren Versuche unternahm noch einen Vogel zu bekommen. In den fünf Tagen konnte unsere Gruppe insgesamt sechs Birkhähne und vier Auerhähne erlegen und haben noch viele weitere gesehen. Auch wenn ich zu Beginn skeptisch war was die Auerhahnjagd außerhalb der Balzzeit betrifft muss ich nach dieser Jagd sagen, dass dies wirklich ein super Erlebnis war und die Jagd der Balzjagd in nichts nachsteht. Der Bestand an Waldvögeln hier ist sehr gut, so dass jeder Jäger gute Chance hat seine begehrte Trophäe auch zu bekommen. Neben Auer – und Birkhahn kann auch noch der Haselhahn und Schneehahn bejagt werden. Der Haselhahn ist jedoch eine komplett andere Jagd mit der Haselpfeife um den Vogel anzulocken und der Schneehahn wird im Winter ohne Hund bejagt. Erfolgreich und zufrieden fuhr unsere Gruppe am siebten Tag wieder zurück nach Oslo, um den Heimflug anzutreten. Die Vögel hatten wir hierbei direkt im Gepäck mitnehmen können, so dass auch keine weiteren Transportkosten anfielen. Einer unserer Mitjäger hatte sofort in Schweden gleich den nächsten Trip auf die Vögel gebucht und fliegt dieses Jahr bereits zum dritten Mal in das schwedische Särna. Wer nicht unbedingt die Balzjagd auf Auerhahn erleben möchte ist mit Schweden sehr gut bedient und hat zudem eine deutsche Jagdführung, sowie keine speziellen Vorbereitungen wie Visa oder sonstiges zu beachten da Schweden Mitgliede der EU ist.

Weitere Details zur Jagd in Schweden

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Slowenien – Jagd auf die Königin der Alpen die Gams https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/slowenien-jagd-auf-die-koenigin-der-alpen-die-gams/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2018/09/15/slowenien-jagd-auf-die-koenigin-der-alpen-die-gams/#respond Sat, 15 Sep 2018 13:56:58 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=352 Slowenien – Jagd auf die Königin der Alpen die Gams

Waldgamsjagd im Kokratal

Klein, fein und bezahlbar das sind die drei Worte die mir sofort einfallen, wenn ich an die Gamsjagd in Slowenien denke. Das aus dem ehemaligen Jugoslawien hervorgegangene Slowenien hat sich zu einem Hotspot der Gamsjagd entwickelt. Seinen guten Ruf als Gamsland hat Slowenien einerseits durch die sehr guten Gamsbestände und auch gute Trophäenqualität erarbeitet, andererseits auch durch Preise die teilweise halb so teuer wie im benachbarten Österreich sind. Obwohl in einigen Revieren sogar die gleiche Gams bejagt wird, da die eine Seite österreichisch und die andere Seite slowenisch ist, sind die Preisunterschiede enorm.
Muntjak
Für die Jagd auf Gams habe ich mich in das Kokratal begeben, welches von Deutschland sehr einfach mit dem Auto über Österreich erreichbar ist und das Jagdrevier liegt sehr nahe an der Österreichisch-Slowenischen Grenze. Eine weitere Option wäre per Flugzeug nach Ljublijana und sich vom Flughafen abholen lassen oder Leihwagen nehmen, da ich aber flexibel sein wollte war das eigene Auto die beste Option. Da ich und mein Kollege bereits am Ankunftstag gegen Mittag in unserer Unterkunft ankamen, hatte der Berufsjäger uns gleich angeboten wir könnten sofort einen Abendpirschgang machen und schauen, ob wir schon eine Gams bekommen können. Da wir nach der längeren Autofahrt trotzdem noch recht fit waren, hatten wir zugestimmt und gegen 15:00 Uhr ging es dann auch schon los. Hier im Kokratal wird auf die Waldgams gejagt, d.h. es besteht viel Wald und nur in den höheren Lagen ist man an oberhalb der Baumgrenze. Dies macht die Jagd auf der einen Seite spannend, da überall auf Kahlschlägen und Schneisen mit Gamswild gerechnet werden kann zum anderen bietet sich diese Jagd auch für ältere Jäger oder diejenigen die nicht mehr zu gut zu Fuß sind an, da die meisten Teile des Revieres über gute Forstwege erreichbar sind. Dank der Waldgebiete bietet das Revier neben Gams auch Rotwild und teilweise Rehwild, so dass nach erfolgreicher Gamsjagd auch noch eine Jagd auf Rotwild möglich wäre. Unser Augenmerk liegt aber diesmal nur auf der Gams.
CanyonGams
Am ersten Abend pirschen wir verschiedene aussichtsreiche Stellen an und setzten uns die letzte Stunde an eine ca. 1-2 Jahre alten Schlagfläche, konnten aber noch keine Gams erblicken. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück ging es erneut los. Zunächst stiegen wir relativ hoch zu einer weiteren Schlagfläche auf und beobachteten die Fläche für ca. 1h. Dabei kamen uns einige Stück Rotwild und eine junge Gams, aber noch keine im passenden Alter. Anschließend fuhren wir verschiedene Schläge und Freiflächen ab, konnten aber nur noch 2 Stück Rotwild, sowie eine Geis mit Kitz sehen. Über Mittag ging es zurück in die Pension und mein Kollege erzählte ebenfalls von einigen Gämsen, die er mit seinem Guide gesehen hatte, aber alle waren noch zu jung. Nach einem Mittagessen und kurzem Mittagschlaf ging es abends gleich wieder los. Diesmal hatte sich mein Berufsjäger für die Pirsch in etwas steinigerem Gelände entschieden welche an einer größeren Schlucht endete, von wo aus wir einen sehr guten Blick auf die gegenüberliegende Seite mit sehr vielen starken Wechseln im Geröll und einer Salzlecke hatten. Hier wollten wir heute unsere Chance probieren und auf unsere Gams warten. In regelmäßigen Abständen glasten wir die verschiedenen Wechsel ab und behielten vor allen die Salzlecke im Auge. Plötzlich tat sich etwas und auf dem Wechsel kamen die ersten Gämsen, allerdings erneut ein Jährling und eine Geis mit Kitz. Als es schon langsam etwas dunkler wurde, näherte sich eine Gams der Salzlecke. Sofort griffen wir zu unseren Ferngläsern Buy Doxycycline , um zu schauen, ob diesmal die passende dabei ist. Die Gams ist eine ca. 6-jährige Gams mit sehr guter Krucke allerdings ist eine Seite abgebrochen, so dass wir uns entschieden sie ziehen zu lassen. Da sie vermutlich die Hauptgams um die Salzlecke war, konnten wir keine weiteren Gämsen an diesem Ansitz erblicken. Zurück in der Unterkunft erzählte mir mein Kollege beim Abendessen, dass sie ebenfalls erneut einige Gämse gesehen hatten, darunter eine sehr alte starke Geis die sie erlegen wollten, aber der Wind nicht auf ihrer Seite war, so dass sie absprang, bevor er zu Schuss kam. Mit dem Wissen, dass wir erneut einiges an Gämsen gesehen haben gingen wir zu Bett um früh morgens für den erneuten Versuch wach zu sein.
GamsSchlagflaeche
Am nächsten Morgen wollten wir die Zeit nutzen und anstatt anzusitzen mehr im Revier fahren und Pirschen um einen größeren Bereich abdecken zu können. Nach ca. 1h sahen wir plötzlich beim Fahren einen sehr guten Gamsbock im Schlag stehen, welchen mein Berufsjäger schon kannte, allerdings wurde auf diesen bereits 3-mal von Jägern vorbeigeschossen, so dass er entsprechend vorsichtig ist. Wir fuhren langsam weiter und pirschten dann vorsichtig zurück. Der Bock war noch da ist aber auf ca. 380m steil den Berg hochgezogen. Leider spielte uns aber das Wetter nicht in die Karten, mit dem Fernglas konnten wir den Bock noch schemenhaft finden allerdings war es, durch den Nebel der nun aufstieg, unmöglich den Bock noch im Zielfernrohr genau zu erfassen. Da wir auf diese Entfernung keinen Fehlschuss oder Verwundung riskieren wollten, entschlossen wir uns weiter zu suchen und später noch einmal hierher zu kommen. Als wir zurück zum Auto pirschten sahen wir plötzlich in einem Schlag auf der anderen Seite des Revieres 3 Gämse stehen darunter ein älterer Bock. Nach kurzer Überlegung war der Entschluss gefasst es auf diesen zu versuchen. Wir fuhren zunächst auf die andere Seite des Revieres um dann vom Fuße des Berges in Richtung des Kahlschlages zu pirschen. Nach ca. 25 Minuten erreichten wir einen kleinen Bodensitz von dem wir den Schlag einblicken konnten, und zu unserem Glück war der Bock noch da allerdings auf 450m und verdeckt durch Büsche. Wir entschieden uns näher heran zu pirschen und krochen unter Ausnutzung jeder verfügbaren Deckung bis zum Fuße des Schlages. Von hier aus hatten wir einen sehr guten Blick auf die komplette Fläche und konnten den Bock auf 250m gut ansprechen pizzakurier bern , allerdings immer noch nicht erlegen, da er weiter verdeckt im Gebüsch stand. Aufgelegt auf meinen Rucksack richtete ich mich ein, um den Bock zu erwarten, wenn er aus dem Gebüsch heraustritt. Nach ca. 15 Minuten Wartezeit tat der Bock uns den Gefallen und ich konnte ihn auf 250m steil bergauf erlegen und er brach im Feuer der 8x68s sofort zusammen. Nach einem weiteren sehr anstrengenden Anstieg der fast senkrecht den Berg hoch ging hatte ich endlich meine begehrte Trophäe in der Hand, ein guter Bock mit 90CIC Punkten. Zufrieden stiegen wir vorsichtig wieder den Berg mit unserer Gams herab und trafen uns mit meinem Kollegen und seinem Berufsjäger in der Pension, die diesmal wieder Gämse gesehen hatten aber keine passende dabei war.

Am Abend hatten wir noch einen letzten Ansitz bei dem wir wieder Rotwild inkl. 12 Hirsch und Gämse sahen jedoch nicht mehr zu Schuss kamen. Da mein Kollege bereits über 50 Gämse geschossen hatte, war er nur speziell auf sehr alte Geisen oder 100+CIC Gämse aus, die wir in den 2 Tagen bis auf die eine alte Geis leider nicht erblicken durften. Der Gams Bestand ist sehr gut, so dass wir nahezu bei jedem Pirschgang Gämse oder Rotwild sahen, für die noch gezieltere Jagd auf starke Trophäen bietet sich jedoch die Brunft Zeit besser an als Ende August. Unsere Jagd fand hier in einem Revier statt in dem vorallem die Waldgams bejagt wird, Slowenien bietet jedoch auch Reviere die mehr hochalpine Jagden ermöglichen, so dass je nach Wunsch verschiedene Gebiete gewählt werden. Wer eine gute und sehr sichere Jagd zu vernünftigem Preis möchte, dem bietet Slowenien sicher das best mögliche Gamsland.

Weitere Details zur Jagd in Slowenien

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Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/#respond Wed, 22 Feb 2017 18:52:29 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=96 Traditionelle Elchjagd mit Hund in Finnland

Unsere Gruppenreise führte uns dieses Jahr zur traditionellen Elchjagd nach Finnland. Finnland ist bekannt als das Land der Seen und Wälder. Dies wiederum stellt ideale Lebensbedingungen für das Elchwild dar. Die Wilddichte ist bei weitem geringer als wir es von Deutschland kennen. Pro Jahr werden dort ca. 50000 Elche erlegt. Die Elchjagd in Finnland erfolgt größtenteils als Gemeinschaftsjagd, welche von den Jagdclubs durchgeführt wurd und in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Dezember stattfindet. Das Klima in Finnland um diese Zeit ist bereits um einiges kälter als in Deustchland so dass eine entsprechende Kleidung und Ausrüstung insbesondere auch mit Schutz gegen Nässe wichtig ist. Ich vertraue hierbei auf die neue Muflonserie von Deerhunter die Dank Deertexmembran und 3M isolierung ideal für das finnische Klima geeignet ist. Da Sicherheit die oberste Priorität hat muss bei der Jagd jeder eine rote Schildmütze sowie Signalweste oder Rote Jacke tragen, meine Kollegen haben sich daher für Signaljacken entschieden und bei der Jagd sehr gute Erfahrung mit der Deerhunter Cumberland in Orange gemacht. Unsere Jagd führte uns in 2 unterschiedliche Reviere Finnlands. Eines in der Nähe von Rantasalmi und eines bei Savoranta.

Die Anreise nach Finnland erfolgte sehr unkompliziert z.B. mit Finnair, welche über Helsinki auch in die entlegensten Flughäfen, wie in unserem Fall Joensuu, weiterfliegen. Die Waffe wird komplett bis zum Endziel durchgechecked. Nach der Abholung am Flughafen wurde zunächst ein Schiesstand mitten im Revier angesteuert, wo jeder Jäger 5 Schuss – 2 sitzend aufgelegt, 3 stehend freihändig – auf eine Elchscheibe abgeben musste, um zu kontrollieren, dass die Waffe nach dem Flug nicht verstellt wurde. Nachdem dies von allen gemeistert wurde ging es zu unserer Unterkunft in der wir die ersten 3 Tage übernachten sollten. In der praktisch eingerichteten Unterkunft mit 2 Doppelzimmer und Küche/Essbereich wurden wir von unserem Guide Pekka bekocht. Nach einer kurzen Nacht ging es am nächsten Morgen bereits früh los. Nach einem reichhaltigen Frühstück im Herrenhaus von 1770 trafen wir uns nach kurzer Fahrtzeit bereits mit der heutigen Jagdgruppe. Unsere Gruppe bestand aus ca. 15 Jägern mit deutschsprachigem Jagdleiter. Nach kurzer Einführung, Standvergabe und selbstgemachtem Blaubeerkuchen mit Kaffee ging es direkt ins Revier. Die Wälder Finnlands sind sehr unterschiedlich strukturiert. Meist als Mischwälder mit hohem Birken und Kiefernanteil, teils auch Fichtenwälder.

Unser erstes Revier hatte sowohl offene Flächen mit bis zu 1,5m hohem Gras, aber auch Waldstellen und Feldränder zu bieten. Bei der Jagd wird traditionell der Elchhund eingesetzt. Der Hund läuft dabei frei im Revier und sucht gezielt nach Elchen, alle diese Hunde sind mit GPS Peilsendern ausgestattet welche auf dem Smartphone den genauen Standort anzeigen. Sobald ein Elch gefunden ist wird dieser verbellt und abhängig vom Elch, wird dieser entweder langsam vor dem Hund auf dem Wechsel im Troll weglaufen, so dass die am Wechsel postierten Schützen auf ihn warten können, oder der Elch stellt sich und wird vom Hund auf den Platz gebunden. Im letzteren Fall wird der Hundeführer dies auf seinem GPS Gerät sehen und den nächst postierten Schützen abholen, um den Elch anzupirschen. Ca. 30 Minuten nach dem Start des Treibens ist bereits Hundegebell zu hören, was anzeigt, dass ein Elch entdeckt wurde da die Hunde nur bellen wenn sie tatsächlich auf einen Elch treffen. Gespannt warten alle Schützen und hören in welche Richtung sich der Hund bewegt. Von meinem Stand aus ist nach 15Min kein Hund mehr zu hören, doch plötzlich bricht ein Schuss auf der anderen Seite des Revieres. Eine Stunde später ist die erste Jagd beendet und wir treffen uns mitten im Wald an einer der vielen vorhandenen Grillstellen, wo wir bei offenem Feuer unsere Stockwürste, sowie mitgebrachten geräucherten Lachs essen. Als wir an der Grillstelle ankamen wurden wir bereits freudestrahlend von unserem Jagdkameraden empfangen, welcher auf der anderen Revierseite ein Elchkalb und damit seinen ersten Elch erlegen konnte. Auf offenem Feld war ihm eine Elchkuh mit Kalb angewechselt und mit sauberen Schuss konnte er das Kalb erlegen. Ein weiterer Jäger unserer Gruppe war zudem mit dem Hundeführer 2 Elche angepirscht, welche vom Hund gestellt wurden. Auf Grund des dichten Bewuchses konnte er jedoch nicht schießen.

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Nach der Mittagspause ging es in das gleiche Revier zurück. Diesmal wurden die gleichen Plätze wie zuvor eingenommen, jedoch wurden intern in der Gruppe die Plätze getauscht. Der Nachmittag verlief eher ruhig, wir hatten in meinem Bereich einen Elch, welcher mit Hund anwechselte, jedoch kurz vor uns abbog, so dass wir ihn nicht sehen konnten. Nach der Jagd erfuhren wir, dass im anderen Bereich, wo morgens das Kalb fiel, einem weiteren unserer Jäger ein Elch kam, diesmal jedoch ein starker Schaufler was auch für Finnland nicht die Regel ist. Obwohl der Elch ca. 40 Minuten in der Nähe unseres Kollegen war, konnte er ihn nicht erlegen, da er durch das dichte Geäst nur teilweise das Haupt sehen konnte, aber keine Chance hatte einen waidgerechten Schuss anzubringen. Zufrieden mit dem ersten Tag und bereits dem ersten Erfolg, fuhren wir zurück in unser kleines Häuschen, wo wir am Abend die Elchleber des erlegten Kalbes braten wollten. Da wir noch früh in der Zeit waren fragte uns der Gutsbesitzer ob wir nicht noch Lust hätten auf Enten zu jagen Buy Lucipro Cipro , mein Jagdkollege und ich waren sofort dabei. Gesagt getan, ging es auch gleich los, mit 2 Leihwaffen erreichten wir nach kurzem Marsch einen kleinen Teich. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns. Es zog starker Sturm auf, so dass die wenigen Enten, welche sich dem Teich näherten mit Rückenwind wie ein Pfeil an uns vorbeiflogen. Bei dieser Jagd hatte sich die Deerhutner Muflonjacke wieder bezahlt gemacht, da sie weder den Sprühregen noch die Kälte des Windes durchließen. Am Ende konnten wir zumindest eine Ente erlegen was für reine Schalenwildjäger aus Deutschland bei diesen Bedingungen schon eine Leistung war. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass durch den Sturm, welcher in der Nacht noch viel stärker wurde 70000 Haushalte ohne Strom waren. Nach der Rückkehr von der Entenjagd wurde die Entenbrust sowie die mitgebrachte Elchleber von Pekka zubereitet und serviert. Beides war vorzüglich und alle Jäger befanden dies wäre die beste Leber die sie je gegessen hätten. Wie sich anschließend herausstellte ist Pekka nicht nur ein sehr guter Guide, sondern hat auch bei den finnischen Outdoorkochmeisterschaften den 2. Platz belegt, wobei er Erster bei Geschmack war und nur auf Grund seiners Anrichtens etwas Abzug bekam. Gut gestärkt gingen wir früh zu Bett um für den nächsten Tag gerüstet zu sein.

Am 2. Jagdtag fuhren wir in ein neues Revier im gleichen Jagdclub. Da der zweite Tag auf einen Samstag fiel, waren wir diesmal eine größere Gruppe, da insbesondere auch die Jungen und sonst arbeitenden Jäger mit dabei waren. Das morgentliche Treiben fand in einem Fichten- und Birken- Hochwald statt PuTTY download connection Manager , welcher um einen der vielen Seen gelegen ist. An diesem Morgen hatte unsere Gruppe keinen Erfolg. Die 3 eingesetzten Hunde konnten in dem kompletten Bereich nur einen Elchbullen ausmachen. Dieser war jedoch sehr schnell über die Reviergrenze gewechselt. Dann eine Kuh mit 2 Kälbern von welchen einer der ortsansässigen Jägern eines erlegen konnte. Während unserer Mittagspause bei offenem Lagerfeuer merkten die Hundeführer, dass ihre Hunde in einem größeren Waldgebiet Elche gestellt hatten. Daraufhin wurde die Mittagspause verkürzt und es wurde ein Plan aufgestellt, wie wir das entsprechende Gebiet angehen und umstellen konnten. Erneut erhielt jeder einen Standplatz zugewiesen und wir fuhren voller Erwartung an die neue Stelle. Im Vergleich zu den Revieren zuvor war diesmal für unsere Gruppe eine Position am Waldrand vorgesehen, welche direkt an ein Haferfeld angrenzte. Bereits bei der Ankunft konnten wir immer wieder die Hunde im Wald hören und warteten gespannt darauf, dass wir Elche sehen würden. Nach etwa 30 Minuten kamen plötzlich 3 Elche, 55m von meinem Stand im Troll auf das Feld gezogen. Voraus die Elchkuh, danach Kalb und am Ende ein junger Bulle. Wie zu Hause auf unserer Schwarz und Rotwild-drückjagden gewohnt fuhr ich mit der R93 mit dem Elch mit und hielt entsprechend weit vorne an ohne zu bedenken dass unsere Sauen um einiges schneller unterwegs sind. Das Ergebnis war, dass der erste Schuss genau vorne vorbei ging, der zweite Schuss mit der 308 traf dann genau das Blatt und der Bulle ging im Knall zu Boden. Während dieser Zeit zog die Elchkuh und Kalb weiter an mir vorbei und ich konnte noch das Kalb erlegen. Die Elchkuh welche weiter Richtung meines Nachbarschützen und Jagdkollegen gezogen war wurde von diesem anschließend erlegt, so dass wir bereits in 2 Tagen 4 Elche für unsere Gruppe verbuchen konnten.

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Anschließend war die Jagd für den Tag beendet und alle zusammen halfen die Elche zu bergen und an das Skinnerhaus mit Kühlzelle zu bringen. Am Abend verabschiedeten wir uns von den Jagdclubmitgliedern, welche uns so herzlich aufgenommen hatten und fuhren ca. 150km weiter in ein neues Gebiet um wiederum unser Glück auf Elch zu versuchen. Die neue Unterkunft welche wir spät in der Nacht erreichten war ein sehr schönes Blockhaus idylisch am Ufer eines Sees gelegen.

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Jagdtag Nummer 3 sollte für uns der einzige ohne Abschuss bleiben. Nachdem bereits 3 Jäger unserer 4er Gruppe Jagderfolg hatten galt es noch unseren letzten Jäger zu Schuss zu bringen. Das neue Gebiet ist um einiges größer als die vorhergehenden, so dass auch entsprechend die Jagdgesellschaft diesmal aus mehr als 40 Jägern bestand. Als wir erzählten, dass wir in 2 Tagen bereits 4 Elche erlegen konnten wurde uns mitgeteilt, dass wir sehr viel Glück gehabt hätten. Normalerweise kommen nicht alle Gastjäger einer Gruppe tatsächlich auf einen Elch zu Schuss, obwohl meist die besten Plätze für die Gastjäger vorgehalten werden. Nach einer sehr detailierten Einweisung zu Beginn der Jagd in Finnisch, erklärte uns Ero ein deutschsprachiger Finne, was genau der Jagdleiter besprochen hat und gab uns die Info, welche Plätze uns zugelost wurden. Die erste Jagd fand in einem Birken/Kiefer Hochwald mit hohem Unterwuchs statt. Unsere Gruppe bildete eine Schützenkette an einer der ausichtsreichsten Stellen des Revieres und wir warteten gespannt auf die ankommenden Hunde. Es waren auch mehrere Hunde zu hören, jedoch waren diese wie sich später herausstellte im Nachbarrevier. An meinem Platz kam an diesem Tag bis auf einen Eichelhäher nichts vorbei. Mein Nachbarschütze jedoch hatte einen guten Anblick. Ihm kam auf 100m ein Elchbulle, welcher sich im dichten Unterholz langsam auf ihn zubewegte, ca. 60m vor ihm drehte er plötzlich ab und verschwand im Unterholz, ohne dass er die Chance hatte, zu Schuss zu kommen. Damit hatte auch der letzte von uns zumindest einen Elch gesehen. Aber er sollte seine Chance noch bekommen einen zu erlegen. Danach war die Morgenjagd beendet und es ging zurück ins befestigte Blockhaus des Jagdclubs zum Mittagessen. Am Nachmittag stellten wir erneut ein neues Gebiet angrenzend an einen größeren See ab. In diesem Gebiet konnten die Hunde jedoch keine Elche finden, so dass wir bereits früh abbrachen und zurück in unsere sehr komfortable Unterkunft mit Sauna fuhren, um beim Abendessen die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen.

An unserem letzten Jagdtag wurde die Spannung auf die Jagd bereits bei der Ankunft im Jagdgebiet aufgebaut, da in diesem Gebiet ein 20-Ender Elchbulle seine Fährten ziehen soll und erst vor kurzem wieder gesehen wurde. An diesem Tag sind wir nur eine kleine Jagdgruppe mit ca. 10 Jägern und Hundeführern. Nach einer kurzen Reviereinweisung ging es gleich los. Unsere Gruppe wurde diesmal wieder aufgeteilt, ein Jäger stand am Anfang des Revieres, 3 weitere am Ende da dort die beiden Hauptwechsel der Elche waren. Unser Jäger, welcher noch nicht zu Schuss kam bezog den Hotspot an dem 2 große und mehrere kleinere Wechsel vorbeilaufen und der ein sehr gutes Schussfeld in nahezu alle Richtungen bot. Nach ca. 1h in der wir in der Ferne immer wieder Hunde hörten,sah ich plötzlich wie mein Nachbarschütze in Anschlag ging und kurz darauf der Schuss bricht. Als nach kurzem repetieren ein weiterer Schuss brach war ich sicher unser letzter Jäger hatte auch noch Jagderfolg. Zunächst war uns unklar ob er evtl. sogar Kuh und Kalb erlegt hatte eine kurze Whatsapp klärte jedoch auf, dass er einen Elchbullengabler erlegen konnte. Nach dem Schuss trafen sich alle Jäger beim erlegten Elch und seinem überglücklichen Erleger, um den Elch mit gemeinsamer Kraft aus dem Wald an den nächsten Weg zu ziehen. Damit hatte jeder unserer Gruppe seinen Elch und wir konnten zufrieden zurück zum Treffpunkt für eine kleine Mittagsmahlzeit fahren puttygen download , bevor es wieder an die gleiche Stelle raus ging.

Der Nachmittag hätte der Höhepunkt der Jagdwoche werden können, der Jäger welcher am ersten Tag bereits das Kalb erlegt hatte, war diesmal auf dem Hotspot und die Hunde hatten einen Elch genau in seine Richtung getrieben. Laut dem GPS Signal musste der Elch sehr dicht am Hochsitz vorbeigezogen sein, jedoch konnte der Jäger nichts sehen. Nachdem die Jagd beendet war, da neben diesem Elch keine weiteren im Treiben waren, schauten wir uns das Gebiet in dem der Elch laut GPS gewesen war genauer an. Wie sich herausstellte war der Elch beim Anwechseln auf den Schweiß des morgens erlegten gekommen und hat daraufhin abgedreht ohne dass er für den Schützen sichtbar wurde. Gemäß der gefundenen Fährten handelte es sich um einen sehr starken Bullen. Evtl. war dies der hier heimische 20ender. Mit dem erlegten Elch ging es dann zurück zur Kühlkammer und unsere Guides fragten ob wir noch Interesse an einer Bieberjagd hätten. Zuerst waren wir etwas zögerlich da Bieber ja eher selten sind aber hier wurden wir aufgeklärt, dass die in Ost Finnland heimischen Bieber ursprünglich aus Kanada eingeführt wurden und mittlerweile eine große Plage darstellen und sehr viel zerstören. Daher entschlossen wir uns am Abend noch auf Bieber zu versuchen. Die Bieberjagd findet an den Seeen und in Feuchtgebieten statt bei dem wir beim Angehen durch Schilf und Moor mussten. Hier sind gute Gummistiefel und wasserdichte Kleidung wie meine Deerhunter Almati Hose und Muflon Jacke sehr von Vorteil wobei die Max5 Tarnung der Muflon im Schilf einen weiteren Pluspunkt darstellt. Am See angekommen, entdeckten wir nach einer viertel Stunde bereits einen Bieber, welchen wir bis auf 40m vom Ufer anpirschten. Die Bieberjagd findet hier entweder mit Schrot oder mit der Kugel beim Schwimmen im Wasser statt. Für meine Jagd habe ich meine bewährte R93 in 308 gewählt, welche mir zuvor bereits beim Elch gute Dienste leistete. Den entdeckten Bieber konnte ich auf ca. 40m knieend angestrichen an einer Birke per Kopfschuss im Wasser erlegen. Kurze Zeit später fiel ein weiterer Schuss und ein weiterer Jagdkollege konnte ebenfalls einen Bieber, diesmal mit Schrot im Wasser erlegen. Am Abend ging es zurück in unsere komfortable Blockhütte wo zusammen mit unseren Guides der letzte Jagdtag ausklang.

Der fünfte Tag war als Abwechslung als Angeltag auf einem der sehr vielen Seeen geplant. Früh morgens ging es bereits ans Wasser bei teils eisigen Temperaturen. Um diese Zeit ist das Wasser bereits stark abgekühlt, so dass die im Sommer leicht zu fangenden Zander nicht gut beißen. Das Ergebnis haben wir dann auch bei unserem Schleppangeltrip gemerkt, wir konnten in 2-3h ca. 5-7 Hechte fangen, wovon wir den größten als Filet auf offenem Feuer zum Mittag grillten. Die für den Nachmittag geplante Jig-Angelsession war leider nicht erfolgreich, da die Wassertemperatur bereits zu niedrig war, so dass wir früher zurück fuhren, um am Abend erneut auf Bieber zu jagen, was jedoch erfolglos blieb.

Nach 5 spannenden Jagd- und Angeltagen bei denen wir viele neue Freundschaften geschlossen haben und uns von der überwältigenden Gastfreundschaft der Finnen begeistern ließen, ging es zurück von Joensuu über Helsinki nach Frankfurt. Für alle von uns war sofort klar, dass dies definitiv nicht der letzte Trip nach Finnland war und wir in 2 Jahren erneut unser Glück im hohen Norden evtl. kombiniert mit Weißwedelhirsch versuchen möchten.

Weitere Details zur Jagd in Finnland

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https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/traditionelle-elchjagd-mit-hund-in-finnland/feed/ 0
Hirschjagd in Schottland https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/hirschjagd-in-schottland/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/hirschjagd-in-schottland/#respond Wed, 22 Feb 2017 18:46:50 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=90 Hirschjagd in Schottland

Jagderlebnisse in den Schottischen Highlands

Raue Landschaft, unberechenbares Wetter, Whisky, ursprüngliche Natur und Mythen wie Loch Ness dafür steht Schottland und macht diesen Teil von Grossbritannien zu einem begehrten Ziel für Touristen aus aller Welt. Neben diesen Eigenschaften hat Schottland insbesondere für uns Jäger noch einiges mehr zu bieten. Bekannt sind insbesondere die Highland Jagden auf Hirsch, Rotwild und Sikawild.Zusätzlich bietet Schottland aber auch interessante Jagden auf Rehbock und Niederwild wie Fasane puttygen download windows , Enten, Grouse oder Hasen.
Für meinen ersten Schottlandtrip habe ich mich für die klassische Highlandjagd auf Rothirsch mit Stalker entschieden. Die Erfolgsaussichten sind hierbei sehr groß da die Stalker ihre Reviere in- und auswendig kennen und es reichen bereits 3-4 Tage im Normalfall für einen Abschuss aus.

Vorbereitung ist alles
Eine Jagd in den Highlands bedeutet auch einiges an Laufarbeit da man sich über große Strecken und in bergigem Gelände dem Wild nähern muss. Um nicht ganz unvorbereitet zu sein hatte ich einige Wochen vorher begonnen den Körper mit leichtem Lauftraining wie Joggen auf die Jagd vorzubereiten. Neben der Fitness spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle https://antibiotictabs.com/levaquin/index.html , und da in Schottland an einem Tag drei unterschiedliche Jahreszeiten auftreten können sollte der Jäger entsprechend vorbereitet sein. Ich habe mich für die Deerhunter Almati Jacke und Hose entschieden PuTTY SSH auto login , diese hat mir bereits bei der Jagd in England gute Dienste erwiesen, da sie Dank Deertexmembran sowohl wasserdicht als auch Atmungsaktiv ist zudem gibt es für die Hose im Kniebereich extra Einlagen welche beim Robben durch die Highlands sehr vorteilhaft sind.
Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren und auch die Waffengenehmigung der schottischen Polizei vorlag, ging es per Flugzeug nach Edingburgh von woaus die Fahrt 3h nach Norden nach Kingussie in die Highlands folgte. Angekommen in einem schönen kleinen Hotel genoss ich Abends das reichhaltige Dinner welches in der Vollpension inkludiert war und freute mich auf den nächsten Morgen wenn es um 8:45 losgeht.

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Erster Tag erster Erfolg
Am nächsten Morgen fuhren wir um 8:45 los zum Jagdgebiet, in welchem am ersten Tag gestalked werden sollte. Nach der Begrüßung durch den Duncan, meinen Guide und Mathew den Ponyführer, bei diesem Estate werden die geschossenen Hirsche traditionell mit dem Highlandpony zu Tal transportiert, ging es gleich los zum Probeschuss. Zwei Schuss aus der 8x68s in die 9 reichten um den Guide zu überzeugen, dass die Waffe und der Schütze funktionieren. 10 weitere Minuten und wir parkten unseren Landrover am Fuße eines Tals an dessen Seiten jeweils die Berge emporragten. Ab jetzt hieß es zu Fuß weiter und den Berg hinauf pirschen. Hangparall ging es dem Bach im Tal entlang, begleitet von stetigem Abglasen der Hänge. Bereits nach 5 Minuten konnten wir ein erstes Rudel mit Rotwild entdecken, allerdings waren diese 500 Höhenmeter über uns am Gegenhang und der Wind stand genau auf ihnen, so dass ein Anpirschen sinnlos gewesen wäre. Ermutig von der ersten Sichtung ging es einige Kilometer weit am Bach entlang, bis wir an eine etwas höhere Ebene kamen. Von hieraus konnten wir auf geschätzt 3-4 Kilometer eine mittlere Gruppe Rothirsche, ca. 50-70, sehen. Die Betrachtung mit dem Spektiv ergab, dass schiessbare Hirsche dabei waren und wir diese Gruppe angehen wollen.
Da es keinerlei höhere Vegetation gab mussten wir uns auf die natürlichen Bodenbeschaffenheit wie Hügel und Taleinschnitte verlassen und versuchten darin näher an die Gruppe heranzukommen. Der beste Weg war zurück ins Tal abzusteigen und dann mit dem Bach unterhalb der Gruppe zu kommen, um sie dann entlang der Hügelkette zu umschlagen. Unterhalb der Hügelkette angekommen, begann der Aufstieg. Zunächst im normalen Gang, anschließend auf den Knien, bis wir schließlich flach auf dem Boden in Richtung der Hirsche robbten. Als wir endlich bei diesen ankamen und das Gewehr ausrichteten, um einen Schuss abzugeben, bemerkten die Hirsche plötzlich etwas und zogen langsam über den Bergkamm ab.
So schön es ist eine so große Anzahl an Geweihten auf einmal zu sehen, so schwer ist es auch daraus einen zu schießen, da fast immer ein zweiter dahinter steht. Da die Hirsche jedoch nicht fluchtartig, sondern langsam abzogen, hatten wir noch Hoffnung, dass wir noch einmal hinter der Hügelkette an sie heran kommen können. Und tatsächlich nachdem wir wieder einige 100 Meter geduckt und im Robben zurückgelegt hatten waren wir wieder an den Hirschen dran. Und diesmal lief alles gut, wir konnten uns langsam ausrichten, mein Guide einen entsprechenden passenden Hirsch auswählen und als er frei stand konnteich ihn mit einem gezielten Blattschuss aus der 8x68s erlegen.
Bei der Jagd hier in den Highlands machte sich vorallem mein an der R93 montiertes Zweibein positiv bemerkbar da fast alle Schüsse aus der Liegeposition erfolgen. Mein erster Schottlandhirsch war ein alter ungerader Eissprossenzehner. Getreu der schottischen Tradition beim ersten Hirsch bekam ich auf beide Wangen Schweiss des erlegt Hirsches. Während wir den Hirsch versorgten war Mathew bereits mit den Highland Ponnys unterwegs zu uns, um den Hirsch aufzuladen und zurück ins Tal zum Landi zu transportieren.
Nach einer Mittagspause und dem Beladen der Ponnys ging es dann bei ungewohnt schönem Wetter mit blauem Himmel gemütlich bergab zurück zu unserem Auto, um den Hirsch auf der Farm abzuliefern.

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Tag 2
Am nächsten Tag gleiche Prozedur am Morgen, 8:45 nach dem englischen Frühstück ging es wieder zurück zur Farm, wo Duncan und Mathew bereits auf mich warteten. Plan war wieder an der gleichen Stelle zu starten, jedoch sollte diesmal der Aufwand um einiges höher sein und unsere Geduld auf die Probe gestellt werden. Der erste Aufstieg glich dem Vortag. Wir liefen hangparallel am Bach entlang und glasten die Berge rechts und links von uns ab. Links von uns sahen wir oben auf dem Grad eine Gruppe mit 30 Hirschen, Duncan meinte aber das wäre zu leicht diese jetzt gleich anzugehen und wir könnten dies immer noch machen wenn wir weiter in den Bergen keine mehr fänden.

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Das Tal zog sich immer weiter, während wir unaufhörlich marschierten und marschierten. Als ich schon in Gedanken wieder bei der ersten Hirschgruppe war und mich fragte warum wir die nicht einfach angepirscht hatten, stoppte Duncan plötzlich und gibt mir Handzeichen, dass wir uns ducken sollten. Erneut hat Duncan eine Gruppe Hirsche entdeckt, ca. 18-20 und diesmal wollte er sie auch anpirschen. Sie standen gut geschützt in einer kleinen Senke, welche sich im Berg befand. Da der Wind heute viel rauher blies, als am Vortag und immer wieder drehte, mussten wir vorsichtig an die Gruppe heranpirschen, ohne Gefahr zulaufen in den Wind zu kommen. Als ob der Wind nicht genug wäre startete nun das echte schottische Wetter mit abwechselndem Dauer- und Sprühregen, sowie kurzen sonnigen Abschnitten. Meter für Meter robbten wir auf den Knien durch Heide, Matschlöcher und kleine Bäche die vom Berg herabkamen, immer weiter in Richtung der Stelle an der die Gruppe zuletzt gesehen wurde.
Nach kräftezehrendem Aufstieg erreichten wir endlich einen kleinen Felsvorsprung, von welchem aus wir den Hirsch eigentlich beschießen wollten. Als wir jedoch vorsichtig über den Felsvorsprung schauten mussten wir enttäuscht feststellen, dass die Gruppe bereits weitergezogen war und nun ca. 300-400m weiter oben graste. Da jedoch dazwischen keinerlei Deckung war musste ein neuer Plan her; und der bedeutete den kompletten Weg zurück absteigen, den Berg umschlagen und von der anderen Seite gegen den Wind erneut angehen.
Als wir bereits die halbe Strecke zu unserem neuen Punkt zurückgelegt hatten und auf die Rückseite des Berges blickten, konnten wir das nächste Problem welches einen erfolgreichen Ausgang unserer Jagd zunichte machen könnte entdecken. Neben der kleinen Gruppe, auf die wir pirschten tauchten plötzlich auf der Bergrückseite zwei riesige Hirschrudel auf, Duncan schätzte sie auf ca.200 Stück, welche im oberen Drittel des Berges ästen. Wenn uns diese entdecken würden und flüchtig abgingen, würde unsere kleine Hirschgruppe mit abziehen. Unsere einzige Hoffnung war, dass sie uns bereits von weitem bemerken und langsam über den Kamm abziehen. Also Pirschten wir weiter, zunächst aufrecht, später je näher wir der Senke mit unserer Gruppe kamen tiefer auf den Knien bis wir auf dem Bauch Meter für Meter voranrobbten.
Unser Plan ging auf. Durch unsere langsame aber weithin sichtbare Anpirschaktion haben sich die beiden Großrudel in Bewegung gesetzt und diese zogen langsam über den Bergrücken ab. Unsere Zielgruppe konnte dank ihrer Position in der Senke die Bewegung des Rudels nicht mitverfolgen und blieb zurück. Da die Senke relativ tief war konnten wir lediglich manchmal die Geweihstangen der Hirsche sehen, da jedoch ein junger Hirsch bereits aus der Senke Richtung Berg gezogen war konnten wir nun nur noch extrem langsam weiter Richtung Senke robben. Nachdem wir noch 80m entfernt waren gab es kein Weiter mehr da keinerlei Deckung mehr vorhanden war. So mussten wir warten und hoffen, dass sich die Hirsche in Bewegung setzen und auf den Berg ziehen, so dass wir eine gute Schussposition bekämen.
Nach über einer Stunde liegen im Sprühregen kam endlich Bewegung in die Gruppe und zu unserem Glück ging es bergauf. Da wir uns bereits ausgerichtet hatten konnten wir nun die vorbeiziehende Gruppe gut ansprechen und Duncan selektierte den Hirsch welchen ich erlegen sollte. Kaum hatte er mir den Hirsch beschrieben ist auch schon das Absehen 20 im Ziel und der Hirsch bricht im Knall zusammen. Erneut ein für schottische Verhältnisse sehr guter Eissprossenzehner mit Andeutung zum Zwölfer. Die Gruppe zog nach dem Schuss flüchtig über den Berg ab.

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Erschöpft vom langen Anpirschen und dem angespannten Liegen über eine Stunde im Regen machten wir zuerst eine kurze Mittagspause zur Stärkung, bevor wir anschließend den Hirsch bargen und wiederum mit dem Pony uns auf die lange Rückwanderung zum Auto machten. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört und ein starker Wind lies meine Almatikombi in kürzester Zeit trocknen. Am Auto angekommen waren meine Hose und Jacke von außen bereits trocken, aber durch die Anstrengung des lange Laufens über die Berge war meine Unterziehkleidung durchnass. Wie am Vortag brachten wir den Hirsch zu Duncans Farm, wo er fertig versorgt und die Trophäe abgeschlagen wurde.
Für mich gingen damit zwei anstrengende aber sehr erfolgreiche Jagdtage zu Ende. Da ich eigentlich 4 Tage gebucht hatte und nicht damit rechnen konnte bereits am zweiten Tag beide Hirsche erlegt zu haben nutzte ich die restlichen beiden Tage zum Entspannen und um verschiedene Sehenswürdigkeiten rund um Kingussie zu besuchen. Dank der vielen Möglichkeiten in der näheren Umgebung von Kingussie z.B. Loch Ness puttygen download , Wildlifepark, Hochlandmusseum, Rentierpark,… bietet der Aufenthalt nicht nur dem Jäger sondern auch der ganze Familie etwas.

Weitere Details zur Jagd in Schottland

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Jagd auf Muntjak und Wasserreh in England https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/jagd-auf-muntjak-und-wasserreh-in-england/ https://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/2017/02/22/jagd-auf-muntjak-und-wasserreh-in-england/#respond Wed, 22 Feb 2017 18:45:10 +0000 http://www.jagdreisen-fabrig.de/jagdblog/?p=87  Jagd auf Muntjak und Wasserreh in England

Zur Vampirjagd nach England

Bei der Jagd in England denkt man gleich an die kapitalen Böcke in Südengland. England hat jedoch auch andere sehr interessante Wildarten zu bieten, welche weltweit nur hier bejagt werden können. Bei diesen beiden Exoten handelt es sich um den Muntjak und das chinesische Wasserreh (CWD), kennzeichnend für beide sind die Eckzähne welche sie etwas wie Vampire aussehen lassen. Beide Arten sind aber reine Pflanzenfresser. Die Jagdzeit beginnt im November und reicht bis in den März, so dass beide Arten in der für uns deutsche Jäger eher ruhigen Zeit im Februar und März bejagt werden können. Nach einiger Recherche über die Exoten stand mein Entschluss fest im Februar nach England zu fliegen um die Jagd auf diese beiden Spezies auszuüben.
Auf Grund der Körpergröße von Muntjak und CWD kleiner wie ein Reh, entschied ich mich entgegen meiner normalen Vorgehensweise diesmal keine eigene Waffe mitzunehmen PuTTY alternative , sondern eine zu leihen. Die vorhandenen 30-06 und 243 Win sind völlig ausreichend für das Wild und die Bedenken wegen des Rückstoßes, wie es teilweise in Afrika mit Leihwaffen im Kaliber 375H&H vorkommt, sind hier völlig unbegründet. Ein weiter Vorteil ist, dass in England Schalldämpfer erlaubt sind, so dass die Jagd auch für empfindliche Jäger ohne Ohrenschützer möglich ist. Gesagt getan, nach längerer Planung entschied ich mich für ein Gebiet nördlich von London in der Region Bedfordshire. Die meisten Jäger nehmen in London einen Leihwagen und fahren selbst zum Jagdgebiet, dies hat auch den Vorteil flexibler zu sein falls die Jagd früher erfolgreich beendet ist oder man abends noch etwas unternehmen möchte. Da für mich in diesem kurzen Aufenthalt jedoch die Jagd im Vordergrund stand, hatte ich mich für eine Flughafenabholung entschieden und wurde bei der Ankunft in London bereits von meinem Guide Mike erwartet.
Die zweistündige Fahrt auf die Farm nutzten wir bereits um etwas über die Art der Jagd sowie die Biotope der beiden Exoten zu sprechen. Am Farmhaus angekommen, machten wir zusammen mit Jason dem zweiten Guide einen Plan für den nächsten Tag und verabschiedeten eine Gruppe Holländer welche die 3 Tage zuvor sehr erfolgreich auf 4 Muntjaks gewaidwerkt hatten. Die gesehenen Trophäen ließen meine Vorfreude auf den nächsten Tag noch ansteigen. Wie im Flug verging die Nacht in dem einfachen aber gemütlichen B&B Haus und nach einem englischen Frühstück ging es früh morgens los.

Der erste Tag
Der erste Tag war für die Muntjakjagd reserviert. Nach 20minütiger Fahrt erreichten wir das Jagdgebiet, ein größeres Waldstück mit vielen Wald/Wiesenrändern und viel Unterwuchs, der ideale Lebensraum für Muntjaks. Wir pirschten zuerst entlang der Waldkante in Richtung kleiner Einbuchtungen im Wald wobei wir bereits einige jüngere männliche Muntjaks sowie einige weibliche entdeckten. Neben Muntjak zogen auch einige Sprünge Rehe über die Weide und verschwanden im Wald, als sie uns bemerkten. Die älteren Muntjaks sind in der Regel im Unterholz und ducken sich während des Tages um nicht entdeckt zu werden. Da Februar und März jedoch Brunft ist, hat man auch die Chance die Muntjaks an der Waldkante zu bejagen, wenn sie sich zu den Geisen stellen. Bei uns sollte das an diesem Tag nicht der Fall sein und da die ersten Versuche nur junge Muntjaks zeigten, versuchten wir unser Glück innerhalb des Waldes der einige Blösen bot.
Immer wieder sehen wir Muntjaks im Unterholz abspringen leider entdeckten sie uns immer bevor wir sie sehen können. Gegen 11 Uhr schließlich brachen wir die Jagd ab, da sich die Muntjaks über Mittag zur Ruhe legen und eine Bejagung keinen Sinn mehr verspricht, 15:30 legten wir fest, dass wir an einer anderen Stelle unseren Abendstalk durchführen wollen.
Nach einem kurzen Mittagessen in einer der Gaststätten im Ort und etwas Schlaf ging es pünktlich um 15:30 wieder los. Diesmal befanden wir uns in einem größeren Forstbereich mit abwechselndem Hochwald, Dickung und Freiflächen mit Unterholz und Äsung. Schon seit 7 Wochen versuchte mein Guide in diesem Gebiet vergeblich einen speziellen Muntjak zu erlegen, gesehen hatte er ihn öfters jedoch meist nur den Wedel, da der schlaue Muntjak die Jäger bisher immer kommen sah. Mit dieser Info im Hinterkopf bewegten wir uns besonders vorsichtig auf den Waldwegen von einer Dickung zur nächsten um die Freiflächen abzuglasen. Die 30-06 Leihwaffe wurde auf minimale Vergrößerung eingestellt, so dass wir auf die kurze Entfernung mit der wir hier rechnen mussten keine Zeit beim Einstellen verlieren würden. Die ersten Dickungen wurden umschlagen ohne eine Sichtung. Bei der dritten jedoch hörten wir plötzlich ein Krachen direkt auf uns zukommen und ehe wir uns versahen rast ein junger Muntjak aus der Dickung zwischen uns hindurch und hätte fast meinen Führer von den Beinen gerissen. So schnell er kam war er auch in der nächsten Dickung verschwunden, kurze Zeit später entdeckten wir den Grund für den „Blitzangriff“ ein sehr starker Fuchsrüde war im Unterholz unterwegs und hatte den Muntjak aufgeschreckt.

Nach dieser Aktion ging es für uns wieder auf leisen Sohlen konzentriert weiter zur nächsten Freifläche. Plötzlich sahen wir das hohe Gras wackeln und verhoffen hinter einem Gebüsch in Deckung. Mit dem Fernglas beobachteten wir das Gras, konnten jedoch noch nichts entdecken Somit hieß es näher heranpirschen an einen besser postierten Baum. Von der neuen Position erkannten wir den Muntjak wie er im Gras äst, der Wind stand gut für uns. Langsam wurde das Zweibein in Position gebracht, die Waffe aufgelegt und in Anschlag gebracht. Nur keine hastigen Bewegungen dachte ich, da der Muntjak sehr aufmerksam ist kann die leichteste Bewegung zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden. Der Muntjak war noch etwas näher herangezogen und äst nun ca. 50m vor uns, der Zielstachel erfasst die Kammer und beim nächsten Aufwerfen des Kopfes bricht der Schuss, der Muntjak fällt im Knall und nach 7 vergeblichen Wochen hatten wir den Monstermuntjak erlegt. Nach den obligatorischen Bildern trugen wir den Muntjak zurück zu unserem Jeep und fuhren zurück zur Farm wo Jason bereits auf uns wartete und den Muntjak in Augenschein nahm.

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Tag 2
Für den nächsten Tag vereinbarten wir, dass ich mit Jason auf Chinesisches Wasserreh pirschen würde. Hierzu mussten wir ca. 1h fahren, da Wasserrehe mehr in offenen Park/Feldlandschaften vorkommen und weniger im Wald wie die Muntjaks. Am nächsten Morgen waren wir etwas früher unterwegs um die längere Fahrtstrecke einzuplanen. Unsere erste Station war eine Plantage für Elefantengras welches zur Energiegewinnung eingesetzt wird. In diesem Gewächs finden die Wasserrehe idealen Unterschlupf und können direkt auf die umliegenden Wiesen wechseln. Zwischen dem Elefantengras befanden sich Mähschneisen, so dass die Wasserrehe die Deckung nur kurz verlassen mussten auf der anderen Seite bot dies auch gute Möglichkeiten für uns Jäger an die Wasserrehe heranzukommen. So pirschten wir Schneise um Schneise durch das Elefantengras, sahen jedoch hauptsächlich kleinere Wasserrehe woraufhin mein Guide sich entschloss ein zweites Jagdgebiet in der Nähe anzufahren. Hierbei handelte es sich um offene Flächen mit kleineren Feldgehölzen und Hecken, ein wirkliches Niederwildparadies.
Kaum hatten wir mit unserem Pirschgang angefangen hörten wir in der Ferne Hundegebell. Zunächst dachten wir uns nichts dabei und setzten unsere Pirschjagd fort und sahen auch einige Hasen, Fasanen und vereinzelte weibliche Wasserrehe. Ca. 10 Minuten später kam das Gebell der Hunde direkt auf uns zu gefolgt von lautem Pferdegalopp. Wir mussten feststellen, dass an diesem Tag nicht nur wir hier auf Wasserrehe aus waren sondern zusätzlich eine traditionelle Fuchsjagd zu Pferde mit Hunde stattfand, wobei dies natürlich streng nach den neuen Gesetzen auf einer kalten künstlichen Fuchsfährte durchgeführt wurde, was mir mein Guide sofort mitteilte, als er die Reiter sah. Da durch die Fuchsjagd zuviel Beunruhigung entstand entschlossen wir uns die Jagd zu beenden und erst am Nachmittag erneut in diesem Gebiet zu jagen.
Pünktlich um 15:00 Uhr ging es wieder in das besagte Revier und nun hatten wir es wirklich für uns alleine ohne Fuchsjäger. Wir pirschten alle Feldgehölze und Hecken entlang und sahen erneut verschiedene Wasserrehe. Diese entdeckten uns jedoch zuerst oder wenn nicht Buy Ciclonal Doxycycline , waren es meist weibliche oder junge Böcke. Wir sahen zwei alte gute Böcke, konnten uns jedoch nicht in Schussentfernung nähern. Als wir uns bereits auf den Rückweg machten entdeckte Jason ein einzeln stehendes Wasserreh in größerer Entfernung. Die Ansprache mit dem Spektiv ergab ein guter Bock. Wir hatten jetzt zwei Feinde gegen uns, zum einen stand der Bock auf einer freien Fläche und konnte somit alles überblicken, zum anderen begann es bereits zu Dämmern und wir durften nicht viel Zeit verlieren.
In schnellem Pirschschritt, aber immer geduckt, von Hecke zu Hecke näherten wir uns der besagten Freifläche bis wir zur letzten langgezogenen Hecke kamen. Da es keinen Weg außen herum gab, blieb uns nichts anderes übrig als durch ein kleines Loch unter der Hecke hindurch zu kriechen. Auf der anderen Seite angekommen, waren wir bereits auf der Freifläche und konnten im Liegen immernoch den Bock ca. 160m vor uns äsen sehen. Vorsichtig positionierten wir die 243 Win mit Schalldämpfer und angebautem Zweibein und ich machte mich fertig. Mittlerweile war die Dämmerung bereits weit fortgeschritten, so dass der Bock auf 160m in einem 6 Fach vergrößernden Zielfernrohr ohne Leuchtpunkt relativ klein und unscheinbar erschien. Trotz der Dunkelheit konnte ich den Bock noch ins Zielfernrohr bringen und betätigte den Abzug als der Bock breit stand, da jedoch vermeintlich kein Schuss brach und der Bock noch stand betätigte ich den Abzug erneut woraufhin der Bock nicht mehr im Zielfernrohr zu sehen war, ich aber wieder keinen Schuss gehört oder gespürt hatte. Mein Guide klopfte mir zufrieden auf die Schulter und meinte der Bock liegt. Erst jetzt wurde mir klar was passiert war, aus Gewohnheit hatte ich meinen Ohrenschützer auf, schoss aber zum ersten Mal mit einer Waffe mit Schalldämpfer wodurch beim Schuss kein Knall zu hören war und der Rückstoß der .243 ebenfalls vernachlässigbar bzw. dank der Anspannung nicht vorhanden war. Der Schuss saß gut, so dass der Bock kurz taumelte, was ich nach dem Schuss im Zielfernrohr interpretierte er würde noch stehen, und dann auf der Stelle zu Boden ging.

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Überglücklich über den Erfolg gingen wir zu dem erlegten Bock puttygen download , gaben ihm den letzten Bissen und ich erhielt den Bruch von Jason. Anschließend fuhren wir zurück zur Farm wo Mike bereits meinen Muntjak vom Vortag als Cape geschnitten hatte. Da ich bereits nach 2 von 3 gebuchten Tagen meine beiden gewünschten Trophäen hatte nutzte ich den letzten Tag zum Entspannen und erkundete etwas die Ortschaft in der ich im B&B Haus untergebracht war.
Am nächsten Tag frühmorgens ging es zurück nach London zum Flughafen, um die Rückreise anzutreten. Im Gepäck hatte ich Erinnerungen an eine schöne Jagd, die zum einen relativ schnell erreichbar und mit 2-3 Jagdtagen auch für Kurztrips geeignet ist, zum anderen durch die nicht zu schweren Pirschgänge und das meist ebene Gelände auch für Jäger geeignet ist die weniger anstrengende Jagden bevorzugen.

Weitere Details zur Jagd in England

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